Fr., 28.06.2019

Stadt Lübbecke wartet auf Förderbescheid – 3,5 Millionen Euro für Pläne veranschlagt Wird der Bürgerpark bald Realität?

In dem Vorentwurf sind neben Wegen durch das Areal auch einzelne Spielflächen und Aufenthaltsorte eingeplant.

In dem Vorentwurf sind neben Wegen durch das Areal auch einzelne Spielflächen und Aufenthaltsorte eingeplant. Foto: wbp

Von Louis Ruthe

Lübbecke (WB). 10.000 Quadratmeter groß ist das Areal des ehemaligen Freibades an der Obernfelder Allee. Die maroden Reste der Anlage stehen unter Denkmalschutz. Seit Jahren liegt das Gelände brach. Das könnte sich bald ändern – wenn die Förderanträge der Stadt Lübbecke von der Landesregierung genehmigt werden. Im Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung wurde jetzt der aktualisierte Entwurf zum »Bürgerpark« vorgestellt.

»Wir sind zuversichtlich, dass die Förderanträge genehmigt werden«, sagte Bauamtsleiter Ingo Ellerkamp in der Sitzung des Ausschusses. Die Stadtverwaltung hofft, dass der erste Spatenstich zu den Arbeiten auf dem Areal zwischen dem Sportplatz des FC Lübbecke und dem Krankenhaus noch in diesem Jahr erfolgen kann. Auf dem Gelände des ehemaligen Freibades sollen nach den Entwürfen eines Planungsbüros unter anderem Spielbereiche für Kinder und Jugendliche entstehen. Die Planer orientierten sich an einem Werkstattverfahren. Vor vier Jahren konnten Bürger ihre Ideen zum Gelände einbringen.

»Ich glaube, seit ich in Lübbecke bin, begleitet mich das Thema Obernfelder Allee«, sagte Ingo Ellerkamp. Bis Ende des Jahres kann nun Bewegung in die Planungen kommen. »In den Haushalten 2019 und folgende sind die nötigen finanziellen Mittel für die Arbeiten vorgesehen«, sagte Ellerkamp. Er rechne damit, dass in den nächsten Wochen die Förderbescheide bei der Stadtverwaltung »eintrudeln« könnten.

Fördergelder beantragt

Im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) hat die Verwaltung die Anträge für das 3,5-Millionen-Projekt beim Land gestellt. »Wir rechnen mit einer Förderung in Höhe von geschätzt etwa 2,5 Millionen Euro«, sagte Stadtsprecher Andreas Püfke. Bis dahin heißt es warten, denn nach Auskunft von Püfke sei derzeit noch nicht sicher, ob die Landesregierung die städtischen Anträge tatsächlich in der erhofften Höhe fördert.

Erst wenn darüber Klarheit bestünde, könne in den städtischen Ausschüssen endgültig über die Maßnahmen am Areal abgestimmt werden. »Wie im Bauausschuss vorgestellt, treiben wir gegenwärtig die konkrete Planung des Projekts mit dem Ziel voran, ohne größere Verzögerungen in die Umsetzung gehen zu können«, sagt Andreas Püfke. Im Ausschuss erklärte Ellerkamp: »Die Verwaltung ist getragen von der Hoffnung, dass die Politik sich nach dem Bescheid im Sinne der großen Mehrheit für einen Bürgerpark entscheidet.«

10-Meter-Klettertrum

Im Entwurf soll ein etwa zehn Meter hohes Klettergerüst am denkmalgeschützten Sprungturm das »prägende Merkmal« des Bürgerparks werden. »Mit solch einem Bau können wir in Lübbecke ein – wenn man so will – Alleinstellungsmerkmal für die Region schaffen«, sagt Ellerkamp. Das Klettergerüst soll per Hängebrücke mit dem Sprungturm verbunden werden. »Aufgrund statischer Gutachten kann der Turm nur bis zur 3-Meter-Plattform genutzt werden«, erläutert der Bauamtschef.

So ähnlich kann das Spielgerüst neben dem Springturm auf dem Areal »Obernfelder Allee« ausssehen. Foto: wbp

Nach oben müsse der Turm so verriegelt werden, dass niemand hochgelangen könne. In den ersten Entwürfen war der Turm in ein Spielgerüst integriert. Neben dem Kletterturm sind über das Areal verteilt verschiedene Spielplätze für Kinder und Jugendliche jeden Alters vorgesehen. Zudem sollen Rückzugsorte und zahlreiche Sitzgelegenheiten geschaffen werden. »Die Bürger sollen sich in dem neuen Park wohlfühlen«, sagt Ellerkamp.

Denkmalschutz bleibt

In den ersten Entwürfen zur Umgestaltung des Areals sollen vor allem die Grünflächen sowie die ehemaligen Schwimmbecken und der Sprungturm in Angriff genommen werden. Auf Nachfrage von SPD-Ratsherr Bahadir Gür, inwieweit auch der Kunst Raum im neuen Bürgerpark eingeräumt werde, entgegnete Ingo Ellerkamp: »In den jetzigen Planungen sind keine Skulpturen oder Kunstobjekte innerhalb des Parks vorgesehen.« Dies würde aber nicht heißen, dass Kunstwerke für alle Zeiten im Bürgerpark ausgeschlossen seien.

»Das Konzept des Areals bietet Platz für viele verschiedene Dinge und Interessengruppen«, sagte Ellerkamp. Zunächst gelte es, den Förderbescheid abzuwarten. Dann müssten die Entwürfe in den Ausschüssen abgesegnet werden, damit der Rückbau noch in diesem Herbst beginnen kann. »Wenn alles klappt, könnten wir 2020/2021 einen neuen Bürgerpark in Lübbecke haben«, sagt Ellerkamp.

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