Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe will neue Gesprächsgruppen gründen
Sorgen und Nöte teilen

Minden/Lübbecke (WB). Das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe (KoPS), in Trägerschaft der Parisozial Minden-Lübbecke/Herford, unterstützt und entlastet pflegende Angehörige.

Mittwoch, 24.07.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 24.07.2019, 16:02 Uhr
Viele Verwandte pflegen ihre kranken Angehörigen. Das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe will diesen Verwandten helfen. Foto: dpa
Viele Verwandte pflegen ihre kranken Angehörigen. Das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe will diesen Verwandten helfen. Foto: dpa

Auch in diesem Jahr sind weitere Gründungen von Gesprächsgruppen geplant. Spezielle Gruppen für pflegende Lebenspartner, pflegende Kinder oder Eltern oder auch pflegende Männer sind möglich. Die Gruppengründungen sind ab Herbst geplant.

Das Büro hat vor gut zwei Jahren seine Arbeit aufgenommen. Es ist ein Arbeitsschwerpunkt der Selbsthilfeunterstützung, mit eigenständigen Sprechzeiten und einer eigenen Mitarbeiterin. »Seit den Anfängen hat sich viel getan«, sagt Marie-Luise Lapp, Ansprechpartnerin für das KoPS. Insgesamt sieben Gruppen werden vom Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe betreut und begleitet, vier davon wurden im vergangenen Jahr neu gegründet. Die Gruppen sind in Bad Oeynhausen, Espelkamp, Rahden, Minden und Lübbecke zu finden. Weitere sollen folgen.

»Keiner ist zu etwas gezwungen«

»Die Pflege eines Angehörigen ist eine große Verantwortung. Sie wird zwar freiwillig übernommen, kann jedoch nicht selten auch zu einer emotionalen, manchmal sogar körperlichen Last werden«, sagt Lapp. »In einem Gesprächskreis können sich die gleichermaßen betroffenen Menschen in einer offenen und vertrauensvollen Atmosphäre austauschen und einmal über sich sprechen, über die eigenen Gefühle, Sorgen und Nöte«, weiß Lapp von den Vorteilen der Gruppen zu berichten.

Manche Menschen haben Bedenken, offen über Sorgen, Belastungen oder Ängsten zu sprechen. Doch hier kann die Mitarbeiterin des Kontaktbüros beruhigen. »Voraussetzung für einen intensiven Erfahrungsaustausch ist die Vertraulichkeit. Alles, was in der Gruppe gesagt wird, bleibt in der Gruppe. Dies ist ein geschützter Rahmen. Auch entscheidet jeder selbst, wie viel er oder sie von sich erzählen möchte. Keiner ist zu etwas gezwungen.«

Im Verlauf des Jahres sollen weitere Gruppen im Kreisgebiet initiiert werden. Geplant sind zum Beispiel Gruppen für pflegende Lebenspartner, für pflegende Kinder oder Eltern und auch für pflegende Männer. Die Gruppen sollen regional bedarfsgerecht gegründet werden. Die Gruppengründungen werden jeweils bekannt gegeben. Die Treffen finden in der Regel einmal im Monat statt. Alle Gruppen sind offen und kostenlos. Neue Mitglieder sind willkommen. Wer Fragen zum Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe an der Simeonstraße 17-19 in Minden, oder Interesse an einer Selbsthilfegruppe hat, kann sich an die Ansprechpartnerin für das Kreisgebiet wenden: Marie-Luise Lapp, Telefon 0571/82802-15, E-Mail: pflegeselbsthilfe-mi-lk@paritaet-nrw.org.

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