Sporthalle Hüllhorst: Feuchtigkeitsschäden durch unentdeckten Wasserrohrbruch
Unterm Hallenboden schwimmt es

Hüllhorst (WB). Der Fachbereich Technik der Hüllhorster Gemeindeverwaltung kann sich nicht über zu wenig Arbeit beklagen. Ein kleines Team betreut eine immer größer werdende Anzahl an – geplanten – Projekten. Und dann kann sich zudem immer etwas Unvorhergesehenes ereignen. Neues Sorgenkind ist die Sporthalle Hüllhorst, genauer gesagt, der dortige Hallenboden. Fachbereichsleiterin Susanne Sassenberg gab dem Rat in der letzten Sitzung vor der Sommerpause das entstandene Problem bekannt. Wasserrohrbruch in einer der vier Duschen der Halle. Die Folge: erhebliche Feuchtigkeitsschäden unter dem Hallenboden.

Freitag, 24.07.2020, 06:00 Uhr
Mittlerweile sind fast alle Trocknungsgeräte in der Sporthalle wieder weg. Für Zu- und Abluft wurden Löcher gebohrt. Foto: Kathrin Kröger
Mittlerweile sind fast alle Trocknungsgeräte in der Sporthalle wieder weg. Für Zu- und Abluft wurden Löcher gebohrt. Foto: Kathrin Kröger

Besorgniserregend klang das, was Susanne Sassenberg mitzuteilen hatte. Sie sprach von „kriechendem Wasser unter schwimmendem Estrich“. Zu der Ausbreitung konnte es kommen, weil der Schaden zunächst unentdeckt blieb. Mitarbeiter Dieter Westerholt zeigt bei einem Ortstermin mit dieser Zeitung das „Corpus Delicti“ – ein Kupferrohr. „Wenn Sie etwas auf Putz haben, sehen Sie, wenn und wo es tropft“, erklärt Westerholt. Das Rohr habe sich aber in einer Vorsatzschale befunden, so dass der Schaden schlecht erkennbar gewesen sei. Die Sanitäranlagen sind in die Jahre gekommen, die Technik nach Angaben von Susanne Sassenberg 34 Jahre alt, dem Baujahr der Halle entsprechend.

So bahnte sich die Feuchtigkeit von Dusche und angrenzenden Umkleiden bis in die Halle ihren Weg. Im Gymnastik- und Geräteraum seien Salzausblühungen im roten Klinker zu Tage getreten – hinter dem Trampolin und somit ebenfalls unerkannt. Mitte März wurde der Schaden offenbar, es folgten entsprechende Messungen und eine Leckortung, die das Ausmaß verdeutlichten. Coronabedingt habe ein Mitarbeiter der Versicherung erst im Mai vor Ort sein können, woraufhin eine Firma mit der Trocknung beauftragt worden sei, um die Halle wieder nutzbar zu machen.

Schon der zweite Hallenboden

Etwa ein Dutzend Trocknungsgeräte, so schätzt Westerholt, wurden in den Fluren, Umkleiden und natürlich der Halle aufgestellt. Mittlerweile konnten schon etliche Geräte wieder abgebaut werden. Für Zu- und Abluft wurden zudem etwa 65 kleine Löcher in den Hallenboden gebohrt. Die Trocknungsphase beanspruche noch zwei bis drei Wochen, sagt Westerholt. Aufgrund der vollen Auftragsbücher sei erst im Herbst damit zu rechnen, dass die Öffnungen im Hallenboden wieder geschlossen werden könnten. Bis dahin müssten sich auch Handball- und Schulsport gedulden.

Susanne Sassenberg sagte im Rat, dass die Trocknungsarbeiten etwa 20.000 Euro kosten würden, wovon die Versicherung 75 Prozent trage. Mit etwa 10.000 Euro würde das Schließen der Bohrungen für die Trocknung zu Buche schlagen, die komplett übernommen werden würden. Die Gemeinde wird aus Rückstellungen die noch nie renovierten Duschen in der Sporthalle sanieren. Die Instandhaltungsmaßnahme schließt auch die Erneuerung der Leitungen, aller Armaturen sowie der Wand- und Bodenfliesen mit ein. Auch eine Sanierung des Hallenbodens, so Sassenberg in der Sitzung, müsse in Betracht gezogen werden.

„Der jetzige ist schon der zweite Hallenboden“, sagt Dieter Westerholt beim Ortstermin. Bis auf Rohbau und Rohestrich habe man 2007 Unterbau und Bodenbelag erneuert. Ein neuer Sportboden würde um die 140.000 Euro kosten. Diese Summe, die nicht im Haushalt bereit steht, sei anhand eines ersten grob geschätzten Angebotes des Herstellers zu veranschlagen. Die Fraktion FWG UHu hatte Anfang Juli die Sanierung des Hallenbodens beantragt. Dieser sei stark in Mitleidenschaft gezogen, und eine weitere Reparatur halte man nicht für sinnvoll.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7506233?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516043%2F
Als Curko den Fehdehandschuh warf
Der 20. Oktober 2000 war der Tag, an dem Goran Curko bei Arminia die Brocken hinwarf. Der damals 32 Jahre alte Serbe hatte sich mit den Fans angelegt. Weil er beim Spiel gegen Mannheim vorzeitig den Platz verließ, durfte Dennis Eilhoff ins Tor. Foto: Hörttrich
Nachrichten-Ticker