Fr., 08.11.2019

Ehepaar Israel lädt zu neuer Ausstellung in Schnathorst ein Im Museum weihnachtet es

Sigrid und Siegfried Israel zeigen hier zwei Exponate aus der Ausstellung. Liebevoll gearbeitete Räuchermännchen und Nussknacker erwarten die Besucher, außerdem Engelkapellen, Spieldosen, Leuchthäuser und vieles mehr.

Sigrid und Siegfried Israel zeigen hier zwei Exponate aus der Ausstellung. Liebevoll gearbeitete Räuchermännchen und Nussknacker erwarten die Besucher, außerdem Engelkapellen, Spieldosen, Leuchthäuser und vieles mehr. Foto: Anette Hülsmeier

Hüllhorst (WB/ah). Im Spielzeugmuseum von Sigrid und Siegfried Israel gibt es ab nächsten Sonntag, 10. November, von 14 bis 18 Uhr, eine neue Ausstellung zu besichtigen. Gezeigt wird alles rund um das Thema »Weihnachtliches Erzgebirge – Vom Bergmann zum Holzdrechsler«.

In der Ausstellung wird die gesamte Vielfalt gezeigt: Nussknacker, Räuchermännchen, Reifentiere, Engelkapellen, Spanbäume, Leuchthäuser, Schwippbögen, Deckenleuchter, Adventskranzhalter, Spieldosen und vieles mehr.

Zum geschichtlichen Hintergrund ihrer Ausstellung erzählen die Museumsinhaber vom Silber- und Erzabbau im westlichen Bereich des Erzgebirges um Annaberg herum, der schon im 13. Jahrhundert begann. Im östlichen Teil, im heutigen Seiffener Gebiet, herrschte damals Zinnbergbau vor. Hauptsächlich erfolgte er durch Auswaschen oder Ausseifen des Zinns aus Talschutt. Ab dem 16. Jahrhundert kam der Abbau aus Stollen und Schächten hinzu.

Spielzeuge wurden bis Amerika weiterverkauft

Die Ausbeute war jedoch gering, so dass die Bergleute nebenher entweder eine Landwirtschaft betreiben oder einen zweiten Beruf ausüben mussten. Zum Beispiel den Beruf des Drechslers, da reichlich Holz zur Verfügung stand. Die Zahl der Drechsler stieg und so etablierte sich im 18. Jahrhundert, nach Erliegen des Zinnabbaus, eine Spiel- und Weihnachtswarenherstellung.

Familienbetriebe stiegen in dieses Geschäft ein. Auch Kinder mussten mitarbeiten, um das Überleben zu sichern. »1875 verdienten Familien von bis zu zwölf Mitgliedern gerade mal zehn Mark«, erzählt Sigrid Israel. »Kinder konnten die Spielzeuge, die sie selbst mit herstellten, nicht behalten, weil sie teilweise bis Amerika weiterverkauft wurden«, so Siegfried Israel. Die Silberbergleute hingegen verfügten über eine gesicherte Existenz und schnitzten aus Freude an der Gestaltung. Viele Krippen haben hierin ihren Ursprung.

Die weiteren Öffnungszeiten der Ausstellung sind am Samstag und Sonntag, 23. und 24. November, am 7. und 8., sowie 21. und 22. Dezember und am 11. und 12. sowie 25. und 26. Januar 2020, jeweils von 14 bis 18 Uhr. Außerhalb dieser Öffnungszeiten werden Führungen nach Anmeldung unter Telefon 05744/ 3862 angeboten. Mehr Infos: www.spielzeugmuseum-im–muehlenkreis.de.

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