Hüllhorster Verwaltung soll Konzept für Beschilderung entwickeln und Lücken dokumentieren
Sinnvolle und sichere Radwege in Hüllhorst

Hüllhorst -

Radfahren ist beliebt – nicht nur, um sich fit zu halten. In die Pedale zu treten, wird auch im Zuge von Klimaschutz und Nachhaltigkeit immer beliebter. Doch wie ist es um sinnvolle, sichere und attraktive Wege und Routen in der Gemeinde Hüllhorst bestellt?

Samstag, 06.03.2021, 01:19 Uhr aktualisiert: 06.03.2021, 02:01 Uhr
Das Radwegenetz in der Gemeinde Hüllhorst soll verbessert werden.
Das Radwegenetz in der Gemeinde Hüllhorst soll verbessert werden. Foto: dpa/Hendrik Schmidt

 

Die Mitglieder des Infrastrukturausschusses waren sich einig, dass es hier noch einiges zu verbessern gibt. Einstimmig haben sie beschlossen, dass die Gemeinde ein Konzept für eine sinnvolle Radwege-Beschilderung entwickeln soll. Anhand dieses Konzeptes sollen Lücken im Radwegenetz ausfindig gemacht und abgewogen werden, ob diese in das Bürgerradwege-Programm des Landes aufgenommen werden könnten und sollten. Ralf Steinmeyer (SPD) hatte in der Sitzung den Anstoß gegeben und eine Übersicht – zu erstellen von der Verwaltung – angeregt. „Es sollte dabei auch eine Priorisierung geben. Im Zuge dessen sollten Aspekte wie Gefahrenstellen, Beleuchtung und Straßenzustand betrachtet werden“, sagte Steinmeyer.

Susanne Sassenberg, Leiterin des Fachbereichs Technik, sagte, dass sich das Thema auch im Klimaschutzkonzept wiederfinde und somit von der neuen Hüllhorster Klimaschutzmanagerin unterstützt werde.

Neu Fahrt aufgenommen hatte das Thema „Radwegeausbau“ durch einen Antrag der CDU Hüllhorst-Ahlsen-Büttendorf. Die Ortsunion regt den Bau eines Radweges an der Alten Straße (L 876) von der B 239 bis zur Einmündung Hobrink an. Hierfür solle die Verwaltung alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen (Planung, Grunderwerb, Abstimmung mit Straßen NRW, Beantragung von Fördergeldern), um selbigen im Rahmen des vom Land NRW geförderten Programms „Bürgerradwege“ umzusetzen. In dem Schreiben aus November an Bürgermeister Michael Kasche heißt es: „Im Bereich Oberbauerschaft besteht seit Jahren ein Radweg beginnend ab der B 239 entlang der Oberbauerschafter Straße in Richtung Westen.“ Nun gelte es, den Lückenschluss vorzunehmen.

Das wäre für Hüllhorst ein ziemlich teurer Radweg.

Ausschussvorsitzender Frank Picker (SPD)

Die Verwaltung weist auf die Topographie der Straße hin, die den Bau eines Radweges „sehr schwierig“ gestalte. Radfahrer, die von der B 239 in Richtung Hüllhorst führen, nutzten fast ausschließlich den Reineburgweg und den Amtsweg, um dann in Ahlsen auf die vorhandenen Radwege zu gelangen. „Der kleine Umweg wird auf Grund der wenigen Höhenmeter und der erheblich höheren Verkehrssicherheit gern in Kauf genommen. Der Abschnitt von der B 239 bis zur Einmündung Reineburgweg ist dabei der gefährlichste Bereich. Dieser wird zudem auch von vielen Fußgängern aus den angrenzenden Siedlungen genutzt“, so die Verwaltung, die zwar bereits Gespräche mit dem Landesbetrieb Straßenbau NRW geführt hat, jedoch auch kritische Töne anschlägt. Joachim Struckmeyer vom Fachbereich Technik sagte in der Sitzung: „Für Planung, Grunderwerb, Antrag und dergleichen vergehen zwei bis drei Jahre. Ein Bürgerradweg hört sich immer toll an, doch wir geben diesen für nichts an den Landesbetrieb ab. Vielleicht sollte man das Land diese Wege bauen lassen.“

Ausschussvorsitzender Frank Picker (SPD) zeigte sich ebenfalls skeptisch: „Das wäre für Hüllhorst ein ziemlich teurer Radweg, mit zwei Millionen Euro kommen wir da nicht hin. Das ist eine zu lange Strecke. Wir sollten erst die kleinen Strecken machen und eine vernünftige Beschilderung.“ Einer der Radwege könne auch vom Reineburgweg an der Reithalle entlang führen.

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