Hüllhorster Grüne beantragen Schaffung einer neuen Stelle
Streetworker gefordert

Hüllhorst (WB/kk). Der Vandalismus durch Jugendliche Ende August im Ortskern hat viele in der Gemeinde Hüllhorst bestürzt. Vor allem die Zerstörung des Bücherschrankes der Buchhandlung Hüllhorst stieß gelinde gesagt auf großes Unverständnis. Die erneute Randale stieß einmal mehr die Diskussion darüber an, wie solche Vorfälle mutwilliger Zerstörung verhindert werden können.

Freitag, 16.10.2020, 23:00 Uhr
Ende August wurde unter anderem in der Hüllhorster Ortsmitte der Bücherschrank in Brand gesetzt. Foto:
Ende August wurde unter anderem in der Hüllhorster Ortsmitte der Bücherschrank in Brand gesetzt.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sieht die Lösung in einer Streetworker-Stelle. In der jüngsten Ratssitzung wurde jedoch noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob diese geschaffen wird oder nicht. Einstimmig wurde der Tagesordnungspunkt an den zuständigen Fachausschuss verwiesen.

Präventive Beratung

Grünen-Fraktionsvorsitzender Jürgen Friese hatte in seiner Begründung auch zu dem Antrag der CDU auf Videoüberwachung der Sportplätze Stellung genommen. Ein solches Videosystem bringe nach Ansicht der Grünen nicht den gewünschten Erfolg. Bestenfalls würden sich die Jugendlichen einen anderen Ort für ihre Zerstörungen aussuchen. Friese: „Wichtiger und sinnvoller wäre es daher, einen Streetworker einzustellen, der sich präventiv um die Jugendlichen an den bekannten Orten kümmert.“ Eine Streetworkerin oder ein Streetworker könne an den Hotspots auf die Jugendlichen eingehen und somit die Ursache von Vandalismus nachhaltiger als jeden Polizeieinsatz bekämpfen. „Ein Streetworker kann außerdem präventive Beratung zum Alkohol- und Drogenkonsum geben“, so Friese. Ferner könne eine solche Stelle auch dazu dienen, den Jugendlichen aufzuzeigen, wie sie sich sinnvoller in die Gesellschaft einbringen könnten.

Lars Wunderlich (FWG UHu) merkte an, dass seine Fraktion in der Vergangenheit angeregt hatte, die Schulsozialarbeit weiter auszubauen. „Unser Antrag wurde vor drei, vier Jahren aber abgelehnt von den Grünen.“ Wunderlich verwies auch auf etwaige Potenziale innerhalb der Verwaltung zur Lösung des Problems. Friese entgegnete auf die Kritik an den Grünen: „Auch wir müssen uns weiterentwickeln und das tun wir jetzt.“

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