Vorträge und Workshops rund um das Thema Trauer- und Sterbebegleitung
Das Ziel ist eine gute Versorgung

Lübbecke/Espelkamp  (WB). Anfang Februar startet die Hospiz-Aktionswoche im Altkreis Lübbecke. An verschiedenen Standorten werden Kurse, Vorträge und Workshops angeboten. Eröffnet wird die Aktionswoche mit einem ökumenischen Gottesdienst in Espelkamp.

Freitag, 01.02.2019, 09:00 Uhr
Die Koordinatorinnen des ambulanten Hospizdienstes im Altkreis Lübbecke: Sabine Wüppenhorst (von links) und Ortrud Schwenker-Steen sowie die Koordinatorin für Lemförde und Stemwede, Nicole Otte, stellen die Hospiz-Aktionswoche vor. Foto: Eva Rahe
Die Koordinatorinnen des ambulanten Hospizdienstes im Altkreis Lübbecke: Sabine Wüppenhorst (von links) und Ortrud Schwenker-Steen sowie die Koordinatorin für Lemförde und Stemwede, Nicole Otte, stellen die Hospiz-Aktionswoche vor. Foto: Eva Rahe

Mit dem Thema Sterbehilfe beschäftigen sich die meisten Menschen erst, wenn sie persönlich betroffen sind. »Sterben, Tod und Trauer hat in unserer Welt einen recht kleinen Stellenwert. Das möchten wir ändern«, erklärt Sabine Wüppenhorst, eine der Organisatorinnen der Hospiz-Aktionswoche. Die einzelnen Hospizdienste im Altkreis Lübbecke sind in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter zusammengerückt.

Einrichtungen sind eng vernetzt

Die Koordinatorinnen Christel Vogt-Röher (Hüllhorst), Ortrud Schwenker-Steen (Lübbecke und Preußisch Oldendorf), Bettina Dreyer (Espelkamp), Sabine Wüppenhorst (Rahden, Stemwede) und Nicole Otte (Lemförde, Stemwede) arbeiten heute Hand in Hand und sind eng miteinander vernetzt. »Unser gemeinsames Ziel ist die palliative Begleitung schwerstkranker Menschen. Wir möchten eine gute Versorgung bieten«, erklärt Sabine Wüppenhorst.

Um einen ambulanten Hospizdienst zu gründen, braucht es 15 ehrenamtliche Helfer. Dass Lübbecke zusätzlich ein stationäres Hospiz hat, sei eine glückliche Ausnahme, führt Ortrud Schwenker-Steen an. Der ambulante Hospizdienst schickt seine Helfer und Helferinnen in Familien, die seelische und psychische Unterstützung bei der Betreuung von todkranken und sterbenden Menschen benötigen.

»Wir sind oft der letzte Rat«

»Wenn die Betroffenen sich bei uns melden, gehen sie meistens schon auf dem Zahnfleisch. Wir sind oft der letzte Rat, mit dem sie sich noch zu helfen wissen«, sagt Sabine Wüppenhorst. Die Helferinnen und Helfer müssten für diesen Job eine gute Grundausrüstung haben, fügt Ortrud Schwenker-Steen hinzu. Aus diesem Grund müssen die Betreuer zunächst einen Kurs machen, in dem sie die Befähigung zur ambulanten Sterbebegleitung erhalten. Anschließend werden regelmäßige Reflexionsgruppen und Supervisionen angeboten.

Im Lübbecker Bereich arbeiten zur Zeit 60 ehrenamtliche Helfer. Das würde sich zunächst viel anhören, sei es aber nicht. »Unsere Ehrenamtlichen sind nicht ständig abrufbar und brauchen auch mal Pausenzeiten«, erklärt Ortrud Schwenker-Steen. Viele seien berufstätig und würden das nebenbei machen, fügt sie an. Das Berufsbild der ehrenamtlichen Helfer ist vielschichtig, genauso wie das Alter, es geht von 22 Jahren bis 92. Bei den Helfern gebe es eine große Vielfalt und »wir können schauen, wen wir am besten wo hinschicken«, berichtet Sabine Wüppenhorst.

Kurs für »Letzte Hilfe«

Die meisten Menschen würden gerne zu Hause sterben. »Darauf muss man sich vorbereiten, und wir bieten die Hilfen dazu«, fügt Sabine Wüppenhorst an. Eines dieser Angebote ist der Kurs »Letzte Hilfen«, in Anlehnung an den Erste-Hilfe-Kurs. Dort werden Betroffene mit den wichtigsten Dingen ausgestattet, die man braucht, um einen Menschen in seinen letzten Tagen zu begleiten.

Termine im Überblick

Sonntag, 10. Februar , 15 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst mit Kirchkaffee und Ausstellung, Ludwig-Steil-Hof, Espelkamp. Montag, 11. Februar , ab 19 Uhr: Mutmachworkshop »Wie kann ich Trauernden begegnen«, Quartier Katzengasse, Rahden, 05443/997093. Dienstag, 12. Februar , 19 Uhr: Vortrag »Schuldfragen am Lebensende«, PariVital, Bahnhofstr. 27 - 29, Lübbecke. Mittwoch, 13. Februar , ab 18 Uhr »Letzte-Hilfe-Kurs«, Umsorgen von schwer erkrankten und sterbenden Menschen, Gemeindezentrum, Osterort, Stemwede-Haldem, 05443/997093. Donnerstag, 14. Februar , 19 Uhr: Film und Begegnung »Überall wo wir sind«, Kino Lichtburg, Unter den Eichen 19, Quernheim (Lemförde)

 

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6361081?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516047%2F
Ärger um Abstandsregel und Maskenpflicht
Wie auf diesem Foto zu sehen ist, sind die Abstandsregeln nicht eingehalten worden. Auch einen Mund-Nasen-Schutz haben die meisten Schüler nicht getragen. Foto:
Nachrichten-Ticker