AfD-Spitzenkandidat auf Wahlkampf-Tour in der Ilex-Halle
Gauland kommt bei seinen Anhängern gut an

Hüllhorst (WB/tho). Der in diesen Tagen viel kritisierte AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland ist zum Gegenangriff übergegangen.  Nach seinen Aussagen über die SPD-Integrationsstaatsministerin Aydan Özoguz (»in Anatolien entsorgen«) wies er die Empörung besonders von sozialdemokratischer Seite als »pure Heuchelei« und »Scheinheiligkeit« zurück.

Donnerstag, 31.08.2017, 19:42 Uhr aktualisiert: 01.09.2017, 15:27 Uhr
Alexander Gauland in Hüllhorst. Foto: Oliver Schwabe
Alexander Gauland in Hüllhorst. Foto: Oliver Schwabe

Hüllhorster demonstrieren gegen Gauland

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  • Foto: Oliver Schwabe und Kai Wessel
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  In der Aula der Gesamtschule Hüllhorst hatten sich am Donnerstagabend mehr als 200 Menschen versammelt, die den 76-Jährigen sprechen hören wollten. Vor der Tür, von Gittern weiträumig abgehalten, machten knapp doppelt so viele Gegendemonstranten mit Trillerpfeifen und Trommeln Lärm.

Organisiert hatte den Protest ein Zusammenschluss namens »Hüllhorst ist bunt«. Nach Angaben des früheren SPD-Landtagsabgeordneten Ernst-Wilhelm Rahe waren es ortsansässige und angereiste AfD-Gegner. Auf Plakaten wurde die AfD mit Nazis und Rassisten gleichgesetzt. Über den gebürtigen Chemnitzer Gauland hieß es auf einem Plakat: »Ich war selbst mal Flüchtling. Jetzt hetze ich gegen welche.« 

Gauland begann seine ruhige Rede mit der Forderung, die deutschen Grenzen zu schützen. »Keiner hat uns und Sie gefragt, wollt ihr mit einer Million fremder Menschen in diesem Land leben?« Wer aber gegen diese Politik sei, werde ausgegrenzt. Gauland forderte: »Wir müssen das Mittelmeer dicht machen.«

Inhaltlich erneuerte er die Kritik an Özoguz und sagte unter lautem Beifall, der Islam gehöre nicht zu Deutschland.

Die Kreispolizei, unterstützt von Bereitschaftspolizisten aus Münster, hatte die Lage unter Kontrolle. Gauland erreichte die Halle problemlos.

Kommentare

Maic  wrote: 01.09.2017 19:32
Blind und taub?
Herr Faust, es waren sehr wohl Demonstranten anwesend, die Sie als Besucher der AFD-Veranstaltung kaum übersehen und vor allem nicht überhören konnten. Die Angabe mit 250 Gegendemonstranten kann sehr wohl stimmen. Wird da etwa ein Seh-, und Hörtest nötig? Oder handelt es sich bei Ihrer Wahrnehmung um Alternative Fakten? Waren Sie in einem Paralelluniversum?

Außerdem heißt Demokratie nicht, das nur die eigene Meinung gilt, sondern das es unterschiedliche Meinungen gibt, die frei diskutiert werden können. Alles, was einem nicht passt als Lüge zu bezeichnen, ist allerdings antidemokratisch.

Für mich hat sich die AFD spätestens seit den Äußerungen von Herrn Höcke ins Aus geschossen. Ich will eine friedliche, solidarische, offene Gesellschaft. Dafür war ich am Donnerstag auf der Demo. Gut das mich Herr Gauland daran erinnert hat.

Wir haben Sie gestört? Gut so!!! Ich habe es bedauert keine Vuvuzela gekauft zu haben, um Ihresgleichen den Marsch zu blasen. Vielleicht gibt es im Kreis ja noch eine Möglichkeit.

Und zum Thema Heimat das von rechts allzu gerne besetzt wird. Ich bin bereit meine Heimat mit Vuvuzelas, Trillerpfeifen und Konfetti zu verteidigen, bis allen Nazis das Hören und Sehen vergeht.

Faust, Rainer  wrote: 01.09.2017 13:12
gauland hüllhorst
Ihr Bericht stimmt leider so nicht.
Auf der veranstaltung waren Besucher un Interessierte aber keine Demonstranten.
Es war eine Wahlkampfveranstaltung!
Wer eine Wahlkampfveranstaltung stört oder dies versucht ist kein Gegendemonstrant,
aber ein antidemokratischer Störenfried!!!
Ich dachte immer das Wort "Lügenpresse" sei nicht zutreffend, wer aber so wie ihr
Journalist aus 450 Besuchern gut 200, und aus 100 Störenfrieden 400 macht,
sieht entweder schlecht oder hat nicht die gebotene Neutralität eines Pressevertreters!!!
Schade, es gibt sie also doch die gesteuerte Presse.
2 Kommentare
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