Di., 23.10.2018

Lehrschwimmbecken gesperrt – Schäden an Außenbehälter Krankenhauskeim im Bad

Das Lehrschwimmbecken in Schnathorst (Baujahr 1961) musste erneut gesperrt werden.

Das Lehrschwimmbecken in Schnathorst (Baujahr 1961) musste erneut gesperrt werden. Foto: BTPlan GmbH

Hüllhorst (WB/kk). Das Gesundheitsamt des Kreises Minden-Lübbecke hat in der vergangenen Woche angeordnet, das Lehrschwimmbecken der Grundschule Schnathorst wegen einer bakteriellen Belastung zu sperren.

Dies wurde von der Gemeindeverwaltung mitgeteilt. Bei dem jetzigen Vorfall sind die Übeltäter nicht Legionellen wie im November vergangenen Jahres , sondern Pseudomonas aeruginosa – ein Trinkwasser-Bakterium und häufiger Krankenhauskeim, der dort entsteht, wo Feuchtigkeit ist. Erst seit dem 8. Januar ist das Lehrschwimmbecken wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gewesen.

Zur Überprüfung der technischen Anlage des Lehrschwimmbeckens sei durch die Gemeinde ein Fachbüro eingeschaltet worden, heißt es. »Nach fachlichen Erkenntnissen ist die bakterielle Belastung nicht durch den Badebetrieb oder Mängel an der Filteranlage entstanden, sondern aufgrund von Schäden an einem Außenbehälter«, so die Verwaltung. Das Problem sei, dass das Schnathorster Bad alt sei und zudem mehr belastet werde als normalerweise, sagte Susanne Sassenberg vom Fachbereich Technik.

Das Lehrschwimmbecken wird mit zwei unterschiedlichen Wasserhöhen betrieben. Bei niedrigem Wasserstand kann Schwimmunterricht und Wassergymnastik durchgeführt werden und bei hohen Wasserstand Schwimmsport. Die unterschiedlichen Wasserstände erreicht man dadurch, dass das nicht benötigte Wasser in einen Außenbehälter abgelassen wird und bei hohem Wasserstand wieder in das Becken gepumpt wird. Bei der Überprüfung dieses Außenbehälters sei festgestellt worden, dass die Folienabdichtung Risse aufweist und dadurch Grundwasser eintreten kann. Ferner sei die Einstiegsöffnung nicht vollständig dicht, so dass dadurch außerdem verunreinigtes Oberflächenwasser in den Behälter gelangen könne.

Sperrung für mindestens vier Wochen

Die Reparatur der Folie soll nach Angaben der Verwaltung schnellstmöglich durch eine Fachfirma vorgenommen werden. Sassenberg: »An der Sache sind wir dran.« Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen seien, könne eine erneute Beprobung des Badewassers durchgeführt werden. »Die Ergebnisse liegen etwa zehn Tage später vor, so dass derzeit davon ausgegangen werden muss, dass die Sperrung mindestens vier Wochen andauert«, heißt es aus dem Rathaus.

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