Mo., 25.03.2019

Erster Frauenflohmarkt in Hüllhorst lockt hunderte Besucherinnen in die Ilex-Halle Stöbern mit »Stil & Art«

Volles Haus am Samstag in der Ilex-Halle: Zahlreiche Frauen stöbern an den 45 Ständen. Männer waren beim Frauenflohmarkt die Ausnahme.

Volles Haus am Samstag in der Ilex-Halle: Zahlreiche Frauen stöbern an den 45 Ständen. Männer waren beim Frauenflohmarkt die Ausnahme. Foto: Ria Stübing

Von Ria Stübing

Hüllhorst (WB). Der erste Frauenflohmarkt unter dem Titel »Stil & Art« war das, was man landläufig als vollen Erfolg bezeichnet. Hunderte Besucherinnen – Männer waren eher selten auszumachen – drängten sich am Samstag an den 45 Ständen in der Ilex-Halle.

Nicht mehr getragene Lieblingsstücke und Fehlkäufe wechselten die Besitzerin. Doch es wurde noch mehr geboten: Das Angebot reichte von Kunst über Kaffee und Kuchen bis hin zur Lesung der Autorinnen Heike Herrberg und Heidi Wagner. Sie trugen aus ihrem Buch »Wiener Melange – Frauen zwischen Salon und Kaffeehaus« vor. Das Werk beinhaltet 15 Lebensgeschichten von Frauen die das kulturelle Leben der 1920er und 1930er Jahre in der österreichischen Hauptstadt mitgeprägt haben.

Bürgermeister allein unter Frauen

Allein unter Frauen – das traf an diesem Nachmittag zumindest annähernd auf Bürgermeister Bernd Rührup zu. Er urteilte: » Die Verbindung eines Flohmarktes mit einem Kulturangebot und einer Bewirtung, ist eine richtig runde Sache.« Um den Umsatz anzukurbeln, habe er noch seine Frau mitgebracht, fügte er hinzu.

Yasemin Demir, Ideengeberin für das neue Veranstaltungsformat in Hüllhorst, sagte: »Wir wollten einen Treffpunkt, eine Austauschplattform für Frauen schaffen und nicht nur Kleidung und Accessoires anbieten.« Auf der Suche nach jemandem, mit dem man dieses Projekt umsetzen konnte, sei ihr die Gleichstellungsbeauftragte Edith Nedelmann eingefallen. Die sei ihr schon in der Grundschulzeit begegnet, als sie in Demirs Klasse das Projekt »Starke Mädchen« vorgestellt habe. Die Begegnung hätte nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

Edith Nedelmann sagte: »Es ist etwas aus Yasemins Idee gewachsen. Etwas Kunterbuntes ist daraus geworden.« Innerhalb weniger Tage nach Bekanntwerden des Termins waren alle Standplätze vergeben. Die Standgebühr betrug 15 Euro, alternativ bot sich auch eine Kuchenspende an.

Reges Treiben

Den ganzen Nachmittag war reges Treiben in Foyer und Halle zu beobachten. Gesamtschüler verkauften Getränke und das zur Verfügung stehende Gebäck. Tische und Stühle luden zum Verweilen ein. Bei einem Gläschen Sekt konnte das gerade ergatterte Schnäppchen gefeiert werden. Das Angebot war so vielseitig, dass kaum eine Besucherin mit leerer Tasche heimgehen musste.

Doch nicht nur Gebrauchtes fand sich. Die Damen vom »Internationalen Nähtreff« der Flüchtlingshilfe Hüllhorst boten handgenähte Kinderkleidung, Taschen und Halstücher an. »Jedes Stück ist ein Unikat«, versicherte Anja Schweppe-Rahe all jenen, die innehielten, um das Angebot genauer in Augenschein zu nehmen.

Vernissage auf der Bühne

Die Bühne der Ilex-Halle glich unterdessen einer Galerie. Kleine und große Gemälde des Künstlerkreises, von abstrakt bis gegenständlich, waren ausgestellt und warteten auf kunstverständige Käufer. Und was darf auch nicht fehlen, wenn so viele Frauen zusammenkommen? Tipps zur Frisur und zum Make-up. Die hatte Sarah Westerfeld vom Studio »haarkult« im Angebot.

Marion Eckel zog stellvertretend für viele andere Ausstellerinnen und Besucherinnen das Fazit der Veranstaltung: »Ganz tolle Idee. Ich wünsche mir eine Wiederholung.«

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