24-Jähriger wegen Mordes angeklagt
Schwangere erstochen

Bielefeld/Minden (WB). Weil die 28-jährige Ex-Freundin das gemeinsame Kind nicht abtreiben und er eine andere Frau aus seiner jesidischen Glaubensgemeinschaft heiraten wollte, soll ein Deutschtürke (24) die junge Frau in Minden erstochen haben. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat Ridvan M. wegen heimtückischen Mordes und Abbruchs einer Schwangerschaft angeklagt.

Dienstag, 15.07.2014, 12:12 Uhr
24-Jähriger wegen Mordes angeklagt: Schwangere erstochen

Die Bluttat ereignete sich am 21. Mai gegen 21.20 Uhr in der Mindener Wohnung der 28-jährigen Ann-Christin K. Der 24-Jährige soll die Tür eingetreten und die zweifache Mutter beim Duschen überrascht haben. Ihre Kinder – vier und sieben Jahre alt – scheuchte der Mann ins Wohnzimmer. Den Angaben des ermittelnden Staatsanwalts Christoph Mackel zufolge soll der Mindener der alleinerziehenden Mutter dann mit einer etwa zehn Zentimeter langen Klinge eines Klappmessers 31 Stiche und einen Schnitt durch den Hals zugefügt haben.

Die Kinder flüchteten sich unterdessen zu Nachbarn, die die Polizei alarmierten. Der blutverschmierte Angeklagte stellte sich nach der Tat der Polizei und gab den Mord zunächst zu. Seitdem habe sich der Mann auf Anraten seines Verteidigers nicht mehr geäußert, sagte Staatsanwalt Mackel. Der 24-jährige Installateur war seit Ende 2010 mit der 28-Jährigen liiert. Die Beziehung sei von ständigen Trennungen geprägt gewesen.

Nachdem sich der Mindener jesidischen Glaubens im Juli 2013 in Niedersachsen mit einer Frau seiner Gemeinschaft verlobt und die Freundin in Minden dies erst im September erfahren hatte, ging die Verbindung erneut in die Brüche. Doch das Paar fand wieder zusammen. Im April wurde die zweifache Mutter vom 24-Jährigen schwanger.

Der hatte aber bereits die Hochzeit mit der neuen Verlobten für den 21. Juni in Bremen geplant und 1000 Gäste eingeladen. Die Mindenerin beendete endgültig die Beziehung und weigerte sich, die Schwangerschaft abzubrechen. Weil der Mann um seine geplante Ehe und einen Gesichtsverlust in seiner Glaubensgemeinschaft fürchtete, soll es dann am 21. Mai zur Bluttat gekommen sein.

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