Sa., 22.09.2018

Mitglieder des Bau- und Planungsausschuss wollen mehr Sauberkeit an den Schulen Gemeinde soll Reinigungskräfte suchen

Reinigungskräfte von Fremdfirmen stehen oft unter großem Zeitdruck. Die Qualität der Arbeit kann darunter leiden.

Reinigungskräfte von Fremdfirmen stehen oft unter großem Zeitdruck. Die Qualität der Arbeit kann darunter leiden. Foto: dpa

Hüllhorst (WB/wk). Die Sauberkeit in den Schulen der Gemeinde Hüllhorst lässt zu wünschen übrig. Davon haben sich in der Vergangenheit auch Mitglieder der Ratsfraktionen ein Bild machen können. Nun gibt es Stimmen, die fordern, die Gemeinde möge in eigene Reinigungskräfte investieren.

Bislang waren vielerorts Fremdfirmen mit der Reinigung beauftragt. Deren Arbeit sorgt aber immer öfter für Verdruss. Bei einer Besichtigung der Gesamtschule Hüllhorst wurden Mängel deutlich. Schüler sollen den Gang zu den stinkenden Toiletten sogar bewusst meiden.

Gemeinde erstellt Vergleichsrechnung

Auf Antrag der Grünen hat die Verwaltung jetzt einen Vergleich der Kosten bei Eigen- und bei Fremdreinigung vorgenommen. Das Ergebnis: Die Kosten für die beauftragten Reinigungsfirmen belaufen sich auf jährlich rund 215.000 Euro. Würde die Stadt eigene Reinigungskräfte beschäftigen, entstünden Kosten von jährlich rund 280.000 Euro. Unter dem Strich macht das eine Differenz von 32 Prozent zugunsten der Fremdreinigung.

Plädoyer für eigene Reinigungskräfte

Grünen-Fraktionschef Jürgen Friese zeigte sich beeindruckt: »Diese Zahlen kann ich kaum glauben.« Dennoch trat er für die teurere Lösung ein, bei der die Gemeinde nach neuen Putzfrauen Ausschau halten müsste: »Gute Arbeit muss gerecht entlohnt werden.« Nach Einschätzung von Friese würden sich die Mehrkosten rentieren, denn die Motivation des gemeindeeigenen und gerecht entlohnten Personals sei höher als die der Reinigungskräfte, die nur »Dumpinglöhne« erhielten. Friese geht davon aus, dass sich die Sauberkeit in Einrichtungen, in denen gemeindeeigenes Personal wischt, deutlich verbessert. Tatsächlich bestätigte die Verwaltung, dass die Zahl der Beschwerden an Orten, an denen eigenes Personal eingesetzt wird, gegen Null tendiert.

Die Zeit drängt

Aus den anderen Fraktionen erhielt Friese Unterstützung für seinen Vorstoß. Allerdings besteht ein Problem, auf das Fachbereichsleiterin Susanne Sassenberg hinwies: Bereits im Oktober sollen die Ausschreibungen für das nächste (Reinigungs-) Jahr erfolgen. Daher sei höchste Eile geboten, wenn es darum gehe, eine Entscheidung zu treffen. Beschlossen wurde daraufhin, das Thema so schnell wie möglich in allen Fraktionen auf den Tisch zu bringen. Sollten sich die Parteien auf zusätzliches Eigenpersonal verständigen, wäre dann erneut Eile geboten. Denn dann muss die Gemeinde zeitnah geeignetes Putzpersonal auf dem Arbeitsmarkt auftreiben.

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