Sa., 13.07.2019

Folkloregruppe Oberbauerschaft fährt zur Europeade nach Falkenberg Eine Stadt klingt, singt und tanzt

So eine Combo ist selten bei der Europeade: Die Dorfkapelle und die Volkstanzgruppe des Heimatvereins bilden die imposante Folkloregruppe Oberbauerschaft. Mit viel Elan und großer Vorfreude auf ihre erneute Teilnahme geht es am 17. Juli nach Hessen.

So eine Combo ist selten bei der Europeade: Die Dorfkapelle und die Volkstanzgruppe des Heimatvereins bilden die imposante Folkloregruppe Oberbauerschaft. Mit viel Elan und großer Vorfreude auf ihre erneute Teilnahme geht es am 17. Juli nach Hessen.

Von Kathrin Kröger

Hüllhorst-Oberbauerschaft (WB). Für die Oberbauerschafter ist die Europeade »besser als Urlaub«. Europas größtes Folklore- und Trachtenfestival wird in diesem Jahr zum 56. Mal gefeiert und die Folkloregruppe vom Wiehengebirge macht sich natürlich auch wieder auf den Weg. Das Ziel 2019 liegt nur 180 Kilometer entfernt: Nach Frankenberg (Eder) in Hessen geht die Reise.

Hans-Georg Struckmeyer leitet die Volkstanzgruppe des Heimatvereins Oberbauerschaft und hat mindestens schon 20 Mal bei der Europeade mitgemischt. Auf das Festival angesprochen, spürt man gleich seine Euphorie – seien es die Eindrücke und Erlebnisse der vergangenen Teilnahmen oder die Vorfreude auf das Großereignis in Frankenberg.

»Als wir 2018 in Viseu in Portugal waren, herrschte eine Wahnsinnsstimmung.« Während der Parade, die beim fünftägigen Spektakel traditionell am Samstagnachmittag im Gastgeberort für ein herrlich buntes Straßenbild sorgt, hätten die Zuschauer dicht gedrängt an der Strecke gestanden – alle lachten, klatschten und winkten. Auch aus den geschmückten Fenstern heraus. Beim Festzug durch Frankenberg wird die Folkloregruppe Oberbauerschaft sogar vorneweg marschieren, natürlich stilecht in Leinewebertracht. »Da sind wir auf der Pole Position«, sagt Struckmeyer. Wie nahezu in jedem Winkel einer Stadt musiziert, getanzt und gesungen wird, das müsse man selbst erleben. »Beschreiben lässt sich das kaum.«

5000 Folkloristen aus 180 europäischen Regionen

In diesem Jahr gibt es jedoch die Gelegenheit, live dabei zu sein. Das Busunternehmen Aschemeyer bietet für Samstag, 20. Juli, eine Tagesfahrt nach Frankenberg an. Die Mitreisenden können bestaunen, wie 5000 Folkloristen aus 180 europäischen Regionen durch die 18.000-Einwohner-Stadt wirbeln – und die Oberbauerschafter stolz die Region Westfalen vertreten. Insgesamt vier Gruppen vertreten Nordrhein-Westfalen: außer den Abgesandten aus der Wiehengemeinde sind eine Delegation aus Neuenkirchen bei Rheine, aus Paderborn und aus Gütersloh mit von der Partie. Die NRW-Repräsentanten werden einen gemeinsamen Tanz aufführen.

Gemeinsam – das ist ein ganz wichtiger Aspekt der Europeade. Die »Veranstaltung zur Förderung der Freundschaft und Einheit in Europa« trägt ihren Namen zurecht, jedes Jahr aufs Neue füllen die Mitwirkenden die offiziellen Worte mit Leben. »Man trifft auf ganz viele bekannte Gesichter und bei dem seit 1964 ausgerichteten Festival gab es noch nie Unstimmigkeiten, noch nie negative Vorfälle«, betont Struckmeyer, für den die Fahrt auch eine Art Familienausflug darstellt. Sein Sohn Christian leitet die Kapelle; außerdem sitzen auch Tochter Mareike, Schwester Claudia Radtke, die noch öfter zur Europeade gefahren ist als er selbst, Bruder und Schwägerin mit im Bus, der sich am Mittwoch, 17. Juli, in Bewegung setzt und am Sonntag, 21. Juli, wieder gen Heimat fährt. Manche kommen auch noch nach. »Ich denke, am Sonntag werden wir mit 51 Leuten vor Ort sein. Die Europeade ist wie ein Heimspiel.«

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