Tierheim bangt um den Einzugstermin im Herbst – Sieben Gebäude werden errichtet
Der Kampf gegen die Zeit

Lübbecke (WB). Wenn Sarah Dewert die Baustelle für das neue Tierheim betritt, wird ihr jedes Mal etwas mulmig. »Wir müssen hier unbedingt im Herbst einziehen«, sagt sie. Einen weiteren Winter hält das alte Gebäude kaum durch.

Dienstag, 31.05.2016, 17:25 Uhr aktualisiert: 01.06.2016, 17:12 Uhr
Sarah Dewert (links) und Lena Nehls zusammen mit Tierheimbewohner Rocky auf dem künftigen Parkplatz des Tierheims. Im Hintergrund (links) ist das Verwaltungsgebäude zu sehen. Rechts steht das Katzenhaus. Foto: Christian Busse
Sarah Dewert (links) und Lena Nehls zusammen mit Tierheimbewohner Rocky auf dem künftigen Parkplatz des Tierheims. Im Hintergrund (links) ist das Verwaltungsgebäude zu sehen. Rechts steht das Katzenhaus. Foto: Christian Busse

Die Handwerker am Tierheim im Osterbruch sind schnell – sehr schnell. Aber sind sie auch schnell genug? Das hofft zumindest der neue Vorstand des Tierschutzvereins. Denn ein weiterer Winter im alten Gebäude will man weder den Mitarbeitern noch den Tieren zumuten. »Die Schäden häufen sich. Wir hatten in den vergangenen Wochen Wasserrohrbrüche und mehrere Heizungsausfälle. Einen weiteren Winter geht das nicht gut«, sagt Vorsitzende Sarah Dewert.

Neubau des Lübbecker Tierheims

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Der Zeitplan ist allerdings schon bei Baubeginn durch den vielen Regen fast zwei Monate verzögert worden. Jetzt versucht der Architekt zusammen mit den Handwerkern die verlorene Zeit aufzuholen. In Windeseile entstehen am Osterbruch insgesamt sieben Gebäude, darunter auch ein Einfamilienhaus. Neben dem Verwaltungsgebäude gibt es zwei Hundehäuser, ein Katzenhaus, eine Katzenquarantäne und ein Kleintierhaus. Insgesamt hat das Tierheim Platz für 30 Hunde, 120 Katzen, 30 Kaninchen, diverse Mäuse, Hamster und Ähnliches. Außerdem soll es eine Vogelvoliere und einen Wasserschildkrötenteich geben. Auf dem Außengelände ist Auslauf für Ziegen, Esel oder Schafe. »Hatten wir alles schon mal da«, sagt Lena Nehls, die als zweite Vorsitzende in den Vorstand aufgerückt ist.

Die Schäden häufen sich. Einen weiteren Winter geht das nicht gut

Sarah Dewert, Vorsitzende des Tierschutzvereins

Mehr Tiere wird das Tierheim im neuen Domizil nicht versorgen können. »Aber die Tiere haben zusammen 500 Quadratmeter mehr Platz. Alle Zwinger sind größer und entsprechen nun den aktuellen Richtlinien für Tierheime«, so Dewert. Aufgrund der Grundstücksgröße fallen die Auslaufflächen im Freien etwas kleiner aus. Aber auch hier hat man eine akzeptable Lösung gefunden. Die neuen Auslaufflächen für die Hunde werden zwischen den Hundehäusern sein, um den Platz möglichst optimal zu nutzen.

Ein Quantensprung ist das Tierheim aber nicht nur für die Bewohner. Auch für die sechs Mitarbeiter, die vielen ehrenamtlichen Helfer und den Vorstand wird es deutlich gemütlicher. So gibt es jetzt Aufenthaltsräume, Toilettenräume mit Dusche, zwei Büros und ein Lager. »Die Lieferwagen können direkt vor ein Rolltor fahren«, erzählt Dewert. Derzeit werden die meisten Futtermittel in Garagen vor dem Gelände gelagert, so dass die Mitarbeiter alles einzeln ins Tierheim tragen müssen. »Das wird eine enorme Arbeitserleichterung«, sagt Dewert. Auch hat der Tierarzt ein eigenes kleines Behandlungszimmer. »Derzeit behandelt er die Tiere auf dem Flur oder in der Futterküche. Auch das ist längst nicht mehr akzeptabel«, so Nehls.

Umzug der Hunde vermutlich zu Fuß

Ob der Umzugstermin im Oktober klappt, hängt neben vielen anderen Faktoren auch vom Wetter ab. »Das wird knapp, aber unser Architekt versichert uns, dass wir nicht chancenlos sind. Wir wünschen es uns sehr«, so Dewert. Es gibt auch schon Pläne für den Umzug. »Mit den Hunden könnten wir einen schönen Spaziergang vom alten Tierheim zum neuen machen. Für die Tiere wäre es sicher am entspanntesten und auch für die Ehrenamtlichen und die Mitarbeiter sicher ein schönes, sichtbares Zeichen«, erzählt Dewert. Jetzt muss nur noch der Zeitplan klappen.

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