Oberbauerschafter Ortsteiltreffen: Bürgerschaftliches Engagement zahlt sich aus
Neuer Onlineauftritt und Dorffunk-App

Oberbauerschaft (WB). Beim Ortsteiltreffen in Oberbauerschaft gab es wenig zu meckern. Das Dorf erntet dieser Tage die Früchte seines jahrelangen bürgerschaftlichen Engagements: eine neue Internetseite samt App, ein neues Glasfasernetz und eine in der Planung befindliche altengerechte Wohnanlage.

Freitag, 12.07.2019, 06:00 Uhr
Viel zu meckern hat es nicht gegeben, als sich die Oberbauerschafter im Dorfgemeinschaftshaus zum Ortsteiltreffen einfanden. Das ist nicht zuletzt den Bürgern selbst zu verdanken, die bei so manchem das Heft des Handelns selbst in die Hand nahmen. Foto: Eva Rahe
Viel zu meckern hat es nicht gegeben, als sich die Oberbauerschafter im Dorfgemeinschaftshaus zum Ortsteiltreffen einfanden. Das ist nicht zuletzt den Bürgern selbst zu verdanken, die bei so manchem das Heft des Handelns selbst in die Hand nahmen. Foto: Eva Rahe

Oberbauerschaft sei sicher einer der Ortsteile, der am meisten pulsiere. Mit dieser Aussage eröffnete Bürgermeister Bernd Rührup das Ortsteilgespräch im Dorfgemeinschaftshaus. »Vieles, was hier passiert, wächst aus der Gemeinschaft heraus und es macht Spaß, das zu unterstützen.« So habe Oberbauerschaft das Heft des Handelns selbst in die Hand genommen, als es um den Ausbau eines Glasfasernetzes ging. Als der Bürgermeister fragte, ob es noch Haushalte gebe, die nicht erschlossen seien, sagte Günter Obermeier, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft: »Nein, es gibt keine weißen Flecken mehr in Oberbauerschaft.«

»DorfFunk« zum Download

Auch die Teilnahme am Projekt »Mühlenkreis 2.0/Digitale Dörfer« trägt Früchte. Oberbauerschaft hat just seine neue Internet-Präsenz aktiviert und auch eine App steht in den Startlöchern. Die neue Webseite sei unter der alten Domain www.oberbauerschaft.de zu finden, sagte Ansprechpartner Jan Dreisörner. Die App »DorfFunk« könne jetzt im App-Store heruntergeladen werden. Jan Dreisörner wird bei den anstehenden Veranstaltungen, der High-speedparty am Freitag und dem Oberbauerschafter Sommer am Sonntag allen Interessierten helfen, die App auf dem Smartphone zu installieren.

Zur geplanten seniorengerechten Wohnanlage an der Oberbauerschafter Straße sagte Obermeier, dass mit dem Kauf des Grundstücks durch den Investor (wir berichteten) die Wohnungen im oberen Teil des Hauptgebäudes käuflich erworben werden könnten. Er legte allen Kauf-Interessenten nahe, nicht zu warten. Alle Wohnungen, die jetzt nicht verkauft werden würden, würden in den sozialen Wohnungsbau gehen. Später könne man sich dann nur noch mit Wohnberechtigungsschein in eine Einheit einmieten. Für Fragen würden sowohl der Investor als auch der Architekt beim Oberbauerschafter Sommer zur Verfügung stehen.

Sanierung des Lehrschwimmbeckens dauert an

Rührup gab einen Überblick über die aktuellen Bauprojekte. Die Sanierung des Lehrschwimmbeckens werde bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein, sagte er. Des Weiteren arbeite die Stadt zur Zeit an einer Umgestaltung der Friedhöfe. Kleinere Gräber und eine bessere Strukturierung sollten dafür sorgen, dass die Friedhöfe nicht wie ein Flickenteppich aussähen. Zur Zeit werde der Friedhof Beendorf umgestaltet, danach sei der Friedhof Hüllhorst an der Reihe, sagte Rührup.

Ein Dauerthema sei die Geschwindigkeitsproblematik an bestimmten Straßen in Oberbauerschaft, sagte der Bürgermeister. Kernpunkt der nächsten Verkehrsschau sei die Straße Im Eierfeld, wo es eine überdurchschnittliche Verkehrsbelastung gebe. Schriftführer Dirk Oermann berichtete über Fortschritte bei den Rettungspunkten im Wiehengebirge. Die Beschilderung könne in die Beschilderung des Kreises integriert werden. Zudem sei die Finanzierung durch Volksbank und Sparkasse gesichert.

Laternenlicht kostet pro Stunde 18.000 Euro

Obermeier fragte, ob die Straßenlaternen in Hüllhorst nicht wenigstens an den Wochenenden eine Stunde länger bis 24 Uhr anstatt bis 23 Uhr brennen könnten. Rührup entgegnete, dass diese eine Stunde Kosten in Höhe von bis zu 18.000 Euro einsparen würde. Zudem müsse man die Straßenbeleuchtung auch unter ökologischen Aspekten betrachten. In Einzelfällen könne man bei Joachim Struckmeyer Veranstaltungen anmelden, so dass die Dauer der Beleuchtung verlängert werden könne.

Eine weitere Frage der Dorfgemeinschaft betraf den Grundschulstandort Oberbauerschaft. Für diese Problematik habe die Gemeinde die Grundschulkommission ins Leben gerufen, sagte Rührup. Die Kommission bestehe aus einem interdisziplinären Team aus Pädagogen, Lehrkräften und Fachleuten. Neue Tendenzen in der Schulentwicklung würden hier genauso berücksichtigt wie neue räumliche Konzepte oder die Situation der Lehrer. Hier ginge es auch darum, ob es noch Lehrkräfte gäbe, die an zwei Standorten unterrichten wollten. Weitere Aspekte seien die Betreuung im Offenen Ganztag und Finanzierungsmöglichkeiten. Aber auch die Frage, wie die Grundschule in die Gemeinschaft eines Ortes integriert sei, würde nicht außen vor gelassen.

Auch über das Dorfgemeinschaftshaus wurde diskutiert. Man müsse bedenken, für wen das Haus von Interesse sei, sagte der Bürgermeister. Feste könnten vielleicht besser an einem anderen Ort wie dem Gemeindehaus gefeiert werden, da es für diesen Zweck besser ausgestattet sei. Das Dorfgemeinschaftshaus sei eher ein Ort für öffentliche Sitzungen. Rührup: »Das Dorfgemeinschaftshaus muss im Rahmen der gesamten Entwicklung im Ort betrachtet werden.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6771255?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516043%2F
SPD macht Scholz zum Kanzlerkandidaten
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) in einer Sitzung des Deutschen Bundestages.
Nachrichten-Ticker