Von sofort an kein Unterricht mehr möglich – Schulbetrieb wird verlegt – am Wochenende werden 300 Flüchtlinge erwartet
Jahn-Realschule wird weitere Notunterkunft des Kreises

Lübbecke (WB). Die Jahn-Realschule in Lübbecke wird kurzfristig eine Notunterkunft für Flüchtlinge. Im Laufe des Wochenendes werden etwa 300 Menschen erwartet. In der Schule ist von sofort an kein Unterricht mehr möglich.

Mittwoch, 16.09.2015, 15:41 Uhr
Von sofort an kein Unterricht mehr möglich – Schulbetrieb wird verlegt – am Wochenende werden 300 Flüchtlinge erwartet : Jahn-Realschule wird weite...
Infoveranstaltungen

Kreis und Stadt laden alle Interessierten zu einer Informationsveranstaltung ein (Mittwoch, 23. September 2015, 19.30 Uhr, Stadthalle).
Für die Eltern wird es darüber hinaus eine gesonderte Informationsveranstaltung geben (Dienstag, 22. September, 19.30 Uhr, Stadthalle).

...

Bereits seit vergangener Woche sei eine ganze Reihe von möglichen Unterkünften im Kreisgebiet geprüft worden. Gemeinsam mit der Stadt Lübbecke sei nun diese Lösung gefunden worden, teilte der Kreis am Mittwochnachmittag mit.

Da die Schule bis zum Wochenende für die neue Nutzung hergerichtet werden müsse, könne der Schulbetrieb dort nicht mehr stattfinden. Am Donnerstag, 17. September, und am Freitag, 18. September, entfällt der Unterricht. Er soll in die Pestalozzi-Schule verlegt werden.

Die Jahn-Realschule ist eine auslaufende Schule mit zwei Jahrgängen, die von 150 Schülern besucht wird.

Das sagen die Verantwortlichen

»Wir leisten mit dieser weiteren Notunterkunft angesichts der bundesweiten Entwicklung unseren Beitrag zu einer Unterbringung der großen Zahl von Flüchtlingen«, werden Landrat Ralf Niermann und Bürgermeister Eckhard Witte in der Mitteilung zitiert. »Auch wenn unsere Kapazitäten hier im Kreisgebiet sicher begrenzt sind und sich nicht mit den Möglichkeiten einiger anderer Regionen vergleichen lassen, ist unser Ziel, den Menschen hier im Kreis Unterkünfte zu bieten, in denen sie Schutz und Sicherheit finden können.«

»Anders als im bereits leer stehenden Bürogebäude in Veltheim ist es hier für uns von großer Bedeutung, dass wir diesen Schritt zur Einrichtung der Notunterkunft eng mit den direkt Betroffenen absprechen«, so Kreisdirektorin Cornelia Schöder als Leiterin des Stabes für Flüchtlingsfragen. »Wir möchten den Weg in diese neue Situation im Sinne der Schülerinnen und Schüler in enger Absprache mit der Schule und gerade auch der Elternschaft gehen.«

»Unseren Einsatzkräften macht es sehr viel Mut, wenn sie sehen, dass ihre Arbeit breite Unterstützung aus der Bevölkerung erfährt«, so Landrat Niermann. »Wir stehen alle vor keiner leichten Aufgabe – umso mehr danke ich allen, die uns hier unterstützen.«

