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Mo., 26.06.2017

US-Band The Hooters hat die Lübbecker Sommerbühne fest im Griff Die Meister des Ohrwurms

Die US-amerikanische Band The Hooters hat 1100 Fans auf der Lübbecker Sommerbühne begeistert. Das Quintett besteht aus (von links) Tommy Williams (Gitarre), Fran Smith Jr. (Gitarre), Eric Bazilian (Gesang, Gitarre), David Uosikkinen (Schlagzeug), John Lilley, Rob Hyman (Gesang, Keyboards).

Die US-amerikanische Band The Hooters hat 1100 Fans auf der Lübbecker Sommerbühne begeistert. Das Quintett besteht aus (von links) Tommy Williams (Gitarre), Fran Smith Jr. (Gitarre), Eric Bazilian (Gesang, Gitarre), David Uosikkinen (Schlagzeug), John Lilley, Rob Hyman (Gesang, Keyboards). Foto: Arndt Hoppe

Von Arndt Hoppe

Lübbecke  (WB). Mit Welthits wie »Johnny B.« und »All you Zombies« hat sich die US-amerikanische Band The Hooters in den 80er-Jahren weltweit in die Charts gespielt. Mehr als 30 Jahre später haben sie in Lübbecke gezeigt, dass sie ihr Handwerk immer noch bestens beherrschen.

1100 Besucher kamen am Samstagabend zum Konzert der Lübbecker Sommerbühne. Die meisten unter ihnen gehörten zu der Generation, die als Teenager mit Inbrunst die Hits der Jungs aus Philadelphia mitgeschmettert haben. Mitte der 80-er stieg die Indie-Band um die beiden Frontmänner Eric Bazilian und Rob Hyman weltweit von No-Name-Musikern zu gefeierten Superstars auf. Doch in Lübbecke waren auch Zuhörer, die erst weit später geboren sind. Vereinzelt waren auch ganze Familien mit kleinen Kindern zur Bühne am Alten Amtsgericht gepilgert.

Zwei Stunden immer am Ball

Und die Hooters zeigten im Verlauf der zweistündigen Show, wieso alte und neue Fans nach wie vor zu ihre Konzerte lieben. Unverwechselbar macht sie neben den Songs mit extremer Ohrwurmqualität und Mitsing-Reflex die Vorliebe für ungewöhnliche Instrumente wie Mandoline, Akkordeon oder auch Harmonika. Deren trötender Klang soll der Grund für den Bandnamen sein (englisch »to hoot«: tröten, heulen, johlen). Nach dem Klassiker »Eve of Destruction« zu Beginn, blieben sie am Samstag immer am Ball. Früh brachten sie das Publikum mit »All You Zombies« in Fahrt. Nicht fehlen durften Hits wie »500 Miles« oder »Satellite« und erfolgreiche Cover-Songs wie Don Henleys »Boys of Summer«. Dieses Lied sagte Eric Bazilian auf Deutsch an als »Lied für alle Erdbeer-Girls und Boys«. Seine Verbundenheit zu Deutschland zeigte er auch, indem er etwa »Private Emotion« teils auf Deutsch sang (»Heimliche Sehnsucht«).

Völlig losgelöst mit »Major Tom«

Als kurz vor Schluss fast alle Zuhörer bei »Johnny B.« mitsangen, hätte die Stimmung kaum besser sein können. Doch bei den Zugaben setzten die Hooters noch mehrfach einen drauf. Es folgten zwei Welthits für Musiker-Kolleginnen, an denen Bazilian und Hyman mitgewirkt hatten: Cyndi Laupers »Time after Time« in einer Up-Tempo-Version und »One of us« von Joan Osborne. Auch hier gab es den Refrain in deutscher Sprache (»Gott ist gut, yeah!«). Doch getoppt wurde alles, als die Amerikaner am Ende mit einem deutschen 80er-Jahre-Klassiker loslegten. Bei Tom Schillings »Major Tom« gab es kein Halten mehr und alle sangen aus voller Kehle mit. Völlig losgelöst.

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