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Mo., 02.10.2017

Deutsche Agility-Meisterschaften in Nettelstedt: Heimische Starter schlagen sich gut Bloß nicht verweigern

Hündin Ziva hüpft über die schwarz-rot-goldene Mauer, Frauchen Simone Gietz aus Bad Holzhausen gibt Hilfestellung.

Hündin Ziva hüpft über die schwarz-rot-goldene Mauer, Frauchen Simone Gietz aus Bad Holzhausen gibt Hilfestellung.

Nettelstedt (WB/jes). Eine Deutsche Meisterschaft hat in Nettelstedt Premiere gefeiert. Nein, es ging nicht um Handball, auch nicht um Fußball. Der Internationale Rasse-, Jagd- und Gebrauchshundeverband (IRJGV) hat am Wochenende neue Titelträger im Agility ermittelt. Der Hindernis-Wettbewerb für kleine und große Hunde hat Menschen und Tiere aus allen Regionen des Landes in Nettelstedt zusammengeführt.

Nicht wenige Starter hatten zum Höhepunkt des Jahres mit Nervosität zu kämpfen. Angesichts des kniffligen Parcours wurde das so manchem Team zum Verhängnis, berichtete Dana Taake von den Hundefreunden Lübbecke. Denn die Hunde würden die Unruhe ihrer Besitzer sehr genau spüren. »Das kann dazu führen, dass sie schneller Fehler machen«, sagte Taake.

Gerade die galt es zu vermeiden. Denn beim Agility gewinnt der schnellste Hund mit den wenigsten Fehler. Die Tiere müssen ganz bestimmte Kontaktflächen auf den Hindernissen berühren. Verweigert ein Hund vor einem Hindernis, kann das wie im Reitsport zur Disqualifikation führen.

Lob für den Austragungsort

Insgesamt 138 Starter wetteiferten in Nettelstedt um den Sieg. Für den Austragungsort, die Hundesportakademie Westfalen gab es viel Lob. Von optimalen Bedingungen sprach Sabine Herder, Mitorganisatorin aus Versmold: »Hier gibt’s die Möglichkeit, dass zwei Parcours parallel ablaufen können. Das ist einzigartig in Deutschland.«

Die beiden Starter aus dem Kreis Minden-Lübbecke, Jessica Oppermann (Rahden), mit Dalmatiner-Hündin Eternity und Simone Gietz (Lübbecke) mit Australian-Shepherd-Dame Ziva, schlugen sich im hochklassigen Feld wacker. Für ganz vorne reichte es aber nicht. Während Jessica Oppermann mit Eternity auf Platz 63 landete, belegten Simone Gietz und Ziva Platz 39. »Bei dem Feld ist das eine hervorragende Leistung«, befand Trainerin Dana Taake. In der Mannschaftswertung verbuchte das Team Pfotenpower Lübbecke mit Simone Gietz, Jessica Oppermann sowie Julia Kleine aus Bad Essen den 16. Platz. Die Titel gingen an Monika Loß aus Lünen (kleine Hunde), Dirk Steverding aus Baumberge (große Hunde) und im Team nach Versmold. Anke Müller, Nadine Küker und Kathrin Sandfuchs jubelten mit ihren Hunden über Gold.

Pokale und Futter für die Besten

In der Jury saßen mit den Kampfrichtern Arnold Caspers (IRGJV Gehlenberg bei Cloppenburg) und Tobias Viertel (IRGJV Wiesbaden) erfahrene Leute aus dem Verband. Auf die Gewinner warteten Pokale und Urkunden, für die Vierbeiner gab’s Futter und Spielzeug. Dana Taake zog ein positives Fazit: »Es war ein riesengroßes Event, sowas haben wir noch nie organisiert. Wir freuen uns sehr, dass die Veranstaltung so positiv angenommen wurde.«

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