Mi., 27.02.2019

MKK investieren 4,2 Millionen am Standort Lübbecke – Arbeiten im laufenden Betrieb Notaufnahme wird zur Baustelle

Nur die große Lampe ist übrig vom Mobiliar des bereits leer geräumten alten OPs der zentralen Notaufnahme des Lübbecker Krankenhauses. Über die Modernisierung freuen sich (von links) Dr. Brigitte Lehning, Geschäftsführerin Dr. Christine Fuchs, Dr. Bernd Hillrichs, Architektin Brigitte Knigge, Karsten Preuss (Bereichsleiter Funktionsdienste),Architekt Klaus Budde und Pflegedienstleiterin Urte Abbate.

Nur die große Lampe ist übrig vom Mobiliar des bereits leer geräumten alten OPs der zentralen Notaufnahme des Lübbecker Krankenhauses. Über die Modernisierung freuen sich (von links) Dr. Brigitte Lehning, Geschäftsführerin Dr. Christine Fuchs, Dr. Bernd Hillrichs, Architektin Brigitte Knigge, Karsten Preuss (Bereichsleiter Funktionsdienste),Architekt Klaus Budde und Pflegedienstleiterin Urte Abbate. Foto: Arndt Hoppe

Von Arndt Hoppe

Lübbecke (WB). Weitgehend unbemerkt haben die Vorbereitungen begonnen. Ab Montag kreist der Hammer. Dann wird am Lübbecker Krankenhaus die Zentrale Notaufnahme komplett umgebaut. 4,2 Millionen investieren die Mühlenkreiskliniken in die Modernisierung, die zwei Jahre in Anspruch nehmen wird.

 

»Es ist ein sehr wichtiger Schritt für das Krankenhaus Lübbecke und ich freue mich, dass der Verwaltungsrat unserem Antrag zugestimmt hat«, sagte Geschäftsführerin Dr. Christine Fuchs. Nach der Neugestaltung der Intensivstation und der Sanierung des Kreißsaals sei diese Investition ein Bekenntnis der MKK zur bestmöglichen medizinischen Versorgung im ländlichen Raum. Christine Fuchs stellte gemeinsam mit Beteiligten der verschiedenen Abteilungen die Pläne des Großprojektes vor: »Die Arbeiten bei laufendem Betrieb sind wie eine Operation am offenen Herzen.«

»Ein guter Zeitpunkt«

Welche Dimensionen diese »Operation« hat, stellte Fuchs mit Verantwortlichen aus verschiedenen Abteilungen sowie mit den Architekten Klaus Budde und Brigitte Knigge vor. Der Umbau des insgesamt 1000 Quadratmeter großen Notaufnahmebereichs erfolgt demnach in vier Bauabschnitten. Insgesamt werden 58 Räume neu gestaltet, darunter ein Operationssaal, ein Aufwachraum, elf Behandlungsräume, ein Schockraum, Patientenbereiche, die Halle für die Rettungswagen sowie Personalzimmer.

»Es ist ein guter Zeitpunkt, den Umbau in Angriff zu nehmen und alle Bereiche den aktuellen Bedürfnissen anzupassen«, sagte Dr. Brigitte Lehning, organisatorische Leiterin der Zentralen Notaufnahme (ZNA). Die ZNA ist baulich seit der Eröffnung 1985 weitgehend unverändert geblieben. Dabei sei die Zahl der Patientenkontakte im Jahr 2018 um 1000 auf 24.000 gestiegen. Ein Trend, der bundesweit bei Notaufnahmen zu verzeichnen sei. »Das liegt auch am veränderten Verhalten der Patienten, die sich vielfach für die zentrale Notaufnahme entscheiden«, sagte Dr. Jens Tiesmeier, leitender Arzt der Notfallmedizin. Der Umbau werde auch dazu beitragen, die Patienten sinnvoll und sachgerecht den richtigen Abteilungen zuzuweisen.

Neuer multifunktional nutzbarer OP

Architekt Klaus Budde erklärte, dass der erste Bauabschnitt, der seit Ende 2018 vorbereitet wird und im November 2019 beendet sein soll, etwa 60 Prozent der Maßnahme ausmacht und 505 Quadratmeter umfasst. Der Bereich werde komplett entkernt und auf den Rohbau zurückgebaut. In dem Abschnitt werden vier Behandlungszimmer, ein Aufwachraum mit sechs Liege- Überwachungsplätzen und ein neuer Operationssaal entstehen. Budde versicherte, dass weder die Arbeitsabläufe der Mitarbeiter noch der Patientenfluss beeinträchtigt würden.

Dr. Bernd Hillrichs, Leiter der Unfallchirurgie und Orthopädie betonte, dass der neue OP eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu den beiden alten OPs der Notaufnahme darstelle. »Das ist kein OP zweiter Klasse, sondern er wird multifunktional nutzbar und auch für dringende Notfälle geeignet sein.« Der neue Operationssaal ist voraussichtlich ab November 2019 einsatzbereit.

Empfang soll offener gestaltet werden

Anfang 2020 geht dann Bauabschnitt zwei an den Start, wie Karsten Preuss, Bereichsleiter der Funktionsdienste, berichtete. In etwa fünf Monaten soll dann auf 215 Quadratmetern ein großer Teil der jetzigen Notaufnahme und des Schockraums überbaut werden. Zum Teil ergäben sich während der Umbauten längere Wege, zum Beispiel zum Aufwachraum im ersten Stock, sagte Preuss.

Der dritte Bauabschnitt startet in der zweiten Jahreshälfte 2020. Er umfasst 150 Quadratmeter und beinhaltet die restlichen Räume der ZNA, zwei Behandlungszimmer, den Triage-Raum, ein Arztzimmer und den Wartebereich. Im abschließenden vierten Bauabschnitt steht dann im Wesentlichen die Wagenhalle an. Sie muss nach den aktuellen Brandschutzbestimmungen umgestaltet werden«, sagte Architektin Brigitte Knigge.

Einer der Vorteile der Modernisierung sei die räumliche Trennung von mobilen Patienten, die selbst zur Notaufnahme kommen, und den liegenden Patienten, die mit dem Krankenwagen gebracht werden, sagt Dr. Christine Fuchs. Auch solle der Empfang der mobilen Patienten offener und freundlicher gestaltet werden.

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