Di., 22.10.2019

Heimatverein richtet erstmals Hüllhorster Apfelfest aus – mobile Saftpresse umlagert Knackig, saftig, süß

Hartmut und Angelika Knost sind pausenlos damit beschäftigt gewesen, die von den Hüllhorstern mitgebrachten Äpfel in der Apfelpresse zu verarbeiten.

Hartmut und Angelika Knost sind pausenlos damit beschäftigt gewesen, die von den Hüllhorstern mitgebrachten Äpfel in der Apfelpresse zu verarbeiten. Foto: Ria Stübing

Hüllhorst (WB/ria). Knackig, saftig, süß oder sauer – in Hüllhorst hat am Sonntag das Apfelfest Premiere gefeiert. Ein vierköpfiges Organisationsteam des Heimatvereins »Nachtigallental« hat sich eine Menge rund um das beliebte Obst einfallen lassen.

Kulinarisch, musikalisch, spielerisch und nachhaltig waren die Aktionen und Angebote im und um das Gemeindehaus in Hüllhorst. Adrian (5) und sein Bruder Gabriel (2) waren kaum von der großen Schüssel Seifenlauge loszueisen, die Cornelia Hägerbäumer für die Kinder bereit hielt. Dort ließen sich riesige Seifenblasen zaubern.

Rekordschale mit 64 Zentimetern

Beim Apfelschälwettbewerb im Gemeindehaus war ebenfalls viel Geschick gefragt. Mit Schälmessern für die großen und weniger gefährlichen Sparschälern für die kleinen Besucher sowie einem Korb voller Äpfel identischer Größe lud Regina Picker dazu ein, möglichst lange Apfelschalen zu produzieren. Die Ergebnisse wurden akribisch mit dem Zollstock vermessen und auf einer Tafel notiert. Regine Bolte schaffte es mit 64 Zentimetern auf den zweiten Platz der Rangliste. Selbstverständlich wurden Kinder und Erwachsene getrennt bewertet, denn der Wettbewerb sollte fair sein.

Fair gehandelt

Fair ging es auch einen Raum weiter zu. Hier verkauften Jutta Klare-Steinbrink und Brigitte Schauffert vom Fair-Team Hüllhorst fair Gehandeltes aus aller Welt. Direkt nebenan lockte der Stand der »Wittekindshof Manufructur« mit Leckereien aus eigener Herstellung. Musikliebhaber kamen an diesem Sonntag ebenfalls auf ihre Kosten. Mit den Bands Klock Dree, Driftwood und dem Duo Nina und Anna Weber war den ganzen Nachmittag für musikalische Unterhaltung gesorgt. Das Thema Nachhaltigkeit spielte  beim Bastelangebot des Kindergartens Huckepack eine wichtige Rolle: Mit halbierten oder geviertelten Äpfeln konnten mittels Stoffmalfarbe fantasievolle Muster auf kleine Rucksäcke gedruckt werden. Ebenfalls in der Hand des Kindergartens lag die Organisation der Kaffeestube in den Jugendräumen des Gemeindehauses. Rund 25 Kuchenspenden, viele davon mit dem knackigen Kernobst, konnte das Team um Petra Knost hierfür entgegen nehmen. Der Erlös aus dem Kuchenverkauf kommt dem Kindergarten zugute.

Bioland-Gemüse im Angebot

Draußen ergänzte ein Angebot aus Bioland-Gemüse, Obst aus heimischem Anbau und Honig vom Hobbyimker das Fest. Ständig in Betrieb und von vielen Besuchern bestaunt: die mobile Saftpresse vom »Saftwerk« in Stemwede. Wenngleich Hartmut und Angelika Knost pausenlos damit beschäftigt waren, die von den Hüllhorstern mitgebrachten Äpfel zu verarbeiten, nahmen sie sich die Zeit, Fragen rund um die Saftproduktion zu beantworten. Für einen Dreiliter-Kanister Saft werden  etwa fünf Kilogramm Äpfel benötigt. Diese werden in der Maschine gereinigt, gepresst und vor dem Abfüllen auf 78 Grad Celsius erhitzt. Dadurch ist der Saft ungeöffnet zwei Jahre haltbar und sogar geöffnet kann man den fruchtigen  Trunk zwei Monate lang genießen.

Dank an die Kirchengemeinde

Die Idee zur Veranstaltung wurde nach der reichen Apfelernte des vergangenen Jahres in Hüllhorst geboren. Die Frage nach einer Möglichkeit zum Saftpressen vor Ort wurde an den Heimatverein herangetragen. Auf der jüngsten Jahreshauptversammlung fiel dann die Entscheidung, ein Apfelfest für alle Hüllhorster Bürger zu veranstalten. Sogleich machte sich das engagierte vierköpfige Team aus Jürgen und Marlies Kreimeier sowie Regina und Joachim Picker an die Planung und Organisation und gewann Aussteller und viele freiwillige Helfer, die zum Gelingen dieses Sonntags beitrugen. Die mobile Apfelpresse war bereits nach wenigen Tagen mit 1000 Kilogramm angemeldeten Obstes fast ausgebucht. Ursprünglich sollte ein Großteil der Aktivitäten auf dem Außengelände ausgerichtet werden, doch die Wetterprognose zwang die Mitglieder des Heimatvereins dazu, auf »Plan B« zurückzugreifen. »Alles was rein kann, holen wir rein«, sagte Jürgen Kreimeier und freute sich, dass dennoch kein Aussteller abgesagt hatte. Besonders dankbar sei man der Kirchengemeinde, insbesondere der Hausmeisterin des Gemeindehauses Angelika Rimkens, dass der Umzug  ins Gebäude möglich gemacht worden sei.

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