Mo., 11.12.2017

Kunst- und Kulturpreis an kreative Instrumentenbauer vergeben »Hauptsache, es macht Krach«

Preisträger und Jurymitglieder: Eva Marie Schulz (vorne von links), Timo Schneider, Alicia Struck, Dirk Oermann (hinten von links), Sabine Kottkamp, Heinz-Gerhard Bartelheimer und Achim Radtke.

Preisträger und Jurymitglieder: Eva Marie Schulz (vorne von links), Timo Schneider, Alicia Struck, Dirk Oermann (hinten von links), Sabine Kottkamp, Heinz-Gerhard Bartelheimer und Achim Radtke. Foto: Lena Knickmeier

Von Lena Knickmeier

Hüllhorst (WB). Musikinstrumente aus Blechdosen, Bratpfannen und Krücken? Das gibt es wohl nur in Hüllhorst. Auf dem Weihnachtsmarkt in der Gesamtschule Hüllhorst hat der Kulturring am Freitagnachmittag den Kunst- und Kulturpreis vergeben. Die außergewöhnliche Aufgabe für die Wettbewerbsteilnehmer: ein spielbares Musikinstrument aus Alltagsgegenständen bauen.

Neun Beiträge wurden in diesem Jahr zum Kunst- und Kulturpreis der Gemeinde Hüllhorst eingereicht – sieben Instrumente in der Kategorie Schüler bis 13 Jahren und zwei in der Kategorie Erwachsene. »Es war so schön, in diesem Jahr so viel Kreativität zu sehen, die über das Zerplatzen lassen einer Brötchentüte hinaus geht«, sagte Heinz-Gerhard Bartelheimer, Vorsitzender des Kulturrings Hüllhorst.

Und diesen kreativen Einsatz belohnte die Jury auch gleich: Jeder eingereichte Beitrag wurde in diesem Jahr mit einer Urkunde und einem Geldpreis bedacht: Platz Eins mit 80 Euro, Platz Zwei mit 60 Euro, Platz Drei mit 40 Euro und alle weiteren Plätze mit zehn Euro.

Schlagzeug aus Pappdosen und Kochtopf

Bewertet wurden die selbstgebauten Musikinstrumente aus Alltagsgegenständen von den Vorstandsmitgliedern Heinz-Gerhard Bartelheimer, Sylvia Post, Kirsten Wiemann, Monika Droste und Dirk Oermann. »Uns war wichtig, dass alle Instrumente auch spielbar sind und verschiedene Töne erzeugen können«, sagte Bartelheimer.

Und an dieser Aufgabe hatten vor allem die Kinder ihren Spaß. Sie präsentierten ihre Instrumente wie richtige Profis. »Hauptsache, es macht Krach«, sagte der siebenjährige Timo Schneider, der eine Musikkette aus verschieden großen Papp- und Metalldosen, die mit Paketband aneinander gebunden sind, eingereicht hatte.

Auch Alicia Struck (9) hatte richtig Freude und spielte auf ihrer Schlagzeug-Konstruktion »Alle meine Entchen«. Ihr Instrument hatte sie aus Pappdosen, einem Kochtopf und einer Bratpfanne an einem Regenschirm mit Klebeband zusammengebastelt. Sie ist keine Unbekannte beim Kunst- und Kulturpreis: Mit Freundin Eva Marie Schulz (9) gewann sie schon im vergangenen Jahr den Preis für die schönste Collage zu dem Thema »Hüllhorst ist bunt«.

Sohn spielte auf Zugposaune

In der Kategorie Erwachsene durfte sich Achim Radtke mit seiner »Zugposaune« über den ersten Platz freuen. Präsentiert hat er sein Instrument aber nicht. »Leider kann ich die Posaune nicht spielen. Deshalb durfte mein Sohn Tillmann ran. Er lernt an der Musikschule in Holsen Trompete und kann das viel besser als ich«, sagte Achim Radtke.

Den Kunst- und Kulturpreis gibt es seit 2001 in Hüllhorst. Das Motto wird spätestens im April des Jahres von der Jury auf der Internetseite der Gemeinde www.huellhorst.de bekannt gegeben.

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