Di., 08.01.2019

Neujahrskonzert in der Stadthalle Lübbecke: Europa als Leitmotiv Orchester greift nach den Sternen

Ein Neujahrskonzert mit viel Europa, Sternen und Sekt. Dirigent Heinz-Hermann Grube hat die Veranstaltung spritzig-unterhaltsam moderiert.

Ein Neujahrskonzert mit viel Europa, Sternen und Sekt. Dirigent Heinz-Hermann Grube hat die Veranstaltung spritzig-unterhaltsam moderiert. Foto: Ria Stübing

Von Ria Stübing

Lübbecke (WB). »Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne.« Mit diesem Klassiker der deutschen Musikgeschichte haben Dirigent Heinz-Hermann Grube und das Publikum das Neujahrskonzert eröffnet. Das Konzert in der Stadthalle trug den Titel »Sonne, Mond und Sterne« und stand ganz im Zeichen von Europa.

Heinz-Hermann Grube schaffte es nicht nur, die Zuhörer zum Singen des Martinsliedes zu animieren, sondern auch, den Titel des Konzertes zu erklären. So stünde die Sonne beispielsweise für das Sinfonieorchester, das »ein wenig Glanz« in die Stadthalle bringen wolle. Der Mond wiederum stehe, so Grube, für die Romantik, die den ersten Teil des Konzertes bestimmte und die Sterne, zwölf an der Zahl, fänden sich in der Europa-Flagge wieder.

Das »Te Deum«, auch bekannt als Europa-Hymne, markierte den Einstieg in den europäischen Abend. Sopranistin Johanna Grube, ehemalige Stipendiatin der Sparkassenstiftung und Tochter des Orchesterleiters, verzückte mit Joseph Haydns »Sonne, Mond und Sterne«, »Thank you, Stars« von Mike Batt und »Moon over Bourbon Street«. Arrangiert wurden viele Stücke von Bratschist Horst Schilling. Ein Medley mit bekannten Melodien aus dem Musical »Miss Saigon« begleitete das Publikum in die obligatorische Sektpause des Neujahrskonzerts.

Spritzige Moderation

Ebenso spritzig wie das Getränk war die Moderation von Heinz-Hermann Grube. Vor der »Musikalischen Europalette« gab es bunte Fähnchen aller im Konzert vertretenen Länder für das Publikum, inklusive einer Anleitung vom Dirigenten, wann und in welcher Form diese zum Einsatz kommen sollten. Nun lag es an den Zuhörern, Melodien wie Mozarts »Rondo alla Turca« oder Brahms »Ungarischen Tanz Nr. 5« zu erkennen und gegebenenfalls das erhaltene Fähnchen zu schwenken. Das klappte ganz gut.

Als eine heiter-traurige Verbindung von Lyrik und Musik kündigte Grube Ludwig van Beethovens »Mondscheinsonate« an. Zu Jeannette Krügels Klavierspiel rezitierte der vielseitige Musiker Heinz Erhardts Gedicht »Mond über der Stadt«, das wie folgt endet: »Ich hänge am Himmel und scheine – gar keinen besonderen Eindruck zu machen . . .«

Umso größer war der Eindruck, den das Sinfonieorchester hinterließ: Nachdem beim »Radetzky-Marsch« neben dem Orchester auch das Publikum seine Einsätze zum Mitklatschen erhalten hatte, musste sich Dirigent Grube kurz darauf dem Willen der Zuhörer beugen. Der lang anhaltende Applaus war nur mit Zugaben zu stoppen und derer gab es zwei: Die Musiker gaben noch einmal den »Ungarischen Tanz« zum Besten, ehe die längst überfällige Gesangseinlage des gesamten Orchesters den endgültigen Schlusspunkt setzte: »Der Mond ist aufgegangen« – passender hätte die Auswahl für das Finale nicht sein können.

Open-Air-Konzert in Stockhausen

Heinz-Hermann Grube dankte an diesem Abend vielen Menschen, die zum guten Gelingen des vergangenen Musikjahres beigetragen hatten. Dem Orchester, den Chören, der Musikschule Pro Musica, Stadt und Sparkasse, dem Rotary-Club, der Freiwilligen Feuerwehr und vielen Helfer rund um Licht und Technik. Auch den »Orchesterwirt« vergaß er nicht.

An die guten Erfolge anknüpfen wollen alle Beteiligten im gerade begonnenen Jahr. Für die beiden Neujahrskonzerte 2020 beginnt der Vorverkauf  bereits in der kommenden Woche. Die Karten sind dann in der Bücherstube erhältlich. Doch zuvor soll ein weiteres Musikereignis im Zeichen Europas nach Stockhausen locken. Der Verein »Stockhausen für Europa« lädt für den 24. Mai zu einem Open-Air-Konzert in den Lübbecker Ortsteil ein.

Konzert für Europa, »Europawahl 2019 – Ein Fest der Demokratie« lautet der Titel des Konzertes. Beteiligt sind das Sinfonieorchester, die Kantorei an St. Andreas und Solisten. Karten für diese Veranstaltung sind in der Geschäftsstelle der LÜBBECKER KREISZEITUNG, in der Bücherstube und über den Verein »Stockhausen für Europa« erhältlich (Telefon: 05741/12110, E-Mail: kontakt@stockhausen-fuer-europa.de ).

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6304756?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516047%2F