Mo., 19.08.2019

Bierbrunnenfest: Michael Schulte begeistert 2500 Besucher – Regenfälle trüben Bilanz Erst geklatscht, dann klatschnass

Und da kommt er: Michael Schulte hat am Freitagabend vor 2500 Menschen auf dem Marktplatz gesungen. Der Sänger, der durch den Eurovision Song Contest bundesweit bekannt geworden ist, konnte auch in Lübbecke punkten. Als Zugabe spielte er den Hit »Back To The Start«.

Und da kommt er: Michael Schulte hat am Freitagabend vor 2500 Menschen auf dem Marktplatz gesungen. Der Sänger, der durch den Eurovision Song Contest bundesweit bekannt geworden ist, konnte auch in Lübbecke punkten. Als Zugabe spielte er den Hit »Back To The Start«. Foto: Kai Wessel

Von Kai Wessel

Lübbecke  (WB). Das Bierbrunnenfest hat am Wochenende wieder einmal tausende Menschen in die Lübbecker Innenstadt gelockt. Allein 2500 waren am Freitagabend auf den Marktplatz geströmt, um den Auftritt von Sänger Michael Schulte zu erleben. Danach trübte das Wetter die Festbilanz. Am Sonntag regnete es zeitweise in Strömen.

Beim Konzert des Mannes, der beim Eurovision Song Contest den 4. Platz belegt hatte, spielte das Wetter noch mit. 2500 Menschen feierten Michael Schulte für eine gelungene Bühnenshow. Der 29-jährige Wuschelkopf aus Eckernförde bewies ausgezeichnete Live-Qualitäten. Gesanglich dürfte sein Auftritt wohl zum Besten gehören, was in den vergangenen Jahren auf dem Bierbrunnenfest geboten wurde.

Weltpremiere in Lübbecke

Schulte schaffte es mit seinem Hit »Back To The Start« auf Platz 3 der deutschen Charts. Den Ohrwurm gab’s dann auch als Zugabe. Schon zuvor hatte Schulte beim Publikum ähnlich gut gepunktet wie bei seinem ESC-Erfolg. Dass er die Zuschauer bei einem seiner Lieder mitsingen ließ, kam prima an. Obendrein durfte sich Lübbecke über die Weltpremiere einer neuen Single (»All I Need«) freuen.

Beim Fassbieranstich am Sonntag war es auf dem Marktplatz weit weniger belebt. War das Bierbrunnenfest in den vergangenen Jahren für Christoph Barre mehr oder weniger ein Synonym für Kaiserwetter, fiel diesmal immer wieder Regen aus dichten Wolken. Grund zur Freude gab es trotzdem. Die Brauerei konnte ihre neuen Kaltblüter »Gustav« und »Alfred« vorstellen. Sie zogen die Bierkutsche problemlos auf den Marktplatz und ließen sich anschließend ganz gelassen die Mähne streicheln.

Regen am Sonntag

Sehr zufrieden war auch Reinhard Wandtke. Nachdem der stellvertretende Landrat im Vorjahr Probleme mit dem Fassbieranstich hatte – der Zapfhahn war beim Schlag abgerutscht – klappte es diesmal problemlos: »Damals wollte ich den Zapfhahn mit einem Schlag reinhauen, diesmal war ich etwas vorsichtiger.« Drei gezielte Schläge reichten.

Der Fassbieranstich fiel in eine Regenpause. Als die Sternfahrer der Radtour um 13 Uhr auf dem Marktplatz eintrafen, öffnete der Himmel alle Schleusen. 175 Menschen aus den Ortsteilen hatten sich aufs Rad gewagt, um während der Fahrt sehr nass zu werden. »Ich bin klatschnass«, sagte ein von Nässe nur so triefender Torsten Stank, dessen Brille einen Scheibenwischer benötigt hätte. Sieger der »Regenschlacht« wurde – wer sonst – Obermehnen. Der FC Bayern der Sternfahrt gewann zum neunten Mal in Serie, diesmal vor Gehlenbeck und Blasheim. Gegenüber dem Vorjahr fiel die Teilnehmerzahl der Radtour um etwa 50 Prozent ab. Am Sonntagnachmittag – als der Regen aufhörte – wurde es in der Innenstadt dann aber doch recht voll.

Bruns will Konzept überdenken

Unter der Witterung litt womöglich auch das Straßenmusikfestival in der Langen Straße. War der Freitag noch gut besucht, sammelten sich am Samstag an den Auftrittsorten der Künstler deutlich weniger Zuhörer, wie Mitveranstalter Karl-Wilhelm Bruns erklärte: »Da haben erstklassige Künstler wie Kürsche, der schon mit Fury in the Slough­terhouse Konzerte gegeben hat, nur vor zehn Leuten gespielt. Das war wirklich sehr schade.« Aus Sicht von Bruns habe das »Sofawetter« viele von einem Abstecher in die Lange Straße abgehalten. »Wir müssen über das Konzept noch einmal nachdenken«, sagte er. Die Fußgängerzone sei zwar eine schöne Einkaufsstraße, aber als Veranstaltungsort nicht unproblematisch: »Die Aufbauzeiten am Freitag sind zu kurz«, sagte Bruns. Redebedarf sieht er auch bei der Terminierung des Bierbrunnenfestes. Parallelveranstaltungen wie das Rockfestival in Stemwede und der Stoppelmarkt in Vechta würden sich in Lübbecke bemerkbar machen.

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