Do., 11.07.2019

Ernst-Dieter Aschemeyer für 70-jährige Mitgliedschaft beim FC Lübbecke geehrt »Wir haben der Aufstellung entgegen gefiebert«

Ernst-Dieter Aschemeyer (Mitte) wird von Ernst Ober-Entgelmeier (links) und Gerhard Blase geehrt.

Ernst-Dieter Aschemeyer (Mitte) wird von Ernst Ober-Entgelmeier (links) und Gerhard Blase geehrt. Foto: Louis Ruthe

Lübbecke (WB/lmr). Ja, der Fußball mit seinen Spielern, Fans und Mitgliedern – angefangen mit dem Kicken können sich nur wenige wieder von der Sportart trennen. Genauso ist es Ernst-Dieter Aschemeyer ergangen.

Zu seinem 80. Geburtstag hat der Lübbecker Unternehmer ein Geschenk vom FC Lübbecke überreicht bekommen – und zwar nicht zum Geburtstag, sondern für 70 Jahre Mitgliedschaft beim FC Lübbecke.

Kurios, denn Aschemeyer ist schon Mitglied des Vereins gewesen, bevor der überhaupt gegründet wurde. Am 1. Januar 1949 – gerade einmal vier Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg ist Ernst-Dieter Aschemeyer eines der ersten Mitglieder des FC Lübbecke. Erst drei Monate später, am 1. April 1949, ist der Verein gegründet worden.

Somit hat der 80-jährige Busunternehmer so einige Anekdoten bei der Ehrung mit Vereinsfreund Ernst Ober-Entgelmeier und Gerhard Blase, Erster Vorsitzender des FC Lübbecke, parat.

Ernst-Dieter Aschemeyer (mittlere Reihe, rechts) auf einem der ersten Mannschaftsfotos des FC Lübbecke.

Denn Ernst-Dieter Aschemeyer weiß, wie es ist, auf dem Sportplatz an der Obernfelder Allee zu kicken. »Fünf mal sind wir Kreismeister geworden«, berichtet der ehemalige Rechtsaußen. Damals hätte er mit seinen Jungs vor mehr als 1000 Zuschauern gespielt. »Das war in früheren Zeiten ganz normal für die unteren Liegen«, ergänzt Ernst Ober-Entgelmeier.

Erst Training, dann ins Gasthaus am Amtsgericht

Von der Schülermannschaft bis zu den Senioren, während seiner aktiven Zeit, hat es für Ernst-Dieter Aschemeyer schon nur einen Verein gegeben. Das schöne für Aschemeyer sei an seiner aktiven Zeit beim FC Lübbecke gewesen, dass die Jungs aus der Mannschaft alle im Ort wohnten. »Donnerstags wurde trainiert«, erzählt Aschemeyer. Erst sei auf dem Platz trainiert worden, dann habe man sich im Gasthaus am Amtsgericht getroffen, um dort in alter Manier die Geselligkeit innerhalb der Mannschaft zu pflegen.

»Wir haben der Aufstellung entgegen gefiebert«, berichtet Ernst-Dieter Aschemeyer. Die Ausstellung sei immer ausgehangen worden, sodass die Spieler am Tag vor dem Spiel erfuhren, ob sie auf dem Platz stehen oder nicht. »Ich hab meistens gespielt«, sagt Aschemeyer. Der Torjäger wie er im Buche steht sei er nicht gewesen. »Aber an ein Tor muss ich bis heute denken«, schmunzelt der 80-Jährige. Etwa in Höhe der Mittellinie habe er mit hinter des Leder getreten. »Plötzlich kamen alle zu mir gerannt, um zu jubeln«, erzählt Ernst-Dieter Aschemeyer. Ob der Torwart damals solch ein »Graupe« war oder der Schuss »Weltklasse«, der Unternehmer hätte bis heute keine Antwort auf die Situation gefunden.

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