Fr., 19.07.2019

Verdi kritisiert »Stillstand« in der Personalabteilung der Mühlenkreiskliniken Zu wenige Mitarbeiter

Lübbecke/Minden (vw). Mit einem Flugblatt über »Chaos und Stillstand« in der Personalabteilung der Mühlenkreiskliniken (MKK) hat die Gewerkschaft Verdi am Donnerstag für Aufsehen gesorgt. Darin wird den Klinik-Verantwortlichen vorgeworfen, dass »geplante Abwesenheiten zwischen Vorstand und Personalabteilungsleitung nicht abgestimmt werden und plötzlich kein Unterschriftsberechtigter mehr im Betrieb« sei. Einstellungen, Arbeitszeitveränderungen, Höhergruppierungen und ähnliches seien nicht bearbeitet worden.

Auf Nachfrage nehmen die MKK zu den Vorwürfen Stellung: »Es ist korrekt, dass die Mühlenkreiskliniken in der Personalabteilung auch aufgrund des Fachkräftemangels Personalbesetzungsprobleme haben. Hinzu kommen aktuell einige Krankheitsfälle. Daher kommt es derzeit in einigen Bereichen zu Verzögerungen in der Bearbeitung von Anträgen oder Anfragen«, so MKK-Sprecher Christian Busse.

Derzeit ist nach MKK-Angaben ein Drittel der Stellen nicht besetzt – durch Krankheit oder eine nicht erfolgte Besetzung. Zum 1. August 2018 hatte Christoph Sander den Leitungsposten der weniger als 30 Mitarbeiter zählenden Personalabteilung übernommen und einige Veränderungen angestoßen. Nach Informationen dieser Zeitung ist er dann immer wieder ausgefallen, wodurch die Abteilung führungslos war und viel liegengeblieben ist. Die Abteilung ist für alle knapp 5000 Beschäftigten der MKK zuständig.

Ansprüche gehen nicht verloren

In der Stellungnahme betonen die Verantwortlichen, »dass es zu keinen finanziellen Nachteilen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommt«. Insbesondere bei den Anträgen auf Höhergruppierungen erfolge eine Nachzahlung des höheren Entgelts ab dem Zeitpunkt der Antragsstellung. Daher gingen keine Mitarbeiteransprüche verloren.

Ein anderes Thema, das Verdi anspricht, sind die leistungsorientierten Bezahlungen. »Ein Großteil der Mitarbeiter hat es mit der Juni-Abrechnung ausgezahlt bekommen. Es gibt aber zahlreiche Kollegen, die leer ausgegangen sind, obwohl auch sie die Voraussetzungen erfüllt haben«, heißt es im Flugblatt. Die Mühlenkreiskliniken räumen ein, dass »einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die fehlende Zahlung in der letzten Gehaltsabrechnung reklamiert haben. Dem gehen wir individuell nach.« Erst mit der Feststellung des Jahresabschlusses durch den Verwaltungsrat am 25. Juni seien die Voraussetzungen für die Auszahlung gegeben gewesen. »Möglicherweise ist es aufgrund des kurzen Zeitraums bis zur nächsten Gehaltszahlung Ende Juni zu Verzögerungen gekommen. In jedem Fall erhalten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die ihnen zustehende Leistungsprämie.«

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