Positive Jahresbilanz der Volksbank Schnathorst – neue Digitalisierungsangebote
Vier Filialen vor Ort, eine im Netz

Hüllhorst (WB). Das Bilanzpressegespräch der Volksbank Schnathorst im Getränkemarkt? Aus gutem Grund gab es in diesem Jahr dorthin einen Abstecher. Die beiden Vorstände Detlev Priehs und Frank Rohs unterzogen das neue Digitalisierungsangebot einem Praxistest – mit Smartphone kontaktlos an der Kasse bezahlen.

Samstag, 09.03.2019, 06:00 Uhr
So einfach geht das: Die Vorstände Detlev Priehs und Frank Rohs demonstrieren im Getränkemarkt von Lina Becker das kontaktlose Bezahlen mit dem Smartphone. Einkäufe unter 25 Euro können mobil und ohne PIN getätigt werden. Die notwendige Hardware ist noch nicht flächendeckend im Handel im Einsatz – die Akzeptanz aber bereits spürbar. Foto: Silke Birkemeyer
So einfach geht das: Die Vorstände Detlev Priehs und Frank Rohs demonstrieren im Getränkemarkt von Lina Becker das kontaktlose Bezahlen mit dem Smartphone. Einkäufe unter 25 Euro können mobil und ohne PIN getätigt werden. Die notwendige Hardware ist noch nicht flächendeckend im Handel im Einsatz – die Akzeptanz aber bereits spürbar. Foto: Silke Birkemeyer

Zum Bezahlen hält man einfach das Handy an das Terminal an der Kasse. So lässt sich bei vielen Händlern auch mal nebenbei schnell etwas einkaufen, selbst wenn man gerade weder Bargeld noch EC- oder Kreditkarte bei sich hat. Beträge unter 25 Euro können auch mobil ohne PIN oder Unterschrift bezahlt werden.

Von einer regelrechten Digitalisierungsoffensive sprachen die beiden Vorstände und verwiesen neben dem kontaktlosen Bezahlen an der Kasse auf Apps wie zum Beispiel Scan2Bank und Überweisungen von Handy zu Handy mit der Kwitt-App. 50 Prozent der Kunden würden die Internetseite der Bank regelmäßig nutzen, 25.000 Seitenaufrufe gäbe es pro Monat. Weitere Apps wie der VR-Finanzmanager, ein digitales Haushaltsbuch, stünden den Kunden zur Verfügung. Priehs ergänzte, dass das Servicelevel im Netz wie eine fünfte Filiale sei.

Direktbank keine Option

»Für uns ist es bei aller Technikeuphorie dennoch wichtig, weiter vor Ort in Hüllhorst und Löhne-Obernbeck zu sein«, sagte Frank Rohs. Und Detlev Priehs ergänzte: »Wir bleiben mit unseren Filialen weiterhin in der Fläche vertreten.« Ein Geschäftsmodell a la Direktbank sei keine Option.

Im Ranking der insgesamt 900 Volksbanken in Deutschland liegt die Volksbank Schnathorst mit ihren vier Geschäftsstellen ungefähr an der 600. Stelle. Aus dieser Position heraus wächst der Standort stetig, wie die beiden Vorstände Detlev Priehs und Frank Rohs auf der Jahrespressekonferenz hervorgehoben haben. Vor dem Hintergrund der laufenden Handelskriege, Brexit-Unsicherheiten und der Entwicklung im europäischen Umfeld hätte sich die Volksbank Schnathorst mit einer Steigerung von 5,1 Prozent deutlich über dem Durchschnitt entwickelt und das Geschäftsjahr 2018 mit einem Kundenvolumen von 571,4 Millionen Euro abgeschlossen.

Sicherheit und Flexibilität stünden im Fokus der Sparer, doch würden sich Kunden alternativ auch für nicht-klassische Sparformen wie zum Beispiel Aktien- oder Immobilienfonds interessieren. Hier setze die genossenschaftliche Bank auf eine kundenindividuelle Beratung, bei der Wünsche, Bedürfnisse und Risikoneigungen einer Empfehlung für ein bestimmtes Portfolio vorausgingen.

Finanzhilfe für Vereine

Priehs verwies für das vergangene Geschäftsjahr auf Fondsguthaben in Höhe von 47,5 Millionen Euro und einen Anstieg um 3,8 Prozent bei den betreuten Kundenanlagen (Gesamtvolumen 321,7 Millionen Euro). »Wir sind insgesamt sehr zufrieden«, sagte er. Veränderungen gab es für die etwa 550 Mitglieder der Wertpapierclubs mit der Zusammenführung der Fonds Point 2000 und Terra Win zum neuen Terra Point Fonds mit einem Volumen von 8,5 Millionen Euro. Wegen gesetzlicher Vorgaben sei dieser Schritt notwendig geworden, der zum 1. März mit 90 Prozent der Clubmitglieder umgesetzt worden sei.

Das Volumen der Kundenkredite 2018 erhöhte sich zum Vorjahr um 6,8 Prozent auf insgesamt 249,7 Millionen Euro. Vor dem Hintergrund eines ausgeweiteten Geschäftsumfanges, schwieriger Bedingungen im Umfeld, zunehmender Regulatorik, der Dauer-Niedrigzinsphase und eines erfolgreich umgesetzten IT-Großprojektes zeigten sich die beiden Vorstände zufrieden mit dem Ergebnis 2018.

»Wir können unsere Rücklagen weiter dotieren, Vorsorge für Risiken aus dem Kreditgeschäft treffen und als Gewinnbeteiligung eine Dividende von 4 Prozent an unsere 7031 Mitglieder ausschütten«, sagte Frank Rohs. Wie auch im Vorjahr können sich Vereine und Organisationen auf eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 40.000 Euro für zum Beispiel Projekte, Trikotsätze oder Defibrillatoren freuen.

Projekt »Hüllhorst-Mitte«

Weiterhin in Planung ist das Projekt »Hüllhorst-Mitte«, für das sich bereits Interessenten, inklusive Ärzte, sowohl für die Mietwohnungen als auch für Gewerbe gemeldet hätten. Wie berichtet, sind im Zentrum von Hüllhorst auf dem neu zu gestaltenden Dorfplatz zwei Wohn- und Geschäftshäuser mit Seniorenwohngruppe geplant. Mit konkreten weiteren Aussagen seitens der Politik rechnet die Volksbank in etwa sechs Monaten. Die Vermarktung des Baugebietes »Feeshof« in Schnathorst sei abgeschlossen. Die Volksbank Schnathorst beschäftigt zurzeit 69 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit, darunter sechs Auszubildende.

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