Geordnete Abläufe an der Gesamtschule – Masken-Empfehlung
1500 Tests an einem Tag

Hüllhorst (WB). „Es läuft gut.“ Schulleiter Jörg Rümpel war in den Mittagsstunden zufrieden mit der Massentestung an der Gesamtschule. Die 1321 Schüler, 120 Lehrkräfte sowie Hausmeister, Sozialpädagogen, das Mensateam und die Reinigungskräfte – alle durchliefen sie in Einbahnstraßen-Regelung das ansonsten noch bis einschließlich Mittwoch gesperrte Schulgelände und ließen einen Abstrich machen. „Alle Schüler waren dabei und haben sich diszipliniert verhalten“, sagte Rümpel. Bis 18 Uhr sollte die Testung abgeschlossen sein.

Dienstag, 22.09.2020, 22:00 Uhr
Zwei Schülerinnen gehen über den Hof. Mit rot-weißen Absperrbändern ist der Zugang geregelt. Über den Tag verteilt sind etwa 1500 Menschen in der Gesamtschule getestet worden. Nach bisherigen Informationen verlief alles problemlos. Foto: Friederike Niemeyer
Zwei Schülerinnen gehen über den Hof. Mit rot-weißen Absperrbändern ist der Zugang geregelt. Über den Tag verteilt sind etwa 1500 Menschen in der Gesamtschule getestet worden. Nach bisherigen Informationen verlief alles problemlos. Foto: Friederike Niemeyer

Drei Abstrichteams

Die Mühlenkreiskliniken hatten ein achtköpfiges Team entsandt, dass an drei Arbeitsplätzen die Proben entnahm und über den hauseigenen Netzanschluss die Daten in das MKK-System einspeisen konnte. Schon im Laufe des Tages wurden Abstriche zum Labor im Johannes-Wesling-Klinikum gebracht. Am Mittwochmorgen sollen die Ergebnisse vorliegen. MKK-Sprecher Christian Busse: „Unsere Abstrichteams haben es nicht zum ersten Mal mit vierstelligen Testzahlen zu tun. Ein Team schafft 70 bis 80 Tests pro Stunde.“ Das Labor wiederum laufe inzwischen rund um die Uhr und könne gut 6000 Proben am Tag bearbeiten.

Reibungsloser Ablauf

So routiniert wie der eigentliche Abstrich wirkte auch der Ablauf auf dem Schulgelände. Zwölf Lehrkräfte waren als Aufsichten bei den drei Warteschlangen vor den Teststationen präsent. Dazu hatte die Gemeinde drei Ordnungsamtsmitarbeiter entsandt und auch der Bezirksbeamte der Polizei, Joachim Gildehaus, war vor Ort.

Die Vorbereitung, Information und Zusammenarbeit mit allen Beteiligten habe gut geklappt, lobte Schulleiter Rümpel. So hätten beispielsweise auch am Montag keine Schüler vor der verschlossenen Schultür gestanden. Nun werde er die Ergebnisse abwarten. Diese würden zunächst vom Gesundheitsamt ausgewertet und vom Krisenstab des Kreises beraten, bis dann die Schule informiert werde. Die Schulleitungsrunde würde schließlich über das weitere Vorgehen beraten. „Für uns ist wichtig und wir hoffen, dass möglichst bald der Schulbetrieb wieder los geht“, sagte Jörg Rümpel.

Mundschutz-Empfehlung

Unabhängig von den Ergebnissen des Massentests hat die Schulkonferenz der Gesamtschule am Montagabend beschlossen, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch im Unterricht zu empfehlen. Die Vertreter von Kollegium, Schülerschaft und Eltern stünden hinter dieser Empfehlung, sagte Rümpel.

Gerüchteküche

Im Vorfeld des Massentests kursierte das Gerücht, die Reichsbürgerszene habe über soziale Medien zur Störung aufgerufen. Und kurz vor Öffnung der Schule wurde die anwesende Polizei auf einen Disput aufmerksam, bei dem wiederum der Verdacht im Raum stand, ein Beteiligter könnte Reichsbürger gewesen sein. Dazu stellt Ralf Steinmeyer von der Kreispolizeibehörde klar: „Es waren vier Personen vor Ort, die glaubten, der Massentest sei eine unnötige Maßnahme. Bei einer Person wurde überprüft, ob es sich um einen Reichsbürger handelt. Dies war aber nicht der Fall.“ Weiter stellt Steinmeyer klar, dass es keinen Protestaufruf von Reichsbürgern gegeben habe. Vielmehr habe es einen Austausch in einem Messengerdienst darüber gegeben, ob die Testung sinnvoll sei. Dabei habe es Stimmen gegeben, die meinten, man könne ja vor Ort protestieren, so der Polizeisprecher. Dies habe aber nichts mit einem Reichsbürger-Aufruf zu tun.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7597123?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516043%2F
Als Curko den Fehdehandschuh warf
Der 20. Oktober 2000 war der Tag, an dem Goran Curko bei Arminia die Brocken hinwarf. Der damals 32 Jahre alte Serbe hatte sich mit den Fans angelegt. Weil er beim Spiel gegen Mannheim vorzeitig den Platz verließ, durfte Dennis Eilhoff ins Tor. Foto: Hörttrich
Nachrichten-Ticker