Feuerwehrleute aus der ganzen Region kämpfen gegen die Flammen
Großbrand auf der Mülldeponie

Hille (WB/wk). Ein Feuer auf der Mülldeponie Pohlsche Heide in Hille sorgt seit Dienstag für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Insgesamt waren mehr als 100 Einsatzkräfte vor Ort. Am Mittwoch war der Brand zwar unter Kontrolle, gelöscht sei er aber noch nicht, hieß es am Nachmittag von der Kreisabfallverwertungsgesellschaft (KAVG).

Mittwoch, 12.09.2018, 17:47 Uhr aktualisiert: 12.09.2018, 17:50 Uhr
Großbrand auif der Mülldeponie Pohlsche Heide: Feuerwehrleute aus Hille und dem ganzen Kreisgebiet kämpfen gegen die Flammen. Stinkender Rauch liegt in der Luft. Foto: Andreas Kokemoor
Großbrand auif der Mülldeponie Pohlsche Heide: Feuerwehrleute aus Hille und dem ganzen Kreisgebiet kämpfen gegen die Flammen. Stinkender Rauch liegt in der Luft. Foto: Andreas Kokemoor

Wie KAVG-Leiter Thomas Krop mitteilt, brennen auf etwa 500 Quadratmetern Gewerbe- und Hausabfälle. Starker Wind hatte das Feuer am Dienstag angefacht, stinkender Rauch stieg auf. Aktuelle Schadstoffmessungen lagen am Dienstag und Mittwoch im unteren Grenzbereich. Den Angaben zufolge ist der Qualm nicht gesundheitsgefährdend.

Wasserversorgung problematisch

Am Mittwoch waren noch etwa 70 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr aus Hille sowie aus Espelkamp, Minden, Porta Westfalica, Petershagen, Diepenau und Lavelsloh vor Ort. Weitere Hilfe kam von der Werksfeuerwehr der Siegfried-Pharma-Chemikalien aus Minden. Im Pendelverkehr wurde Wasser zur Einsatzstelle gebracht. Weil die Versorgung nicht ausreichend war, wurden heimische Firmen gebeten, Fässer zur Verfügung zu stellen. Mitarbeiter der KAVG unterstützten den Kampf gegen die Flammen mit einem eigenen Einsatzfahrzeug und schweren Baumaschinen.

Fenster und Türen geschlossen halten

Die Feuerwehrleute, die in der Nacht zu Mittwoch vor Ort waren, wurden gestern Morgen um 7 Uhr abgelöst. Da der Wind gedreht hatte, wurde eine erneute Warnung der Leitstelle über die App »Nina« (Notfallinformations- und Nachrichtenapp) herausgegeben. Die Rauch- und Geruchsbelästigung gilt für südliche Teile von Niedersachsen, die Gemeinde Hille, den nördlichen Teil der Stadt Minden und den südlichen Teil von Petershagen. Anwohner sollten weiterhin ihre Fenster und Türen geschlossen halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abstellen. Auch auf der L 770 ist mit Rauch- und Geruchsbelästigung zu rechnen, hieß es.

Geringer Schaden

Der finanzielle Verlust, den das Feuer verursacht, soll sich nach Auskunft der KAVG in Grenzen halten. Der brennende Müll ist zwischengelagert und war für das Heizkraftwerk in Minden bestimmt. Brandursache war nach KAVG-Angaben, wie schon bei kleineren Bränden in der Vergangenheit, eine Selbstentzündung.

Für die Dauer der Löscharbeiten, die bis mindestens heute andauern, ist die Abfallannahme für den Gewerbemüll ausgesetzt.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6045711?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2643769%2F
Tönnies-Tochter „Tillman‘s“ darf Betrieb wieder aufnehmen
Anhänger stehen mit offenen Türen auf dem Betriebsgelände der Firma Tönnies. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker