Jörg Rümpel ist Leiter der Gesamtschule Hüllhorst
Nun ist es endlich offiziell

Hüllhorst -

Die Gesamtschule Hüllhorst hat einen neuen Schulleiter. Nachdem Jörg Rümpel seit Anfang des Schuljahres kommissarisch die Federführung übernommen hatte, verlieh ihm nun Dezernent Torsten Schätz still und fast unbemerkt die Ernennungsurkunde.

Samstag, 21.11.2020, 08:43 Uhr aktualisiert: 21.11.2020, 08:50 Uhr
Dezernent Torsten Schätz (rechts) überreicht Jörg Rümpel die Ernennungsurkunde. Seit Anfang des Schuljahres hatte er die Leitung der Gesamtschule Hüllhorst kommissarisch übernommen.
Dezernent Torsten Schätz (rechts) überreicht Jörg Rümpel die Ernennungsurkunde. Seit Anfang des Schuljahres hatte er die Leitung der Gesamtschule Hüllhorst kommissarisch übernommen.

Damit übernimmt keineswegs ein Unbekannter, sondern ein altbewährtes und erfahrenes Mitglied der Schulleitungsrunde die Verantwortung. Schließlich bekleidete Rümpel seit 2009 den Posten des stellvertretenden Schulleiters an der Gesamtschule Hüllhorst. In dieser Zeit war er unter anderem für die Vertretungs- und Stundenplangestaltung, die Mehrarbeitsabrechnungen sowie die Zusammenarbeit mit außerschulischen Kooperationspartnern zuständig.

Nach seinem Abitur am Espelkamper Söderblom-Gymnasium zog es den gebürtigen Rahdener vom ländlichen Leben zunächst in die Großstadt. So verschlug es Jörg Rümpel zum Studium der naturwissenschaftlichen Fächer Biologie und Chemie nach Hannover und Bielefeld, um dann sein Referendariat wieder in heimatlichen Gefilden zu absolvieren. Während seiner Ausbildungszeit an der Verbundschule Hille zwischen 1995 und 1997 lernte er auch bereits seine Mentorin Marina Butschkat-Nienaber kennen, die seine Karriere noch entscheidend beeinflussen sollte.

Zusammen mit seiner Ehefrau, die eine Stelle als Chemikerin bei der Firma Henkel antrat, ging er 1998 nach Düsseldorf, wo er seine erste Stelle als ausgebildeter Lehrer an einem Gymnasium wahrnahm. Dort sammelte er erste Erfahrungen in einer Führungsposition als Oberstufenleiter und hatte die herausfordernde Aufgabe, zwischen zwei verschiedenen Schulformen zu koordinieren, da seine damalige Schule mit einem Berufskolleg kooperierte. Im Jahre 2009 folgte er schließlich dem Ruf seiner ehemaligen Mentorin Butschkat-Nienaber, die ein Jahr zuvor die Schulleitung der Gesamtschule übernommen hatte, bewarb sich erfolgreich auf die Position des stellvertretenden Schulleiters und kehrte somit in die ostwestfälische Heimat zurück. Nachdem Butschkat-Nienaber sich Ende des vergangenen Schuljahres in ihren wohlverdienten Ruhestand begeben hat, übernahm Rümpel übergangsweise die nun freie Stelle.

Kritische Krise

Die ersten Tage in seiner Rolle als kommissarischer Schulleiter hätte er sich eigentlich lieber mit Fragen der Schulentwicklung beschäftigt, stattdessen bestand die Priorität darin, die Schulgemeinde möglichst souverän durch die kritische Corona-Krise zu führen, ein Maximum an Präsenzunterricht zu ermöglichen und den Ausfall von Kolleginnen und Kollegen zu kompensieren. „Besonders profitieren kann ich jetzt von der engen Zusammenarbeit mit meiner ehemaligen Schulleiterin, da unsere Aufgabenbereiche fließend ineinander übergingen“, stellt Rümpel zufrieden heraus. Allerdings kämen auch neue Tätigkeitsfelder auf ihn zu, wie zum Beispiel das Personalmanagement. Besonders reize ihn an seiner neuen Position, Veränderungen in der Personal-, Unterrichts- und Schulentwicklung zu begleiten und Lösungen für Probleme zu finden. „Ein gänzlich neuer Wind wird mit mir an der Gesamtschule nicht wehen, jedoch wird sich bestimmt persönlichkeitsbedingt etwas ändern“, so der Pädagoge weiter, der sich selbst als gelassen, neugierig und kooperativ charakterisiert. Es liege ihm sehr am Herzen, die durch die Qualitätsanalyse angeregten Schulentwicklungsprozesse zu initiieren und gemeinsam mit dem Kollegium zeitnah umzusetzen. Denn geplante Vorhaben solle man nicht auf die lange Bank schieben. Dabei seien ihm eine offene Kommunikation und schnelle Reaktion bei bestehenden Pro­blemen im Schulalltag besonders wichtig.

Kraft für den turbulenten Beruf schöpft der dreifache Familienvater in seinem heimischen Garten, in dem er sich der Pflege seiner Obstbäume widmet. Außerdem ist er begeisterter Fußballer und verbringt einen Großteil seiner Freizeit als Jugendtrainer auf dem Sportplatz der Fußballspielgemeinschaft (FSG) Hüllhorst-Tengern.

Ganz im Gegensatz zu seiner coronabedingt bescheiden anmutenden Amtseinführung formuliert Jörg Rümpel seine ambitionierte Zukunftsvision: „Ich sehe den Unterricht an der Gesamtschule Hüllhorst in zehn Jahren wesentlich differenzierter ausgestaltet, als wir ihn bisher kennen. Feste Unterrichtsformen werden durch die Digitalisierung zugunsten von freieren weichen müssen. Um gruppendynamischere Lernprozesse zu ermöglichen, werden auch räumliche Umstrukturierungen notwendig sein.“ Wird sich etwa doch ein stärkerer Wind in der Schule regen? Die Unterstützung und das Vertrauen des Kollegiums hat er jedenfalls auf seiner Seite.

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