Fr., 12.06.2015

Werkstattverfahren zum Freibad Obernfelder Allee abgeschlossen Bürgerpark soll kommen

Aus dem alten Freibad (hier das Nichtschwimmerbecken) soll in einigen Jahren ein öffentlicher Park werden.

Aus dem alten Freibad (hier das Nichtschwimmerbecken) soll in einigen Jahren ein öffentlicher Park werden. Foto: Christian Busse

Von Friederike Niemeyer

Lübbecke (WB). Nach drei Jahren teils emotionsgeladener Diskussionen wird es nun ruhiger um das alte Freibad Obernfelder Allee. Zumindest vorerst. Der Bauausschuss hat am Mittwochabend das Bürgerbeteiligungsverfahren abgeschlossen. Voraussichtlich ab 2018 wird dann wieder über die konkrete Gestaltung der traditionsreichen Fläche debattiert werden.

 Per Ratsbeschluss war schon im Februar die Marschroute vorgegeben worden: An der Obernfelder Allee soll es keinen wie auch immer gearteten Schwimmbadbetrieb mehr geben. Die Frage, wo in Zukunft in Lübbecke welches Bad stehen wird, soll unabhängig von der Gestaltung des Areals Obernfelde bis spätestens 2020 geklärt werden. Folglich wurden nun die Vorschläge aus der Bürgerbeteiligung aufgenommen, die alternative Nutzungen vorsehen: vom Spielplatz über ein Kneippbad bis hin zur ruhigen Parkgelände. Wie Baudezernent Ingo Ellerkamp erläuterte, werden für 2016 Haushaltsmittel benötigt – Höhe noch unbekannt – um die Planungen zu konkretisieren.

Im Gespräch mit dieser Zeitung bezeichnete Baudezernent Ingo Ellerkamp das jetzt Erreichte als »wichtigen Zwischenschritt«. Man habe nun für Obernfelde einen klaren Fahrplan bis 2020, wenn parallel die Bäderfrage abgeschlossen sein soll. »Es soll nun mit einem Freiraumplanungsbüro Kontakt aufgenommen werden«, sagte Ellerkamp. Dann sollten auch potentielle Beteiligte wie etwa Vereine mit ins Boot geholt werden. Am Ende würde im Rat über die Umsetzung entschieden. »Es wäre schlecht, wenn jetzt an den Planungsmitteln gespart würde«, sagte Ellerkamp. Dies würde den Prozess behindern.

Diskussionen über die ja schon allseits bekannten Ergebnisse der Planungswerkstätten gab es in der Ausschusssitzung nicht mehr. Vorsitzender Günter Bösch (SPD) zeigte sich sehr zufrieden und versicherte: »Wir wollen die Planungen aktiv weitertreiben.« Es sei Klarheit geschaffen, dass ein Bad an der Obernfelder Allee nicht mehr umsetzbar sei und dass das Gelände nicht verkauft sondern als Bürgerpark öffentlich genutzt werde. Was am Ende – vielleicht etappenweise – umgesetzt werden könne, werde sich noch zeigen.

Dieter Wiegmann, dessen WL-Fraktion vehement für den alten Badstandort gekämpft hat, sprach von einer Kompromisslösung, die er am Ende sehr »emotionslos« sehe. »Leider müssen wir ja zur Kenntnis nehmen, dass es dort keine Badeanstalt mehr geben wird«, sagte Wiegmann. Da der Stadt Geld fehle, müsse jetzt überhaupt erst einmal gesehen werden, was passieren wird. »Wir als WL haben auf jeden Fall unser Ziel erreicht, wenn jetzt die Bäderfrage geklärt wird«, sagte Wiegmann.

Auch die LK-Fraktion begrüßte, dass es jetzt die Verpflichtung gebe, die Bäderfrage bis 2020 zu lösen. »Insofern sind in diesem Bürgerbeteiligungsverfahren wichtige Pflöcke eingeschlagen worden«, sagte Hans-Dieter Rose. Beim Bäderkonzept sei leider schon viel Zeit vertrödelt worden. Das Werkstattverfahren habe sich gelohnt, es seien viele gute Ideen eingebracht worden.

Unter der Überschrift »Ein Bürgerpark für Lübbecke« hatte Planer Carsten Lottner die Ideen der Bürger zusammengefasst. Im Bereich am Quellenhof soll Erholungsraum geschaffen werden. Rund um das eigentliche Bad sollen Zonen für Sport und Aktivitäten geschaffen werden, das alte Gebäude könnte Raum für Jugend- oder Seniorentreffs oder auch ein Café bieten.

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