Medienentwicklungsplan: 464 neue Tablets angekommen – W-Lan für die Schulen steht in den Startlöchern
Bald wird digital durchgestartet

Espelkamp -

Der Medienentwicklungsplan wird an den städtischen Grundschulen in Espelkamp konsequent umgesetzt. Dafür hat die Stadtverwaltung bereits mehr als 275.000 Euro an Fördermitteln vom Land bewilligt bekommen.

Dienstag, 24.11.2020, 18:00 Uhr
Die Kabel für das schnelle Internet sind ebenfalls schon an der Grundschule in Frotheim (im Hintergrund) verlegt. Im ersten Halbjahr des kommenden Jahres sollen die Bildungseinrichtungen endlich mit dem schnellen Internet arbeiten können.
Die Kabel für das schnelle Internet sind ebenfalls schon an der Grundschule in Frotheim (im Hintergrund) verlegt. Im ersten Halbjahr des kommenden Jahres sollen die Bildungseinrichtungen endlich mit dem schnellen Internet arbeiten können. Foto: Andreas Kokemoor

Wenn das Jahr 2020 im schulischen Bereich eine Erkenntnis gebracht hat, dann die, dass es ratsam ist, auch digital gut ausgestattet zu sein.

Dieses Ziel geht die Stadt Espelkamp schon seit Jahren an. Man kann schon beinahe sagen: seit Jahrzehnten. Schulamtsleiter Andreas Bredenkötter erzählt im Gespräch mit dieser Zeitung: „Seit 2001 arbeiten wir an dem Medienentwicklungsplan und schreiben ihn immer wieder fort.“ Im Jahr 2018 stand die dritte Fortschreibung an. Und dabei ging – oder besser – geht es vor allem um die Ausstattung mit digitalen Geräten – seien es nun digitale Tafeln oder Tablets.

„Am vergangenen Freitag sind gerade erst 464 Tablets angekommen für Lehrkräfte und bedürftige Schüler. Derzeit sind wir dabei, sie zu inventarisieren“, sagt Bredenkötter.

Dass Espelkamp bei der Ausstattung mit neuen Geräten auch die vom Land bereitgestellten Fördermittel ausschöpft hat die FDP-Landtagsabgeordnete Daniela Beihl vor wenigen Tagen bestätigt. Im Rahmen des so genannten Digitalpaktes nämlich statte das Land Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland überhaupt seine Lehrer mit digitalen Dienstgeräten aus. Die bedürftigen Schüler erhielten Leihgeräte.

Das Programm werde gut angenommen, dies zeigten die Abrufzahlen. Espelkamp erhalte aus dem Sofortausstattungsprogramm für Schüler 42.519 Euro und 29.000 Euro für die Ausstattung der Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten. „Beantragt und bewilligt wurden die Mittel bereits im vollen Umfang“, sagt Beihl.

Mit Fördermitteln aus dem Digitalpakt Schule könnten Schulträger zudem Infrastrukturmaßnahmen für die Digitalisierung der Schulen finanzieren. Dabei zeige sich zwar ein deutlich verhaltener Mittelabruf NRW-weit. Eine Ausnahme bilde dabei Espelkamp. „Von den 217.890 Euro, die für Espelkamper Schulen zur Verfügung stehen, hat die Stadt bereits 205.623 Euro beantragt und bewilligt bekommen“, sagt Beihl, die sich darüber freut, dass in Espelkamp bereits wichtige Weichen für digitale Lehr- und Lernformen gestellt wurden.

Beim Stand der Ausstattung mit der notwendigen Infrastruktur zeigt sich auch Bredenkötter sehr zufrieden. So seien alle städtischen schulen zum Beispiel mit den notwendigen Access-Points für W-Lan ausgestattet. Dies trifft auch auf die Bildungseinrichtungen in der Südschiene zu, die ein bisschen das Sorgenkind sind, wenn es um die Versorgung mit schnellem Internet geht. Daher setzt Bredenkötter darauf, dass das Unternehmen Greenfiber, das für die Versorgung der weißen Internet-Flecken im Mühlenkreis zuständig ist, die Verlege- und Anschlussarbeiten möglichst schnell abschließen kann. Denn die Stadt ist bereit und sobald Greenfiber grünes Licht für das Freischalten gibt, können die Daten in Rekordgeschwindigkeit auf den Rechnern des Grundschulverbundes-Süd einlaufen.

Einen genauen Zeitpunkt für diese „digitale Südschienen-Revolution“ gibt es nicht. Aber Michael Höfft, der im Auftrag für das Unternehmen Greenfiber die Tiefbauarbeiten plant, erklärte gestern gegenüber dieser Zeitung, dass der ursprüngliche Plan vorgesehen habe, das Espelkamper Gebiet flächendeckend bis Ende 2021 an das schnelle Netz zu bringen. Aber Höfft macht Hoffnung auf einen früheren Termin. „Wir visieren das erste Halbjahr 2021 an. Das ist unser Wunschziel. Und die Schulen sind eventuell schon ein bisschen eher fertig.“ Derzeit würden im Bereich Frotheim die letzten Ausbauarbeiten vorgenommen.

Diese Nachricht wird nicht nur Andreas Bredenkötter freuen, sondern alle Lehrer und Schüler. Dann dürften alle digitalen Endgeräte tadellos funktionieren, auch die digitalen Tafeln, mit denen bereits alle städtischen Grundschulen, außer die Mittwaldschule, ausgestattet sind. Die Einrichtung im Herzen Espelkamps folgt aber Anfang des Jahres.

Diese digitalen Tafeln sollen künftig ab der zweiten Klasse eingesetzt werden. Nur die i-Dötze sollen mit der fortschrittlichen Technik nicht sofort in Kontakt kommen. Für sie solle das Schulleben erstmal konventionell beginnen. Digitale Durchstarter werden sie erst ab Klasse 2.

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