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Kommentare

KraftundKonsorten  schrieb: 18.09.2015 20:56
Wie bestellt so geliefert
Nicht jammern. Es wird nur das geleifert was von unserer Regierung auf den Markt geworfen wurde, von den Wählern bestellt und jetzt von unserer Regierung geliefert wird. Von daher. Kein Mitleid.
Zlatko  schrieb: 18.09.2015 15:54
Grenze überschritten
Hier wird ganz klar eine rote Linie überschritten. Unsere Kinder werden aus ihrer Schule verjagt, um Flüchtlinge unter zu bringen. Wo soll das denn noch hinführen. Es ist kein Ende des Flüchtlingsstromes in Sicht. Das bedeutet, dass die Räumung der Jahn-Realschule wohl nur der Anfang sein dürfte.
Warum macht unsere Politik keinen Druck auf die Länder in Osteuropa, die bisher nur von der EU partizipiert haben? Warum beteiligen sich die reichen arabischen Länder (Emirate, Katar, Saudi Arabien) nicht an dieser Krise? Warum wird das alles auf unserem Rücken ausgetragen? Warum suchen sich so viele Flüchtlinge Deutschland als erklärtes Ziel aus?
Ich hoffe bei den nächsten Wahlen gibt es einen gehörigen Rechtsruck. Denn genau das provoziert unsere Politik mit dieser passiven und unterwürfigen Handlungsweise.
Jana Büscher  schrieb: 18.09.2015 11:53
Unglaublich!
Ich kann es nich mehr hören! Jetzt müssen schon Schüler ihre Räumlichkeiten verlassen um den Flüchtlingen Platz zu machen? Dann muss sich der Staat auch nicht wundern, wieso der Hass immer mehr aufkocht.
Und wenn ich Sätze wie die von "Henry Mitko" lese könnt ich kotzen! "Menschen wie wir, jeder könnte betroffen sein, hier regt man sich über logistische Probleme auf, es wird Zeit Menschlichkeit zu zeigen, bla bla bla!!!
Jetzt spenden Fußballvereine den Flüchtlingen schon Karten. Was ist mit all den armen Kindern und Menschen hier, die sich das nicht leisten können, sich aber auch liebend gerne mal ein Spiel anschauen würden?
Aber Hauptsache die Flüchtlinge haben alles was sie brauchen. Ne sorry, hab ich kein Verständnis für und werde ich auch NIE Verständnis für haben. Meinungsfreiheit in Deutschland.
Alexis  schrieb: 18.09.2015 00:23
Büchse der Pandora
Frau Merkel har die Büchse der Pandora geöffnet, und natürlich wollen jetzt Menschen, denen es schlechter geht, nach Deutschland. Das mag für einen kurzen Moment nach Menschlichkeit aussehen - de facto kann aber ein kleines Land wie Deutschland nicht Millionen von Menschen einer völlig fremden Kultur aufnehmen. Das führt mindestens zu inneren Spannungen, die CIA hat uns gar einen Bürgerkrieg bis 2020 prophezeit.
Ein absolutes No-Go ist, dass Schüler, Jugendliche und viele andere BevölkerungsGruppen jetzt zurückstecken müssen. Wären es wirklich Flüchtlinge, könnte man es vielleich noch verstehen. Es sind aber keine Flüchtlinge, denn alle die in Deutschland ankommen, kommen aus einem sicheren Land nach Deutschland.
All die plötzlich aufkommende Nächstenliebe ist leider an Kindern, Alten und Obdachlosen bisher spurlos vorübergegangen.
schneider  schrieb: 17.09.2015 22:02
Das kann nicht sein!
Es kann nicht sein, dass nun schon Schüle für die Aufnahme von Flüchtlingen weichen müssen! Das geht etwas zu weit. Es hieß, dass leerstehende Gebäude genutzt werden sollen, aber keine Belegten! Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Jahn-Realschule das einzigste freie Gebäude im Kreis-Minden Lübbecke ist. Es gibt genügend freie Gebäude. die Schüler der Schule, sowie die Direktorin müssten schon genug ertragen in den letzten Monaten. Wie soll das nun weiter gehen? Herr Haberbosch wie soll das bitte laufen?
urmelausdemeis  schrieb: 17.09.2015 18:11
Wahnsinn - Nur noch Wahnsinn...
Was hat die Merkel mit ihrem Aufruf in den Rest der Welt blos angerichtet?
Sollte sich herausstellen, dass in diesen vorgesehen Unterkünften zu Hauf männliche Flüchtige unterkommen, dann werde ich so lange auftrommeln, bis der letzte Bürger seinen Hintern vom Sessel erhoben hat und auf die Straßen demonstrieren geht gegen diesen immer größer werdenden Wahnsinn.
Zukünftiger-Ehemaliger-bürgerliche-Parteien-Wähler  schrieb: 17.09.2015 17:55
"Bildungsrepublik Deutschland"-Haha
Erinnert sich noch jemand an diese Phrase ?
Einzig der Bund ist aufgerufen, für Unterbringung zu sorgen, die Regierungsspitze wollte es doch so.
Ohne Polemik scheint es nicht mehr zu gehen.
Jan Terborg  schrieb: 17.09.2015 15:21
humanitäre Katastrophe
@Is nich wahr ? Wenn sie meinen das wir noch keine humanitäre Katastrophe haben können sie ja mal gerne in die lager nach Syrien, Türkei usw fahren. wo es kaum Ärzte und wenig Nahrung und die hygienischen Zustände sehr schlecht sind. Zudem besteht immer die Gefahr das Terroristen oder Regimetruppen dieLlager überfallen. hätten sie lust an so einen Ort zu leben? und was die EU an Flüchtlingen aufnimmt ist n witz. Lieber fleißig waffen in kriesenregionen und an nicht demokratische staaten verkaufen, die damit Studentenaufstände niederschlagen, und dann so tun als würde das uns alles nix angehen. Wenn in den Regierungen und Behörden mal die Absicht bestehen würde menschen zu helfen könnte jeder menschenwürdig untergebracht werden.
<b> wer will findet Wege wer nicht will findet Gründe </b>
13 Kommentare
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