Mi., 14.08.2019

50 Teilnehmer beim Ortsteiltreffen Bröderhausen – Kritik an Zustand der Straßen und des Friedhofs Breitband-Ausbau lässt auf sich warten

Bürgermeister Bernd Rührup (Mitte), Bröderhausens Ortsvorsteher Thomas Sieker (links) und Verwaltungsmitarbeiter Dirk Oermann haben im Dorfgemeinschaftshaus Bröderhausen etwa 50 Teilnehmer zum Ortsteilgespräch begrüßt.

Bürgermeister Bernd Rührup (Mitte), Bröderhausens Ortsvorsteher Thomas Sieker (links) und Verwaltungsmitarbeiter Dirk Oermann haben im Dorfgemeinschaftshaus Bröderhausen etwa 50 Teilnehmer zum Ortsteilgespräch begrüßt. Foto: Andreas Kokemoor

Von Andreas Kokemoor

Hüllhorts-Bröderhausen (WB). Die Breitbandversorgung, die Zukunft der Feuerwehrgerätehäuser und der Dorfgemeinschaftshäuser sowie die Straßen beschäftigen viele Bröderhausener. Etwa 50 Teilnehmer zählte das etwa zweistündige Ortsteiltreffen.

Nach wie vor offen ist die Standortfrage der Feuerwehrgerätehäuser. »Hier gibt es unter den Löschgruppen noch Klärungsbedarf«, sagte Bürgermeister Bernd Rührup. Feuerwehrtechnische und planerische Aspekte sowie die Verfügbarkeit von Grundstücken seien unter anderem dabei zu berücksichtigen. Bei der Standortfrage für den Löschzug West mit den Löschgruppen Hüllhorst, Holsen und Oberbauerschaft (den Löschzug Ost bilden die Feuerwehren Bröderhausen, Schnathorst und Tengern) zeichne sich für die Gemeinde und die Feuerwehr eine Lösung ab, aber auch hier seien die Planungen noch nicht abgeschlossen.

Weiteres großes Thema war die Zukunft des Dorfgemeinschaftshauses. Dieses bleibe bestehen, erklärte Rührup. Auch könne es für Familienfeiern genutzt werden. Es bestehe kein akuter Handlungsbedarf für Änderungen. Dennoch mache sich die Dorfgemeinschaft Gedanken, wie das Gebäude weiterentwickelt werden könnte.

Fragende Blicke bei den Anwesenden zum Thema Breitbandausbau

Zum Thema Internetversorgung und Breitband erklärte Bernd Rührup, dass die Gemeinde Hüllhorst insgesamt gut aufgestellt sei. Die Bröderhausener reagierten mit fragenden Blicken. Rührup erläuterte, dass sich auch für den Ortsteil am Ostrand der Gemeinde Lösungen abzeichnen würden. In Tengern und Ahlsen tue sich ja auch etwas, das stimme ihn für Bröderhausen hoffnungsvoll. Auf der einen Seite gebe es den Masterplan des Kreises, auf der anderen Seite gebe es mit Innogy einen weiteren möglichen Anbieter.

Ortsvorsteher Thomas Sieker stehe in Gesprächen mit Kommunalberater Johannes Geers von der Firma Westnetz. Im Bewusstsein, dass es in Hüllhorst Flächen gebe, die zwar keine »weißen Flecken« aber unterversorgt seien, könne sich Rührup vorstellen, direkt mit dem Unternehmen, das für den Kreis die Breitband-Arbeiten vornimmt, in Verbindung zu treten. »Viele Menschen auch in Bröder-hausen sind beruflich von schnellem Internet abhängig«, sagte ein Besucher der Veranstaltung.

Bürger beklagen schlechten Zustand der Straßen

Thema war auch der Zustand der Straßen, insbesondere der Bröderhausener Straße, der sich durch das hohe Verkehrsaufkommen, die hohen Geschwindigkeiten, die Größe und das Gewicht vieler Fahrzeuge verschlechtern würde. Ein Versammlungsteilnehmer pochte sogar darauf, selbst Schweller auf die Straße zu setzen, damit der Verkehr langsamer durch den Ort rolle – oder die Kosten dafür zu übernehmen. Rührup sagte, er wolle die Kritik der Bürger an die entsprechende Behörde weitergeben. Verkehrsmessungen als Grundlage für weitere Maßnahmen könnten objektiv verlässliche Daten liefern. »Wir können aber nicht alle Straßen gleichermaßen pflegen und erhalten«, sagte Rührup. Außerdem könne nicht jeder Straßenabschnitt nach Wünschen der Bürger reglementiert werden.

Mit Blick auf das nächste Osterfest fragte ein Teilnehmer, ob es der ausgerufene Klimanotstand in Hüllhorst erlaube, dass die Gemeinde im kommenden Jahr Osterfeuer gestatte. Aus Sicht des Gemeindeoberhauptes bestehe zurzeit kein Handlungsbedarf. Es gelte grundsätzlich bei diesem wichtigen Thema, Maß und Mitte zu finden.

Auch die Friedhofspflege wird kritisiert

Mehrere Bürger kritisierten, dass sich an der schlechten Pflege des Friedhofs nichts geändert habe. Man müsse sich schämen, sagte eine Teilnehmerin. Die Verwaltung werde mit dem beauftragten Unternehmen Kontakt aufnehmen, so Rührup. Auch die häufigen Diebstähle auf dem Friedhof wurden angesprochen. Es sei nicht nachzuvollziehen, warum Personen Kupferkreuze von Gräbern klauten, sagte Bröderhausens Ortsvorsteher Thomas Sieker.

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