Do., 15.11.2018

Neuer Entsorger RMG beauftragt Subunternehmer – Ausnahme ist Hüllhorst Wüppenhorst sammelt Gelbe Säcke ein

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Von Friederike Niemeyer

Lübbecke (WB). Zum 1. Januar übernimmt die Firma RMG Rohstoffmanagement GmbH aus Hessen die Abholung der Gelben Säcke. Das bleibt in manchen Kommunen für die Bürger nicht folgenlos.

Wie berichtet, hat die Firma Tönsmeier die neue Ausschreibung des Dualen Systems zur Abfuhr der Gelben Säcke im Kreisgebiet verloren – nach 27 Jahren. Auch wenn keine Arbeitsplätze verloren gehen, bedauert die Tönsmeier-Gruppe diesen Verlust, sagte Sprecher Boris Ziegler. »Unser Anspruch muss es sein, den Sammelvertrag für den Kreis Minden-Lübbecke bei der nächsten Ausschreibung zurückzugewinnen«, kündigte er an. Bis dahin werde Tönsmeier keinesfalls als Sub-Unternehmer für den neuen Entsorger auftreten.

Die Firma RMG hat bislang keine Niederlassung im Mühlenkreis. Für fast alle Städte und Gemeinden im Altkreis Lübbecke übernimmt der Stemweder Entsorger Wüppenhorst die Abfuhr – mit nur wenigen Auswirkungen (siehe Info-Kasten). »Wir haben für diese Aufgabe Top-Leute, eigenes Personal, und ich bin überzeugt, dass wir das gut hinkriegen«, sagte Geschäftsführer Christian Wüppenhorst. Als Sub-Unternehmer ist Wüppenhorst bereits für Tönsmeier in Stemwede und Rahden gefahren. Durch den Verlust des Auftrags für Bio- und Restmüll in Rahden und Stemwede, habe sein Unternehmen Kapazitäten frei, sagte Wüppenhorst.

In Hüllhorst und im Altkreis Minden wird RMG selbst tätig, bestätigen die Gemeinde Hüllhorst und Günter Landhofer. Er ist Technischer Leiter des Abfallentsorgungsbetriebes des Kreises AML. Mit Blick auf den Vertragsbeginn am 1. Januar sagte Landhofer: »Das ist recht sportlich.« Schließlich benötige RMG Fahrzeuge, Personal und Sammelplätze vor Ort.

Der Kreis und die elf Städte und Gemeinden sind keine Vertragspartner für die Entsorgung und Verwertung der Leichtverpackungen. Dennoch sind sie Ansprechpartner für den Entsorger. Und es gibt eine Einflussmöglichkeit. »Wir können eine Rahmenvorgabe machen, und die ist bindend«, sagte Landhofer. Diese Rahmenvorgabe soll noch im November an den Entsorger gehen. Es wird darin festgeschrieben, dass sich der Abholrhythmus für die Gelben Säcke an der Restmüll-Abfuhr orientiert, also vierwöchentlich erfolgt. Ausnahmen: In Bad Oeynhausen, Petershagen und Bad Oeynhausen wird 14-tägig abgeholt, und das soll auch so bleiben, sagte Landhofer.

Außerdem wird in die Rahmenvorgabe aufgenommen, dass nach Auslaufen des zweijährigen Vertragszeitraums die im Kreis gewünschte Gelbe Tonne eingeführt wird. Landhofer: »Wir sind zuversichtlich, dass wir die Umstellung ab 2011 hinbekommen.«

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