Lübbecker Meteorologe erklärt schwankende Witterung zum Frühjahrsbeginn
März endet mit Rekordtemperatur

Lübbecke -

Der April zeigt allen Sonnenhungrigen in diesem Frühjahr so richtig die kalte Schulter. Was ja nicht ungewöhnlich ist. Dabei ist aber schon fast wieder vergessen, dass es Ende März so richtig schön warm gewesen ist.

Mittwoch, 07.04.2021, 18:06 Uhr aktualisiert: 07.04.2021, 18:12 Uhr
Eine Forsythie blüht: Die Märzsonne hat für Farbe im Garten gesorgt.
Eine Forsythie blüht: Die Märzsonne hat für Farbe im Garten gesorgt. Foto: Friederike Niemeyer

„Am letzten Tag des Monats wurde mit 23,9 Grad Celsius an der Wetterstation in Rahden ein neuer März-Rekord regis­triert“, teilt der Lübbecker Meteorologe Friedrich Föst mit.

Mit solchen Rekordwerten war das Lübbecker Land nicht allein. „An allen Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes in Ostwestfalen-Lippe gab es am 31. März neue Temperaturrekorde “, sagt Föst. „Dabei gab es in Bad Lippspringe mit 25,0 Grad erstmals in OWL seit Beginn der Wetteraufzeichnungen einen Sommertag im März.“ Ein Sommertag ist meteorologisch ein Tag mit 25.0 Grad und darüber.

Ganz alte Marken gebrochen

Auch an der ältesten Wetterstation in Bad Salzuflen (Messbeginn 1935) gab es mit 24,7 Grad einen neuen Temperaturrekord für März. Die alten Rekorde datierten aus den Jahren 1968 und 1989, also schon ziemlich „alte“ Bestmarken wurden gebrochen.

„Da auch an der für den nordwestdeutschen Raum maßgeblichen Wetterstation in Bremen (Messbeginn 1890) ein neuer März-Rekord aufgestellt wurde, haben wir mutmaßlich den wärmsten März-Tag seit mehr als 130 Jahren erlebt“, ist das Fazit von Föst.

Entweder kalt oder warm

Interessant: Sowohl der Februar als auch der März sind im Mühlenkreis im Monatsmittel bei der Temperatur gar nicht mal auffällig. Nach Auffassung von Frie­drich Föst spricht das für das immer noch vorherrschende sogenannte meridionale Wettermuster, also für eher Nord-Süd ausgeprägte Großwetterlagen. „Dabei erreichen uns in Regelmäßigkeit entweder kalte Luftmassen aus dem Norden oder sehr warme Luftmassen aus dem Süden erreichen.“ Trotz erheblicher Temperaturschwankungen in beide Richtungen innerhalb kürzester Zeit landet das Monatsmittel für März dann in etwa beim klimatologischen Mittelwert. Und auch der April scheint in diese Richtung zu gehen.

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