Grundschulstandorte: Grüne als auch FDP widersprechen Aussagen der Büttendorfer
„Verringerung zum Wohl der Kinder“

Hüllhorst (WB). Die Hüllhorster Grünen nehmen Stellung zu den Aussagen der Dorfgemeinschaft Büttendorf in der Grundschulfrage. Fraktionsvorsitzender Jürgen Friese sagt: „Leider müssen wir feststellen, dass die Auswertung der ‚open Petition‘ von der Dorfgemeinschaft Büttendorf so ausgelegt wird, wie es für die anstehende Kommunalwahl aus Sicht einer anderen Partei am besten aussieht. Die Hüllhorster Grünen widersprechen deshalb der Aussage, dass sie zu einer einzigen größeren Grundschule tendieren.“

Dienstag, 25.08.2020, 00:53 Uhr aktualisiert: 25.08.2020, 00:56 Uhr
Die FDP plädiert für drei Schulstandorte, dazu gehört auch Oberbauerschaft. Foto: Kokemoor
Die FDP plädiert für drei Schulstandorte, dazu gehört auch Oberbauerschaft. Foto: Kokemoor

Richtig sei, dass es einer von den drei für die Grünen in Frage kommenden zukunftsfähigen Schulstandorte sein kann. Friese: „Da diese Schule aber eine der größten Grundschulen in NRW sein würde, muss so ein Schritt gründlich überdacht werden. Darum sind die beiden anderen Grundschulstandorte, Oberbauerschaft-Schnathorst oder Oberbauerschaft-Tengern eine gute Option für uns Grüne.“ Warum nur zwei und nicht drei Schulstandorte? Es sei in der Schuldebatte klar geworden, dass es nur für zwei Schulstandorte eine Schulleitung geben könne, weil für einen dritten Standort zu wenig Kinder vorhanden seien. Die Schuldebatte habe auch gezeigt, dass die Bezirksregierung, das zuständige Schulamt und die Schulleitungen, zum Wohle der Kinder, eine Verringerung der Schulstandorte befürworteten, so die Grünen.

Bei einer Standortdebatte müssten auch der Bestand (Lehrschwimmbecken, Sporthalle), der Zustand der Bausubstanz und die Möglichkeiten einer Erweiterung berücksichtigt werden. „Während andere Gemeinden diesen Schritt schon vor Jahren angegangen sind, hängt Hüllhorst bei der Standortfrage für die Grundschulen wie auch bei den Feuerwehrgebäuden hinterher. Auch muss über eine Weiternutzung für vielleicht geschlossene Grundschulen nachgedacht werden. Der Blick auf eine Gemeinde die zukunftsfähig sein soll, sieht anders aus“, betonen die Grünen.

Klarstellung der FDP

Die FDP Hüllhorst habe einen ganz klaren Standpunkt zu den Grundschulstandorten in Hüllhorst, schreibt Andreas Sand auf die Veröffentlichung der Dorfgemeinschaft Büttendorf hin. „Die Bürger haben selbstverständlich das Recht, vor der Wahl zu erfahren, was wir nach der Wahl unterstützen wollen. Wir plädieren, und so steht es auch in unserem Wahlprogramm, für eine Option mit drei Grundschulstandorten in Oberbauerschaft, Schnathorst und einem Neubau in Zentrumsnähe von Hüllhorst. Denn wir möchten, dass sich die Grundschüler wohlfühlen und in überschaubaren und altersgerechten Schuleinheiten unterrichtet werden“, sagt Sand. So könnten auch die hohen Investitionen in die Sanierung der beiden Lehrschwimmbecken in Oberbauerschaft und Schnathorst langfristig genutzt werden. Die Interessen von Schülern und Lehrkräften würden ebenfalls geachtet.

Sand: „Die FDP Hüllhorst unterstützt ausdrücklich die Büttendorfer Petition, die die Beteiligung der Bevölkerung einfordert. Gleichwohl sind wir der Auffassung, dass Grundschulstandorte und die Förderung der Dorfgemeinschaft zwei verschiedene Dinge sind. Es kann nicht sein, einen Standort ohne absehbar ausreichende Kinderzahl erhalten zu wollen, weil sich ein Dorfgemeinschaftsraum darin befindet.“ Selbstverständlich müsse die Förderung funktionierender Dorfgemeinschaften Priorität haben. Dafür müssten auch entsprechende Räume bereitgestellt werden.

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