Blumenschmuck von Dekofahrrad in Hüllhorst mutwillig beschädigt
Zerstörung ärgert Helferinnen

Hüllhorst (ko). Die Heideblumen wachsen und gedeihen – wieder: Jeden Tag kommen Marlies Kreimeier und Jutta Klare-Steinbrink an ihrem Blumenfahrrad vorbei. Seit vier Jahren haben sie eine Patenschaft für die Ruhebank, die am Mühlenweg, Ecke Schillerstraße, steht. Das ausgediente silberne Fahrrad mit dem Blumenkorb ist ein Hingucker, der viele Menschen, die daran vorbei kommen, erfreut.

Mittwoch, 30.09.2020, 05:45 Uhr aktualisiert: 30.09.2020, 05:50 Uhr
Marlies Kreimeier und Jutta Klare-Steinbrink kümmern sich darum, dass das mit Blumen geschmückte Rad und die Sitzbank am Mühlenweg immer gut aussehen. Doch zuletzt mussten sie sich häufig über mutwillige Zerstörung der Pflanzen ärgern. Foto: Andreas Kokemoor
Marlies Kreimeier und Jutta Klare-Steinbrink kümmern sich darum, dass das mit Blumen geschmückte Rad und die Sitzbank am Mühlenweg immer gut aussehen. Doch zuletzt mussten sie sich häufig über mutwillige Zerstörung der Pflanzen ärgern. Foto: Andreas Kokemoor

„Wir gießen die Pflanzen und schauen, ob alles in Ordnung ist. Und in Ordnung ist es hier in den zurückliegenden Wochen und Monaten ganz und gar nicht gewesen“, ärgern sich die beiden Ehrenamtlichen des Heimatvereins Nachtigallental, die sich für ein gutes Miteinander im Dorf einsetzen wollen. Mehrmals wurden die Blumen aus dem Korb gerissen und mutwillig auf den Boden geworfen. „Einmal sind sogar Jugendliche oder junge Erwachsene dabei von einem nahegelegenen Balkon aus beobachtet worden“, sagt Jutta Klare-Steinbrink. Immer wieder und immer wieder hätten sie mit den Füßen gegen den Korb, der mit Kabelbinder auf dem Gepäckträger befestigt gewesen ist, getreten.

Am nächsten Tag Dorfgespräch

„So eine mutwillige Zerstörung, so eine Dummheit ist natürlich am nächsten Tag sofort Dorfgespräch“, ärgern sich die Naturfreundinnen, die die Übeltäter dem näheren Umkreis zuordnen. Trotzdem sind sie der Überzeugung, dass so etwas nicht gezielt, sondern spontan aus Langeweile geschieht. „Wir haben die Blumen wieder erneuert“, sagen Kreimeier und Klare-Steinbrink. „Wir sind Paten für dieses Blumenfahrrad und wollen das auch bleiben“, betonen sie. Zu schön sind für sie die Begegnungen mit den Menschen, die sich persönlich für die Aufwertung des Dorfes und die dekorative Einladung bedanken, hier für einen Moment zur Ruhe zu kommen. „Die Bänke werden gut angenommen“ fühlen sich Kreimeier und Klare-Steinbrink darin bestärkt und motiviert, sich weiterhin für „ihre Bank“ einzusetzen.

Vor einigen Jahren sei sogar einmal das ganze Fahrrad gestohlen worden, sein, das an dem Baum neben der Bank angelehnt stand. Auch von dieser Straftat ließen sich die Blumenfreundinnen nicht in ihrem Ehrenamt entmutigen.

Teddybär und Osterhase

Es seien so viele schöne Geschichten passiert. Sie erinnern sich gerne an ihren Teddybären Bruno, der einst das Fahrrad zierte. „Der bekam eines Tages einen Freund namens „Bär“. So habe es auf einen Zettel gestanden, der an den Plüschbären geheftet war. Später setzte ein Unbekannter zur Osterzeit sogar einen Hasen hinzu. „Auch solche positiven Momente und Ereignisse gibt es im Zusammenhang mit diesem Blumenfahrrad“, meint Kreimeier.

Der Osterschmuck in diesem Jahr und auch der Weihnachtsschmuck im vergangenen Jahr blieben unangetastet. Und so hoffen und bitten Marlies Kreimeier und Jutta Klare-Steinbrink inständig, dass diese zurückliegende Zerstörungswut ein Ende haben möge – und vielleicht sogar ins Gegenteil umschlägt. Ehrenamtliche Hilfe sei immer willkommen.

Ihre Bank ist eine von drei Bänken, die der Heimatverein vor vier Jahren von der Gemeinde Hüllhorst erworben und zusätzlich zu der am Mühlenweg auch an der Obstbaumwiese an der Lusmühlenstraße/Ecke Gartenweg und am Triftenweg aufgestellt hat. Alle Bänke werden vom Verein ehrenamtlich betreut.

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