Fr., 22.03.2019

50 Jahre Mondlandung: Sonderausstellung im Schnathorster Museum Spielerisch durchs All

Erst am Dienstag hat Siegfried Israel dieses Mondauto von seiner Frau Sigrid geschenkt bekommen, das nun die Sonderausstellung zum Thema »Raumfahrt« bereichert. Das Modell heißt »Omega« und wurde einst in Weimar hergestellt.

Erst am Dienstag hat Siegfried Israel dieses Mondauto von seiner Frau Sigrid geschenkt bekommen, das nun die Sonderausstellung zum Thema »Raumfahrt« bereichert. Das Modell heißt »Omega« und wurde einst in Weimar hergestellt. Foto: Kathrin Kröger

Von Kathrin Kröger

Hüllhorst (WB). Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 1969. Der Mann auf dem Mond wird Wirklichkeit und Astronaut Neil Armstrong zur Legende. Ein Abzeichen mit seinem Konterfei ist nur eines der vielen Exponate, die ab Samstag im Spielzeugmuseum im Mühlenkreis zu sehen sind.

Den Traum, selbst fliegen zu können, sich als Mensch in besagte unendliche Weiten aufmachen zu können, hat Siegfried Israel schon früh gehabt. Nicht minder begeistert er sich seit langem für die technischen Fortbewegungsmittel. Autos gilt sein besonderes Interesse und nun nennt der Inhaber des Spielzeugmuseums auch ein Mondauto sein Eigen. Es wird in der Sonderausstellung zum Thema »Raumfahrt« gezeigt, die am Samstag an der Dorfstraße 4 in Schnathorst um 14 Uhr eröffnet wird.

Etwa 50 Exponate präsentiert Siegfried Israel, die Kindern in den 1950er und 1960er Jahren die Erforschung des Weltalls und die Raumfahrt näher brachten: Blechspielzeug, Roboter, Spiele und Bücher erzählen von der Faszination fremder Galaxien und dem Aufbruch dorthin.

Erinnerungen an die Kindheit

Schon bevor Neil Armstrong vor der Weltöffentlichkeit seinen Fuß auf den Mond setzte, 384.400 Kilometer von seinem Heimatplaneten entfernt, hielten Raumschiffe in den Kinderzimmern Einzug. Beherrschend auf dem thematischen Spielzeugmarkt in den 1950er Jahren waren japanische Produkte. Auch Blechspielzeugroboter fanden sich im Regal des Jugendzimmers – und heute in den Vitrinen des Spielzeugmuseums.

»Mittlerweile ist Blechspielzeug aus der Mode, das ist heute mehr was für die älteren Jungs«, sagt Siegfried Israel und schmunzelt. Das Museum besuchten vorwiegend »Kinder ab 50«. »Wir wollen einfach Freude schenken. Bei uns kann man sich wieder an die eigene Kindheit erinnern.« Das Besondere an einem Gang durch das »im Umkreis von 300 Kilometern einzige Spielzeugmuseum«, wie der 66-Jährige erzählt, sind nicht nur die liebevoll zusammengetragenen und funktionstüchtigen Ausstellungsstücke selbst.

Zu fast jedem Objekt kann Siegfried Israel eine kleine Geschichte erzählen oder Erklärungen liefern. Das gilt auch für seine Frau Sigrid, die regelmäßig ihre eigenen Sonderausstellungen präsentiert. »Wir lesen viel Sach- und Spielzeugliteratur«, sagt er und holt ein bunt gestaltetes Space Shuttle, 1963/64 in Japan gebaut, aus der Vitrine. »Das habe ich aus dem Laden von Waldi aus der Sendung ›Bares für Rares‹.«

Auch Ufos werden gezeigt

Weitere Herkunftsländer von Raumkapsel, Rakete, Ufo und Co. sind West- und Ostdeutschland sowie Ungarn. Zudem können die Besucher Playmobil-Modelle und Versionen aus Spritzguss bestaunen, aber auch Bilder- und Kinderbücher sowie Spielfiguren.

Öffnungszeiten der Ausstellung: vom 23. März bis 27. Oktober an jedem zweiten und vierten Wochenende im Monat, jeweils von 14 bis 18 Uhr, sowie auf Anfrage. Im Juli ist geschlossen. Kontakt: Sigrid und Siegfried Israel, Telefon 05744/3862, E-Mail spielzeugkeller@web.de.

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