Di., 05.03.2019

GSV Gehlenbeck-Nettelstedt präsentiert spektakuläre Show in der Stadthalle Lübbecke Kinder entdecken den Zauber Afrikas

Hier wird getrommelt, was das Zeug hält: 600 Zuschauer sahen und hörten den »Trommelzauber« des Grundschulverbundes Gehlenbeck-Nettelstedt in der Lübbecker Stadthalle.

Hier wird getrommelt, was das Zeug hält: 600 Zuschauer sahen und hörten den »Trommelzauber« des Grundschulverbundes Gehlenbeck-Nettelstedt in der Lübbecker Stadthalle. Foto: Silke Birkemeyer

Von Silke Birkemeyer

Lübbecke (WB). Zum Abschluss einer Projektwoche haben 256 Kinder des Grundschulverbundes Gehlenbeck-Nettelstedt mit einer rhythmischen und farbenfrohen Aufführung ein Glanzlicht im Schulalltag präsentiert. In der Stadthalle führten sie das Märchen »Das Geheimnis der Zaubertrommel« auf.

600 Zuschauer sahen eine mitreißende, rhythmisch packende und gut organisierte Show. In deren Mittelpunkt standen zwei Kinder eines afrikanischen Dorfes, die sich im Auftrag der Dorfbewohner auf den Weg machen um die Zaubertrommel zu finden. Sie soll den rettenden Regen bringen und die Not von Menschen und Tieren lindern. Auf ihrer abenteuerlichen Reise begegnen die Kinder Zauberbäumen und Sternen, Trommelaffen, freundlichen Krokodilen, tanzenden Kürbissen und Muscheln. Mit dem Zaubertier »Sai-Sai« und einem Magier gelingt den beiden Kindern das Unterfangen.

Mutmacherlied begleitet die Hautdarsteller

Auf ihrer Reise werden die beiden Hauptdarsteller immer wieder vom Mutmacherlied, das alle Kindern und ihrer Lehrer singen und trommeln, begleitet. »Das könnt ihr dreieinhalbmal so laut. Und auch fünfmal so laut«, wurden sie vom Projektleiter angefeuert. Es dauerte nicht lange, bis sich die Stadthalle, getragen von den rhythmischen Klängen, in eine afrikanische Märchenlandschaft verwandelte. Bis in die letzten Reihe waren die mitgereisten Eltern und Geschwisterkinder im Afrikafieber, klatschten mit den Händen, wippten mit den Füßen. Kaum, dass der letzte Ton verklungen war, gab es frenetischen Beifall für eine dynamische und fantasievollen Darbietung.

»Tolle und disziplinierte Leistung«

»Das war eine ganz, ganz tolle und disziplinierte Leistung«, sagte Stefan Schaefers, dessen Sohn David einen Trommelaffen gespielt hatte. Einige Erwachsene hätten sich wehmutsvoll an ihre eigene Schulzeit erinnert gefühlt, berichtete Schulleiterin Silke Gillar. Damals war ein Zirkusprojekt der Höhepunkt der Grundschulzeit.

Beim »Trommelzauber« sei es ihr nicht nur um das gemeinsame Musizieren gegangen, betonte Gillar, sondern um das Gemeinschaftsgefühl und die Möglichkeit, mit den Erfolgen über sich hinaus zu wachsen. Das habe zu einer guten Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten geführt und der Schule eine erlebnisreiche Woche beschert. Außer Trommelschulungen und dem Pauken der Lieder sowie der Choreografie hätten die Herstellung von Masken, des Bühnenbildes, afrikanischen Schmucks und natürlich der Instrumente auf dem Stundenplan gestanden. Dabei sei es um die Entdeckung der eigenen Kreativität gegangen, die Steigerung der Konzentration und des Selbstwertgefühls. Eine Woche lang fuhren die Kinder vom Standort Nettelstedt mit dem Bus zur Grundschule Gehlenbeck.

Schulleiterin: Kinder in Afrika sind mit weniger glücklich

Im Nachgang soll es noch einmal einen »afrikanischen Nachklang« geben. »Wir haben Afrika und besonders das Leben der Kinder dort auf vielfältige Weise kennengelernt«, sagte Gillar. Der Fokus habe trotz der sichtbaren Unterschiede immer darauf gelegen zu zeigen, dass die Kinder in Afrika auch mit weniger glücklich und zufrieden seien, so Gillar.

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