Mi., 23.01.2019

Tannenbaumweitwurf in Tengern – Spaßwettbewerb bei Winterwetter Bernd stellt neuen Rekord auf

Henrik van Gellen (40) aus Lockhausen hat beim Knut-Wettbewerb eine ausgeklügelte Wurftechnik gezeigt. Den Tannenbaum schleuderte er acht Meter weit und wurde damit Vierter.

Henrik van Gellen (40) aus Lockhausen hat beim Knut-Wettbewerb eine ausgeklügelte Wurftechnik gezeigt. Den Tannenbaum schleuderte er acht Meter weit und wurde damit Vierter. Foto: Amelie Halstenberg

Von Amelie Halstenberg

Hüllhorst-Tengern (WB). Fliegende Weihnachtsbäume und laute Jubelschreie – so werden die Besucher des Tannenbaumweitwurfs in Tengern begrüßt. Es war wieder Knut-Zeit im Dorf. Bernd Berring stellte mit 8,65 Meter einen neuen Dorf-Rekord auf.

Auch bei der vierten Auflage des Spaßwettbewerbs herrschte gelöste Stimmung. Während sich manche Zuschauer den neuen Dorfklatsch erzählten, stellten sich andere bereits dem sportlichen Tagesgeschehen. Um faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, hatten der CVJM Schnathorst-Tengern und die Löschgruppe Tengern als Veranstalter vier Teilnehmerkategorien geschaffen. Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer warfen mal mit mehr oder weniger Schmackes mal größere, mal kleinere Tannen über den Rasen am Gemeindehaus Tengern.

Es gibt sogar Weltmeisterschaften

Was es in Tengern in kleinerem Format gibt, etablierte sich im pfälzischen Weidental sogar zu einer Weltmeisterschaft im Tannenweitwurf. Dort werden die Christbäume an die 25 Meter weit geschleudert. An diese Zahl kam Henrik van Gellen (40) aus Lockhausen mit seinen erzielten acht Metern zwar nicht ganz heran, aber er sei trotzdem sehr zufrieden, sagte er. Dabei zu sein war auch in Tengern wichtiger als zu gewinnen.

Und die Leute kamen nicht nur aus reinem Sportsgeist zum Austragungsort. Abseits der Wurfbahn gab es einen Waffel- und Bratwurststand. Dort wärmten sich die Besucher bei den sonntäglichen frostigen Temperaturen dank der herzhaften heißen Speisen nicht nur auf, sondern unterhielten sich auch angeregt. Wen wundert es? Besonders beliebt war die Glühweinbude. »Ich finde die Idee echt gut – bisschen was essen, bisschen was trinken«, sagte Frank Picker (51) aus Oberbauerschaft. Der Hüllhorster SPD-Fraktionsvorsitzende war zum ersten Mal Besucher der Knut-Veranstaltung.

Immer mehr Zuspruch

Die Idee für das Motto der Veranstaltung, »Knut mal anders«, entstammt der Werbung eines schwedischen Möbelhauses und stößt in der Gemeinde auf immer mehr Zuspruch. Was anfangs noch ein kleiner Treffpunkt war, ist mittlerweile ein beliebter Wettbewerb. Rebekka Lücking aus Tengern freute sich über die steigende Besucherzahl. »Ich finde es einfach richtig cool, wie sich das entwickelt hat. Es kommen ganz verschiedene Leute hierher.« Die 19-Jährige absolviert gerade ihr Freiwilliges Soziales Jahr beim CVJM.

Über die gute Rückmeldung freute sich auch Theres Johanning, eine der Haupt-Organisatorinnen. Sie gehört zu den Gründern des Tannenbaumweitwurfs und verfolgt die Veranstaltung seither. »Es ist viel Arbeit, aber es macht auch viel Vergnügen – vor allem, wenn so viele Leute kommen, lohnt es sich«, sagte sie.

Auch wenn der Spaßfaktor hoch war, wurde am Ende des Tages die Siegerehrung doch mit Neugier erwartet. Am weitesten warf Bernd Berring (Klasse »Männer«) den Tannenbaum, bei den Kindern Dirk, bei den Jugendlichen Joel Brackmann und bei den Frauen Heidi. Als Gewinn gab es Gutscheine und Bücher.

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