Eugen Wolf und Phirho Weiß landen Volltreffer
Prinzen mit Schussglückund verrutschter Linse

Lübbecke (WB/wk). Eugen Wolf (23) und Phirho Weiß (20) werden den 526. Schützenball der Lübbecker Bürgerschützen wohl nie vergessen. Die neuen Kronprinzen haben Volltreffer gelandet – unter kuriosen Umständen.

Sonntag, 10.06.2018, 21:15 Uhr aktualisiert: 10.06.2018, 21:20 Uhr
Die neuen Kronprinzen Eugen Wolf (23, Zweiter von links) und Phirho Weiß (rechts daneben) haben Volltreffer gelandet. Foto: Kai Wessel
Die neuen Kronprinzen Eugen Wolf (23, Zweiter von links) und Phirho Weiß (rechts daneben) haben Volltreffer gelandet. Foto: Kai Wessel

»Meine Kontaktlinse war verrutscht. Ich sah nur noch schemenhaft«, berichtete Kronprinz Eugen Wolf von den Sekunden im Schießstand, als er den Finger am Abzug des Vorderlader-Gewehrs hatte. Verschwommen sah er das Schwarze und drückte einfach ab. Wie durch Zauberei traf der Software-Entwickler der IMA, der erst vier Stunden zuvor als Ausmarschierer rekrutiert wurde, in die »11«.

Freundin muss umplanen

Was er selbst kaum fassen konnte, schockte auch Freundin Sara Kleffmann: »Sie wollte eigentlich nur kurz bleiben und schnell wieder nach Hause«, schilderte der neue Kronprinz des Wiehenwegzuges. Daraus wurde nichts, Feiern war angesagt. Sehr zur Freude von Hauptmann Michael Hachmeister, dem zum 50-jährigen Bestehen des Wiehenwegzuges immerhin ein Kronprinz vergönnt blieb. Im Vorjahr hatte der Wiehenwegzug sowohl bei den ungeraden als auch bei den geraden Hausnummern den Prinzen gestellt: »Wir können aber auch mal einen abgeben«, sagte Hachmeister in Geberlaune.

Maschinenbaustudent beendet lange Durststrecke

Den Prinzen der geraden Hausnummern stellten die Wiehengebirgsschützen. Ein Jahrzehnt lang hatten sie auf einen neuen Kronprinzen warten müssen, umso größer war der Jubel über Phirho Weiß (nach den griechischen Buchstaben »Phi« und »Rho«). Der Maschinenbaustudent beendete die lange Durststrecke, indem er die Kugel mit etwas Schussglück in die »12« setzte: »Ich hatte eigentlich die ›6‹ im Visier. Außerdem trug ich keine Ohrstöpsel und hab’ mich total erschrocken, weil es so laut gekracht hat.«

Insgesamt hatten sich mehr als 40 Anwärter um die Prinzenwürde bemüht. Schützenkönige wurden in diesem Jahr nicht ermittelt, weil das Bataillon sportlichen Großereignissen, die stets in geraden Jahren wie jetzt in 2018 ausgetragen werden, aus dem Weg gehen möchte.

Nachdem der Schützenplatz im Vorjahr nach Dauerregen zum Morast wurde, blieben die Besucher am Samstag trocken. Die Stimmung blieb bis in die Nacht hinein fröhlich.  Im Festzelt wurde zur Musik von Seven Beats noch lange getanzt.

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