Mi., 15.05.2019

Mitglieder des Vereins »Stockhausen für Europa« werben für die Wahl Von Haus zu Haus

Überzeugungsarbeit in Stockhausen: Gerd H. Niemeyer hat bei Familie Vahrenkamp geklingelt, um für die Teilnahme an der Europawahl zu werben. Paula (5) und Nele (3) dürfen noch nicht, Eva und André Vahrenkamp wollen mitmachen.

Überzeugungsarbeit in Stockhausen: Gerd H. Niemeyer hat bei Familie Vahrenkamp geklingelt, um für die Teilnahme an der Europawahl zu werben. Paula (5) und Nele (3) dürfen noch nicht, Eva und André Vahrenkamp wollen mitmachen. Foto: Kai Wessel

Von Kai Wessel

Stockhausen/Rosendahl (WB). Dingdong: Sonntag, kurz nach 11 Uhr. Bei Familie Vahrenkamp hat es geklingelt. Vor der Tür steht Gerd H. Niemeyer, Vertreter des Vereins »Stockhausen für Europa«. Seine Mission ist es, für die Europawahl am 26. Mai zu werben. Er will die Dorfbewohner an die Wahlurne bringen. Das Ziel lautet 80 Prozent plus x.

Bei Familie Vahrenkamp hat Gerd H. Niemeyer ein leichtes Amt. »Natürlich gehen wir wählen. Das machen wir immer«, sagt André Vahrenkamp (35). Gattin Eva (34) nickt. »Der letzte, der bei uns geklingelt hat, war Frank Haberbosch.« Das war vor fünf Jahren. Damals warb Haberbosch um Unterstützung für seine Kandidatur als Bürgermeister.

Niemeyer wirbt für niemanden. »Ich will nur, dass die Leute hier in zwei Wochen überhaupt wählen gehen. Wenn wir am Ende unter 70 Prozent bleiben, wäre das schon schade.« An der Tür betont er, wie wichtig Europa sei, auch für Familie Vahrenkamp. Als Geschenk gibt es für Paula (5) und Nele (3) noch eine riesige Europafahne, für die Eltern den Hinweis, dass beim großen Konzert am Freitag vor der Wahl (24. Mai, ab 19 Uhr) noch Plätze an der Begegnungsstätte frei sind.

»Bislang haben wir nur gute Erfahrungen gemacht«

Familie Vahrenkamp dankt und Niemeyer zieht weiter. Acht Mitglieder sind seit dem vergangenen Wochenende in den Straßen von Stockhausen unterwegs . Etwa 200 Haushalte werden abgeklappert. »Bislang haben wir nur gute Erfahrungen gemacht«, sagt Niemeyer.

Gerd H. Niemeyer aus Stockhausen (Zweiter von links) ist zu Besuch in der Gemeinde Rosendahl: Monika Klein (links), Vorsitzende des dortigen Partnerschaftsvereins, präsentiert den Pokal, der an den Sieger des Duells um die höchste Wahlbeteiligung geht.

Die Kunde, dass Stockhausen und der Europaverein seit Monaten die Werbetrommel rühren, um bei der Wahl eine extrem hohe Wahlbeteiligung zu erreichen, hat auch überregional Beachtung gefunden. Die Gemeinde Rosendahl im Kreis Coesfeld hat Stockhausen zum Duell herausgefordert (diese Zeitung berichtete). Dort sollen sogar 85 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben.

Nun ist Gerd H. Niemeyer einer Einladung aus Rosendahl gefolgt. Er war Ehrengast auf dem Frühlingsfest und konnte sich ein Bild von der örtlichen Kampagne »100 Prozent Europa – Rosendahl geht hin« machen. Knapp zwei Stunden war Niemeyer in seinem Golf unterwegs, ehe er die romanische Kirche von Osterwick sah. Insgesamt zählt Rosendahl 8891 Wahlberechtigte. Zum Vergleich: Stockhausen hat 739 Einwohner.

»Die Europa-Begeisterung ist an beiden Orten exakt die gleiche.«

Niemeyer berichtet, dass er mit einem freundlichen »Hallo« begrüßt worden sei. Das erste Gespräch mit Monika Klein und Sabine Schreijer, den Vorsitzenden des Rosendahler Partnerschaftsvereins, sei »sehr herzlich« verlaufen. Niemeyers Eindruck: »Die Europa-Begeisterung ist an beiden Orten exakt die gleiche.«

Der Wettstreit um die höhere Wahlbeteiligung würde von beiden Seiten als nette Zugabe gesehen. »Der Partnerschaftsverein kann sich auf viele andere Institutionen in der gesamten Gemeinde stützen.« Zu unterschätzen sei die Konkurrenz daher nicht. Nach Gesprächen mit den europabegeisterten Menschen wurde ein Foto mit einem Pokal gemacht. Er wurde von Rosendahlern gestiftet und soll an den Ort gehen, an dem mehr Leute zur Wahl gehen.

Gerd H. Niemeyer verteilte noch Mitbringsel, darunter vier Karten für das Konzert. »Die Rosendahler haben die Einladung nach Stockhausen gern angenommen und wollen den Kontakt fortsetzen«, sagt Niemeyer.

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