Lübbecker Sponsoren bescheren der Schule am Buschkamp professionelle Luftreinigungsgeräte
Sicherer Unterricht wieder möglich

Lübbecke (WB/pg) -

In der Schule am Buschkamp in Lübbecke ermöglichen jetzt leistungsstarke Luftreinigungsgeräte wieder Präsenzunterricht für die Förderschüler.

Dienstag, 02.03.2021, 20:29 Uhr aktualisiert: 03.03.2021, 07:28 Uhr
Abstandsregeln, das Maske-Tragen oder auch das regelmäßige Lüften mit der erforderlichen An- und Auszieh-Prozedur sind an Förderschulen nur schwer umsetzbar, ohne dass viel Zeit für die unterrichtliche Arbeit oder therapeutische Ansätze verloren geht: Klaus Rademacher (von links), Lion und Mathea freuen sich über das neue Luftreinigungsgerät im Klassenzimmer.
Abstandsregeln, das Maske-Tragen oder auch das regelmäßige Lüften mit der erforderlichen An- und Auszieh-Prozedur sind an Förderschulen nur schwer umsetzbar, ohne dass viel Zeit für die unterrichtliche Arbeit oder therapeutische Ansätze verloren geht: Klaus Rademacher (von links), Lion und Mathea freuen sich über das neue Luftreinigungsgerät im Klassenzimmer. Foto: Peter Goetz

Zur optimalen Förderung von Schülern mit dem Schwerpunkt geistige Behinderung trägt vor allem der regelmäßige Besuch des Unterrichts an speziellen Schulen bei. Doch das gestaltet sich im Zuge der Lock-Down-Maßnahmen für die betroffenen Einrichtungen und ihre Schützlinge eher schwer. Digitale Home-Schooling-Lösungen wie in den Regelschulen lassen sind im Lern- und Therapiekonzept gehandicapter Schülerinnen und Schüler nicht verwirklichen – hier zählt die Teilnahme am Unterricht in der gewohnten Gruppe und der vertrauten Umgebung ganz besonders.

Professioneller Partner gefunden

Für Astrid Behrwinkel aus der Elternschaft der Schule am Buschkamp war dies der Anlass, eine besondere Spendenaktion ins Leben zu rufen. Im Oktober 2020, als sich durch die steigenden Infektionszahlen ein weiterer Stillstand im Lehrbetrieb abzeichnete, trat sie in Kontakt mit der Schulleitung. Ihr Ziel: einer drohenden Schulschließung durch ein professionelles Luftreinigungskonzept entgegen wirken. Innerhalb von drei Monaten wurden heimische Sponsoren akquiriert, der Bedarf ermittelt und mit der Firma „QleanAir-Scandinavia“ ein kompetenter Partner im industriellen Luftreinigungssegment gefunden.

Im Ergebnis stehen der Schule für die nächsten zwölf Monate 14 Hochleistungsluftreiniger kostenlos zur Verfügung, die durch die HEPA-14-Filtertechnik nach Herstellerangaben mehr als 99 Prozent der Aerosole aus der Raumluft entfernen.

„Kinder sind unsere Zukunft“, sagt Tobias Willi von der Firma „QleanAir Scandinavia“, die den bestellten zwölf Geräten kostenlos zwei weitere beigesteuert hat, um die Lübbecker Spendenaktion ihrerseits zu unterstützen. „Wir bauen Geräte für große Industrieunternehmen, so dass die gelieferten Modelle die Atemluft in Räumen bis zu 200 Quadratmeter effizient und leise reinigen können“, sagte der Manager, der extra zum Übergabetermin aus dem hessischen Ort Kriftel nach Lübbecke angereist ist.

Leistungsstark und leise

Leise sind die Geräte bei der Vorführung wirklich. Auch auf höchster Leistungsstufe ist die Maschine bei einem Geräuschpegel von 45 Dezibel (A) gerade einmal leise hörbar.

„Gerade in Räumen wie unseren beiden Snoezelenräumen, in denen vor allem die basale Förderung und Stimulation schwerstbehinderter Schülerinnen und Schüler stattfindet, ist ein leiser und effizienter Betrieb von Luftreinigungsgeräten sehr wichtig“, betont Silke Lindgren vom Förderverein der Schule.

Dank an Sponsoren

Auch Pfarrer Stefan Bäumer, Vorstand der Ludwig-Steil-Hof-Stiftung, der Trägerin der Schule, ist begeistert: „Ich bin sehr stolz auf das Gelingen der Aktion, die uns als Schule in privater Trägerschaft ermöglicht, unsere Arbeit fortzuführen, ich bedanke mich herzlich bei allen Personen und Firmen, die dieses ermöglicht haben.“ Gerichtet ist dieses Wort auch an Mario Hoffmeister von der Gauselmann-Gruppe sowie Meik Blase von der Wortmann AG, die zur Übergabe gekommen waren.

Schulleiter Klaus Rademacher nutzt die Gelegenheit, um nochmals alle Eltern der Schülerinnen und Schüler darauf hinzuweisen, dass nun ein weitestgehend „normaler Präsenzunterricht“ hinsichtlich eines größtmöglichen hygienischen Schutzes ihrer Kinder möglich sei. „Alle 130 Schüler können nun wieder an Unterricht und Therapien hier in der Schule teilnehmen.“

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