Grundschulkonzept: Bürgermeister äußert sich – Info-Veranstaltung
Es ist noch nichts entschieden

Hüllhorst (WB). Eine Sitzungsunterbrechung für Fragen der Einwohner ist am Mittwochabend im Schulausschuss kaum ausgeschöpft worden. Dies lag womöglich an der Vorrede von Bürgermeister Bernd Rührup zur Schulentwicklungsplanung. Die wichtigste Botschaft: Es ist noch nichts entschieden.

Freitag, 13.03.2020, 08:01 Uhr aktualisiert: 13.03.2020, 08:30 Uhr
Die Büttendorfer Vereine hatten jüngst einen offenen Brief an die Verwaltung geschrieben. Sie wollen, dass ihre Schule erhalten bleibt. Foto:
Die Büttendorfer Vereine hatten jüngst einen offenen Brief an die Verwaltung geschrieben. Sie wollen, dass ihre Schule erhalten bleibt.

Insbesondere in Büttendorf und Oberbauerschaft waren jüngst große Bedenken geäußert worden angesichts einer Schließung der Grundschule im jeweiligen Ort. Daher fand sich im Ausschuss, der dieses Mal in der Gesamtschule tagte, eine recht große Besucherzahl ein, die den aktuellen Stand der Dinge erfahren wollte. Eingangs wollte Rührup mit einem Irrtum aufräumen. Ein Ergebnis oder Beschlüsse der Grundschulkommission gebe es nicht. Vielmehr seien vier Handlungsoptionen erarbeitet worden (wir berichteten). Die im Schulausschuss im November präsentierten Inhalte dieser Optionen seien auf der Internetseite der Gemeinde abrufbar. Transparenz sei bei diesem Prozess von großer Bedeutung.

Umso mehr habe es ihn gewundert und geärgert, dass wegen des Ausfalls der Schulausschuss-Sitzung im Januar Spekulationen für die Gründe aufgekommen seien, so das Gemeindeoberhaupt. Wie diese Zeitung bereits berichtete, lag dies vor allem an Personalausfällen in dem zuständigen Fachbereich. Auch die Fragenkataloge, die sowohl von SPD als auch von CDU zur Grundschuldebatte an die Verwaltung herangetragen worden seien, seien recht umfangreich und bedürften einer zeitaufwändigen Bearbeitung, sagte Rührup.

Info-Veranstaltung am 3. Juni

Auch zu einer Vermutung, die in den sozialen Medien angestellt wurde, nahm der Bürgermeister Stellung. „Es ist völliger Quatsch, dass an einer großen Schule die Klassen doppelt so groß sind.“ Die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder gibt für die Klassenbildung in NRW-Grundschulen vor: Untergrenze 15, Obergrenze 29 (Anm. d. Red.). „Es sind auch keine Beschlüsse hinter verschlossenen Türen gefasst worden“, betonte Rührup. Die Verwaltung habe sich jüngst mit den Schulleitungen abgestimmt und „drei nächste inhaltliche Zeitmarken“ gesetzt.

Die Grundschulkommission kommt das nächste Mal, in nicht-öffentlicher Sitzung, am 30. März zusammen. Dabei geht es insbesondere um die Resonanz aus den verschiedenen Anspruchsgruppen von Elternbeiräten bis zum Offenen Ganztag. Im Mai folgt das Angebot, sich einen modernen Schulstandort anzusehen. Welche Schule ausgewählt wird, steht noch nicht fest. Dafür werden Busse eingesetzt und es ist geplant, die Fahrt nicht nur für die Kommission zu ermöglichen, sondern auch für die Bürger zu öffnen. Rührup: „Ich habe nämlich den Eindruck, dass der Aspekt guter, moderner Unterricht etwas in den Hintergrund getreten ist.“

Als dritten Termin nannte der Bürgermeister eine Informationsveranstaltung, die am Mittwoch, 3. Juni, um 20 Uhr in der Ilex-Halle ausgerichtet wird. Dabei sollen die Grundschulleitungen der Gemeinde, Vertreter der Schulaufsicht und Fachleute aus der Verwaltung Auskunft geben. Ein Fragezeichen steht noch hinter der Einladung eines Moderators beziehungsweise externen Referenten. Wie bei den Ortsteiltreffen der Gemeinde sollen die Bürger vorab Fragen und Anliegen per E-Mail an die Verwaltung schicken können. Schwerpunktthema ist Schule nach heutigen pädagogischen Anforderungen. „Und das ist nicht mehr der Frontalunterricht.“ Im Gespräch mit dieser Zeitung sagte Rührup: „Wir müssen massiv investieren, ob Neubau oder nicht.“

Eine der wenigen Fragen aus dem Plenum bezog sich auf die Stärke einer etwaigen neuen Grundschule für alle fünf Standorte. Etwa 500 Schüler würden diese besuchen, entgegnete Rührup und räumte auf Nachfrage ein, dass dies im landesweiten Vergleich eine große Grundschule sei. Günter Obermeier, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Oberbauerschaft, fragte, warum die Dorfgemeinschaften nicht von Anbeginn miteingebunden worden seien. „Das hätte euch viel Ärger erspart“, sagte er. Der Bürgermeister erwiderte, dass die Ortsvorsteher zur Kommission gehörten. Eine solche Struktur und Organisation wie in Oberbauerschaft gebe es andernorts nicht.

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