Thema Grundschulstandort bleibt in Büttendorf brisant
Petition auf den Weg gebracht

Hüllhorst-Büttendorf (WB). Die Büttendorfer Vereinsgemeinschaft legt in der Schuldebatte nach. Marco Knefelkamp hat für die Dorfgemeinschaft eine Online-Petition geschaltet. Dafür wurde eigens ein Logo mit dem Motto „Kurze Beine – kurze Wege“ entworfen.

Samstag, 18.04.2020, 08:00 Uhr
Mit diesem Logo sammelt die Büttendorfer Vereinsgemeinschaft Zustimmung. Sie hat eine Online-Petition gestartet. Foto:
Mit diesem Logo sammelt die Büttendorfer Vereinsgemeinschaft Zustimmung. Sie hat eine Online-Petition gestartet.

Die Petition wendet sich an den Bürgermeister, die Verwaltung, die Grundschulkommission und alle Ratsfraktionen in Hüllhorst mit der Forderung, in einem zukünftigen Grundschulkonzept alle fünf bestehenden Schul- und Teilstandorte in Ahlsen, Büttendorf, Oberbauerschaft, Schnathorst und Tengern zu erhalten und in Ausstattung und Konzeption zukunftsfähig weiter zu entwickeln.

Die Forderung wird mit 15 Argumenten begründet. „Wir sind der festen Überzeugung, dass diese Alternative die beste Lösung zum Wohle der Kinder und eines aktiven Dorflebens in allen Ortsteilen gleichermaßen ist. Weil wir meinen, dass unser Anliegen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger aller Hüllhorster Ortsteile ist, hoffen wir, dass unsere Petition im Internet oder in Unterschriftenlisten viele Unterstützer in ganz Hüllhorst und darüber hinaus findet“, sagt Marco Knefelkamp.

Nach zwei Tagen gibt es schon 165 Unterzeichner

An den ersten zwei Tagen nach Schaltung habe es bereits 165 Unterzeichner und viele konstruktive Kommentare gegeben. „Die Aktion soll ein Anstoß sein, die Thematik noch vor der anstehenden Kommunalwahl voran zu bringen und noch einmal neu zu überdenken“, sagt Knefelkamp. Die Petition ist im Wortlaut unter www.openpetition.de/huellhorst und auf der Homepage der Dorfgemeinschaft unter www.buettendorf.info zu finden.

Zum Thema Schulstandorte hat die Vereinsgemeinschaft Büttendorf auch die Bewerber für die Bürgermeisterwahl im September befragt, dazu die Kandidaten für die Wahl zum Gemeinderat im Wahlbezirk Büttendorf. Die Angeschriebenen wurden gebeten, Stellung zu nehmen, wie sie zu einer zentralen Grundschule, zu einer Reduzierung auf zwei oder drei Schulstandorte oder zum Erhalt aller fünf Grundschulen bei Weiterentwicklung in Ausstattung und pädagogischer Konzeption stehen. Die Antworten seien nur zum Teil inhaltlich konstruktiv und zufriedenstellend, findet die Vereinsgemeinschaft.

Demnach gehe Bürgermeister Bernd Rührup (SPD) inhaltlich nicht auf die drei Fragen ein. Er berufe sich auf den noch laufenden Beratungs- und Entscheidungsprozess. Zudem verschiebe sich der Zeitplan durch die Corona-Krise. Als Bürgermeister habe er keine persönliche Position, sondern die der Gemeinde zu vertreten, so seine Aussage nach Auskunft der Vereinsgemeinschaft.

Schülern soll die bestmögliche Ausstattung zum Lernen geboten werden

Der Bürgermeisterkandidat von Bündnis 90/Die Grünen, Benjamin Rauer, habe sich auf keine bestimmte Option festgelegt, teilen die Büttendorfer mit. Entscheidend sei, den Schülerinnen und Schülern bestmögliche Gebäude und Ausstattung für ihr Lernen zu bieten, unabhängig von der Anzahl der Schulorte. Von einer zentralen Grundschule sei er allerdings abgerückt. Er betone, dass eine Nachnutzung von Gebäuden in Entscheidungen unmittelbar einbezogen werden müsse, und zwar im Dialog mit den betroffenen Dorfgemeinschaften.

Michael Kasche, Bürgermeisterkandidat der CDU, antworte differenziert, heißt es von Seiten der Vereinsgemeinschaft. Eine zentrale Grundschule sei für ihn die allerletzte Option. Er bevorzuge zwei oder drei Schulstandorte (Oberbauerschaft im Westen, Schnathorst als Neubau im Osten und Büttendorf oder Tengern im Neubau als dritte Schule). So hätte man relativ kurze Schulwege und könne für ein zukunftsfähiges Schulsystem eine passende Infrastruktur entwickeln. Die Erhaltung aller Schulstandorte sei für ihn die zweitbeste Lösung, weil Kinder seines Erachtens in kleineren Schulen am effektivsten lernen. Ein Problem sehe er allerdings in der Finanzierung dieser Lösung. Bei der Entscheidungsfindung sei ihm der Dialog sehr wichtig. Weiterer Bericht mit weiteren Stimmen folgt.

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