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Do., 31.07.2014

Nach Gewitter: Feuerwehr löscht Feuer in Oberbauerschaft und hilft in Bünde und Kirchlengern  Blitz setzt Dachfirst in Brand 

Schnell sind die Flammen gelöscht, doch verbergen sich noch Glutnester unter den Pfannen? In Oberbauerschaft hat die Feuerwehr am Dienstagabend einen Dachfirstbrand gelöscht. Auslöser war ein Blitzeinschlag in eine Solaranlage.

Schnell sind die Flammen gelöscht, doch verbergen sich noch Glutnester unter den Pfannen? In Oberbauerschaft hat die Feuerwehr am Dienstagabend einen Dachfirstbrand gelöscht. Auslöser war ein Blitzeinschlag in eine Solaranlage.

Von Friederike Niemeyer

Hüllhorst (WB). Mit dem Schrecken davongekommen sind am Dienstagabend die Bewohner eines Hauses an der Bünder Straße in Oberbauerschaft. Aufmerksame Nachbarn entdeckten gegen 20 Uhr ein Feuer im Dach. Dieses hätte großen Schaden anrichten können, doch die Feuerwehr war rasch zur Stelle und hatte den Brand im Griff.

Vor allem am Südhang des Wiehengebirges entluden sich am Dienstagabend die Gewitterwolken. Es muss wohl einer der ersten Blitze gewesen, der das Wohnhaus in der Dorfmitte von Oberbauerschaft traf. Wie Hüllhorsts Feuerwehrchef Michael Möller erläuterte, sei davon auszugehen, dass der Blitz in die Solaranlage einschlug, die für Warmwasserbereitung auf dem Dach angebracht ist. »Der Blitz fuhr von da in die Isolierung des Dachfirsts und lief den ganzen First entlang«, sagte Möller.

Die um 20.04 Uhr alarmierte Feuerwehr kam mit 45 Leuten zum Einsatzort, auch die Drehleiter aus Lübbecke wurde angefordert. Zunächst löschten die Kameraden den Brand von unten und waren damit zumindest oberflächlich schnell erfolgreich. Mit Hilfe der Drehleiter sollte dann besser an den Dachfirst und mögliche Glutnester unter den Pfannen herangekommen werden. Doch dies war bei den örtlichen Gegebenheiten nicht so erfolgreich wie erhofft. Der Drehleiterwagen ließ sich nicht in die optimale Position manövrieren.

Schließlich kletterte ein Dachdecker auf das Dach, löste Pfannen und kontrollierte den Zustand des Dachstuhls. Entwarnung. Nach einer Stunde konnte die Feuerwehr den Einsatz beenden. Eine weitere Stunde später, so Einsatzleiter Michael Möller, kontrollierten zwei Feuerwehrleute mit Wärmebildkamera das Dach. Es wurden keine Glutnester mehr entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt ahnten die Hüllhorster Feuerwehrleute noch nicht, dass es für sie eine lange Nacht werden würde. Wegen der großen Wassermassen, die im Kreis Herford niedergegangen waren, rückten 18 Kameraden zum Hilfseinsatz nach Kirchlengern und Bünde aus. Morgens wurden sie von 15 Hüllhorstern abgelöst.

Auch in Preußisch Oldendorf stand nach der Gewitternacht weniger die Arbeit im eigenen Stadtgebiet als die grenzüberschreitende Hilfe an. Wehrleiter Edgar Hensel und seine Leute mussten sich nur um einen umgestürzten Baum in Engershausen kümmern sowie Wasser aus einem Firmengebäude in Bad Holzhausen pumpen. Morgens ging es dann mit 20 Mann und sechs Fahrzeugen nach Kirchlengern und Bünde, vor allem zum Auspumpen von vollgelaufenen Kellern.

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