Di., 13.08.2019

Dorfgemeinschaft Büttendorf spricht von »Unwahrheiten« in der Rot-Grünen Erklärung »Förderantrag war nicht abgesprochen«

Im Kellergeschoss des Büttendorfer Grundschulgebäudes ist der Dorfgemeinschaftsraum untergebracht. Seit Juli 2016 ist dieser wegen Schimmelbefalls gesperrt. In der jüngsten Ratssitzung wurde beschlossen, dass der Raum saniert werden soll.

Im Kellergeschoss des Büttendorfer Grundschulgebäudes ist der Dorfgemeinschaftsraum untergebracht. Seit Juli 2016 ist dieser wegen Schimmelbefalls gesperrt. In der jüngsten Ratssitzung wurde beschlossen, dass der Raum saniert werden soll. Foto: Kathrin Kröger

Hüllhorst-Büttendorf (WB). Die Dorfgemeinschaft Büttendorf nimmt Stellung zur aktuellen Entwicklung zum Thema »Dorfgemeinschaftshaus Büttendorf«. Bezug nehmend auf die gemeinsame Erklärung der Fraktionen von SPD und Grünen in Hüllhorst sieht sich der geschäftsführende Vorstand der DGZB (Dorfgemeinschaft für ein zukunftsorientiertes Büttendorf) in der Pflicht, »einige Unwahrheiten dieser Erklärung öffentlich richtig zu stellen«.

Grundsätzlich hätte es sich die DGZB mit ihrer Gründung zur Aufgabe gemacht, das Dorfleben in Büttendorf zukünftig mitzugestalten und auch ein Stück weit voranzubringen. »Dieses haben auch viele Büttendorfer so aufgefasst und sind in die DGZB eingetreten, so dass wir aktuell knapp 300 Mitglieder haben und somit der mitgliederstärkste Verein in Büttendorf sind«, sagt Vorstandsmitglied Marco Knefelkamp.

Ein weiterer wichtiger Punkt sei, dass politische Motive innerhalb des Vereins keine Rolle spielten. »Für uns stehen unsere Mitglieder an erster Stelle und das soll auch so bleiben.« Dennoch sei aufgrund der langwierigen Thematik »DGH Büttendorf« und der unbefriedigenden aktuellen Situation ein Austausch mit der Politik und Verwaltung der Gemeinde Hüllhorst unumgänglich.

Planung fängt jetzt wieder bei Null an

Knefelkamp: »Nachdem der Neubau DGH Büttendorf gekippt wurde, wurde uns von Rot/Grün der Vorschlag unterbreitet, zukünftig den bestehenden Dorfgemeinschaftsraum Büttendorf zu pachten. Die notwendigen Sanierungsmaßnahmen müssten dann eigenverantwortlich von der DGZB mit Sponsoring und Unterstützung von lokalen Unternehmen sowie einem Zuschuss von 35.000 Euro seitens der Gemeinde Hüllhorst übernommen werden. Dafür sei aber noch ein Pachtvertrag mit der Verwaltung abzustimmen.«

Da der Verein es für absolut notwendig halte, nach drei Jahren endlich wieder einen adäquaten Versammlungsraum in Büttendorf zu haben, habe der Vorstand Gesprächsbereitschaft signalisiert – auch wenn schon viel Arbeit und private Zeit, letztendlich vergeblich, in das Projekt Neubau DGH Büttendorf investiert worden sei und man nun wieder bei Null anfangen müsse, merkt Knefelkamp auch im Namen seiner Vorstandskollegen Eyke Holzmeier und Marcel Schuster an. Darüber hinaus sei ein solcher Raum und der dadurch generierte zusätzliche Platz für die Kinder der Übermittags- und Ferienbetreuung ein großer Gewinn, da auch diese darauf Zugriff hätten.

Eigentlich wurde Stillschweigen vereinbart

Knefelkamp weiter: »Da dieser Prozess aber noch ganz am Anfang steht und uns bis heute nur ein unvollständiger Vertragsentwurf vorliegt, wurde Stillschweigen mit allen Beteiligten vereinbart – auch mit Jürgen Friese von den Grünen. So waren wir enttäuscht darüber, in der Lokalpresse zu lesen, bevor wir unsere Mitglieder davon in Kenntnis gesetzt oder zu dem Thema befragt haben, da bis auf unsere Gesprächsbereitschaft noch nichts beschlossen oder gar vertraglich geregelt wurde.«

Der DGZB-Vorstand spricht von »Unwahrheiten« in der Erklärung von Rot/Grün, die man richtig stellen wolle: »1. Einen Förderantrag für einen Neubau DGH Büttendorf zu stellen, wurde zu keinem Zeitpunkt mit der DGZB abgesprochen oder in irgendeiner Weise im Vorfeld kommuniziert; 2. Eine finale Kostenermittlung (550.000 Euro) hat es zum Neubau noch nicht gegeben; 3. Soweit uns bekannt ist, will der private Sponsor vor allem den Schulstandort erhalten und nicht nur das Gebäude; 4. Es ist bis heute kein Pachtvertrag mit der DGZB abgeschlossen worden – sollte dieses zukünftig in akzeptabler Form gelingen, erfahren dieses unsere Mitglieder zuerst und danach die Öffentlichkeit.« Diese Entwicklung politisch zu beurteilen, so Knefelkamp, wäre an dieser Stelle vielleicht logisch, dennoch wolle der DGZB darauf verzichten, »weil für uns unsere Mitglieder und unser Dorf im Fokus stehen und nicht die Politik«.

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