Sa., 08.12.2018

Adventlicher Gottesdienst: Erstmalig feiern alle Grundschüler gemeinsam 500 Kinderstimmen erklingen

Der Chor der evangelischen Grundschule Oberbauerschaft, die Ausrichter des gemeinschaftlichen Gottesdienstes war, beeindruckt mit volltönendem Gesang. Die Schnathorster Kirche hat genug Platz geboten für Mitwirkende und Zuhörer.

Der Chor der evangelischen Grundschule Oberbauerschaft, die Ausrichter des gemeinschaftlichen Gottesdienstes war, beeindruckt mit volltönendem Gesang. Die Schnathorster Kirche hat genug Platz geboten für Mitwirkende und Zuhörer. Foto: Kathrin Kröger

Von Kathrin Kröger

Hüllhorst (WB). So laut ist es in der Schnathorster Kirche wohl selten gewesen. Alle Grundschüler aus der Gemeinde Hüllhorst haben sich am Freitagmorgen in dem großen Gotteshaus versammelt, um gemeinsam einen Weihnachtsgottesdienst zu feiern. Von Kindern für Kinder. Und als sich die erste Aufregung gelegt hatte, wurde es viel leiser im Raum und harmonisches Klavierspiel setzte ein.

Ausrichter des erstmaligen Gottesdienstes für alle Hüllhorster Grundschüler war die evangelische Grundschule Oberbauerschaft. Leiterin Nicole Brennemann-Werpup huschte kurz vor Beginn der besonderen Unterrichtsstunde noch durch die Kirche, um letzte Absprachen zu treffen. Fleißig hatten sich die Oberbauerschafter Kinder vorbereitet, um den Schülern aus Büttendorf und Tengern, Ahlsen und Schnathorst eine adventliche und kurzweilige Stunde zu bereiten. Der Chor der Grundschule Oberbauerschaft probte mit Leiter Christian Scurti weihnachtliche und kirchliche Lieder und die dritte und vierte Klasse studierte mit Pfarrerin Kristina Laabs und Ingrid Rendler ein Krippenspiel ein.

Auch die Schülerinnen und Schüler der anderen Standorte hatten ihre Stimmen geölt und sangen fröhlich Stücke wie »Wir sagen euch den lieben Advent« und das bekannte und eingängige »Stern über Bethlehem« mit. So ging es munter zwischen volltönendem Gesang und der dargestellten Geschichte »Eine sonderbare Nacht« hin und her. Auch nachdenkliche Töne wurden angeschlagen. Insbesondere die Weihnachtszeit erinnere daran, friedlich, freundlich und hilfsbereit miteinander umzugehen.

Tanzende Schafe

Pfarrerin Kristina Laabs wendete sich in ihrer Ansprache direkt an die Mädchen und Jungen. »Wir wollen daran denken, dass wir bald den Geburtstag von Jesus feiern. Wer war denn alles dabei?«, fragte sie ihre besonders junge Gemeinde. Die Kinder wussten natürlich Antwort. Seine Mutter Maria, deren Mann Josef, die Drei Könige und natürlich Gott, fiel den Schülern ein. »Ja«, sagte Kristina Laabs, »sie waren ja alle wichtig. Wer war noch da?« Engel, Hirten und nicht zu vergessen die Tiere, kam den Schülern in den Sinn. Außer Ochs und Esel wurden auch noch Schafe genannt. Auf dieses Stichwort hatte die Pfarrerin gewartet und leitete über zu den Dritt- und Viertklässlern aus Oberbauerschaft. »Schafe sind mega cool. Sie tanzen auf der Weide mit ihren Hirten.«

Und so geschah es. Als die in Wollwesten gekleideten Kinder ihre Choreografie gezeigt hatten, konnte die Erzählung über »Eine sonderbare Nacht« beginnen. Die erste Szene fand in einer Nacht in Bethlehem statt. Zwei verlorene Schafe hatten den Anschluss an Herde und Hirten verloren und folgten nun dem Stern, der ihnen den Weg wies. Zum Abschluss des Gottesdienstes sang nach einem Fürbittengebet und dem Vater unser der Chor der Grundschule Oberbauerschaft »Tragt in die Welt nun ein Licht«. Dann konnte die Schar wieder fröhlich laut statt andächtig leise werden.

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