SPD-Politiker profitiert voraussichtlich von Mandatsrückgabe
Ernst-Wilhelm Rahekehrt in Landtag zurück

Hüllhorst (fn). Der Kölner SPD-Landtagsabgeordnete Martin Börschel, noch bis vor wenigen Tagen für den Fraktionsvorsitz im Gespräch, wechselt aller Voraussicht nach in die Wirtschaft. Eine Folge davon ist auch im Altkreis Lübbecke zu spüren: Der Hüllhorster SPD-Politiker Ernst-Wilhelm »Ewi« Rahe kann im Oktober für Börschel in den Landtag nachrücken. »Ich freue mich auf die Aufgabe«, sagte der 59-Jährige.

Freitag, 20.04.2018, 06:12 Uhr aktualisiert: 20.04.2018, 06:20 Uhr
Markenzeichen rote Krawatte: »Ewi« Rahe kann sie bald wieder bei öffentlichen Terminen tragen. Er kehrt im Herbst in den Landtag zurück.  Foto: Kathrin Kröger
Markenzeichen rote Krawatte: »Ewi« Rahe kann sie bald wieder bei öffentlichen Terminen tragen. Er kehrt im Herbst in den Landtag zurück.   Foto: Kathrin Kröger

Stichtag 1. Oktober

Rahe war schon von 2010 an Abgeordneter in Düsseldorf, hatte bei der Wahl im vorigen Jahr das Direktmandat aber nicht wieder erringen können. »Martin Börschel hat mich Mittwoch angerufen und mir alles erklärt«, sagte Ernst-Wilhelm Rahe im Gespräch mit dieser Zeitung. Demnach sei Börschel von der Findungskommission als Kandidat für die Geschäftsführung der Kölner Stadtwerke benannt worden, die Entscheidung sei nur noch Formsache. »Börschel wird dann zum 30. September sein Landtagsmandat niederlegen, so dass ich am 1. Oktober nachrücke«, führt Rahe aus.

Nur zwei Listenplätze fehlten, sonst wäre Rahe auch ohne Direktmandat sofort in den Landtag eingezogen. Erfahrungsgemäß ist ein Nachrücken im Laufe der Legislaturperiode dann sehr wahrscheinlich. »Ich bin jetzt froh, dass die Hängepartie beendet ist«, sagt der Diplom-Sozialarbeiter. Auch für seinen Arbeitgeber, die Parität, sei die Klarheit hilfreich.

Glückwunsch vom Bezirksvorsitzenden

Welche Aufgaben Rahe im Landtag übernimmt, sei noch zu klären. »Ich hoffe wieder in meinen Schwerpunktthemen Medien sowie Kinder, Jugend und Familie arbeiten zu können«, sagt er. Konkret beschäftige ihn die neue Finanzierung für Kitas. Ob die neue Landesregierung aber Interesse daran habe, die Regelung mit seiner Fraktion abzustimmen, wisse er noch nicht. Rahe bekennt: »Opposition kenne ich noch nicht.«

Mit Rahe gibt es, wenn Martin Börschel sein Mandat zurückgegeben hat, zehn SPD-Abgeordnete aus OWL im Düsseldorfer Landtag. Der Vorsitzende der OWL-SPD Stefan Schwartze reagierte entsprechend erfreut. Er hoffe, dass »Ewi« Rahe seine erfolgreiche Arbeit im Landtag möglichst bald wieder aufnehmen könne. »Rahe ist eine starke Stimme für den Wahlkreis und unsere Region – und es ist gut, sie bald wieder im Landtag zu hören«, sagte er.

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