Di., 20.08.2019

Lübbeckes Bürgermeister verweist auf urkundlich verbrieften Festtermin des Bierbrunnenfestes Das Fest, das Wetter und der Stoppelmarkt

Die Urkunde zum Fest aus dem Jahre 1954 besagt: Vor dem 12. August geht nichts.

Die Urkunde zum Fest aus dem Jahre 1954 besagt: Vor dem 12. August geht nichts.

Lübbecke (WB/wk). In seiner Bilanz zum Bierbrunnenfest hat Veranstalter Karl-Wilhelm Bruns sowohl positive als auch kritische Punkte angesprochen.

Enttäuschend fiel aus seiner Sicht die Resonanz auf das Straßenmusikfestival am Samstagabend in der Langen Straße aus. Neben dem mäßigen Wetter hätten, so Bruns, auch die Parallelveranstaltungen in Vechta (Stoppelmarkt) und Stemwede (Open Air) in Lübbecke Besucher gekostet. Er hätte sich gewünscht, dass das Bierbrunnenfest eine Woche früher im Terminkalender gestanden hätte: »Da war hier weit und breit nichts los.«

Bürgermeister Frank Haberbosch erklärte am Montag, dass eine Verlegung auf den Vorsonntag (11. August) unmöglich gewesen wäre. Er verwies auf die urkundlich verbriefte Ansetzung der Veranstaltung. Die sieht vor, dass das Bierbrunnenfest nicht vor dem 12. August, dem Geburtstag des früheren Brauereichefs Ernst-Ludwig Barre (1881-1937), ausgerichtet werden darf. »Das ist gewerberechtlich festgesetzt.«

Die Enttäuschung von Bruns über die womöglich schwächere Resonanz kann der Bürgermeister nachvollziehen. »Herr Bruns ist als Veranstalter am Freitag und Samstag von den Umsätzen abhängig. In den vergangenen Jahren sind wir vom Wetter verwöhnt worden, diesmal nicht. Trotzdem hatte ich den Eindruck, dass das Fest am Freitag und auch am Sonntagnachmittag durchaus gut besucht war.« Zum Samstag, so der Bürgermeister, könne er sich nicht äußern, da er nicht vor Ort gewesen sei. Die Parallelveranstaltungen des vergangenen Wochenendes, besonders den Stoppelmarkt, sieht Haberbosch übrigens nicht wirklich als Konkurrenz: »Warum sollten Lübbecker bis nach Vechta fahren? Das ist eine Stunde Fahrt und in drei Wochen ist doch ohnehin Blasheimer Markt.«

Kommentar von Kai Wessel

In Bruns’ Bilanz zum Bierbrunnenfest war eine Portion Frust nicht zu überhören. Verständlich. Ausgerechnet in Tagen, da Regen eher selten ist, gibt das Wetter den Spielverderber. Besonders schade, dass die wirklich guten Straßenmusiker am Samstag vor nur wenigen Leuten spielen mussten.

Muss nun das Konzept für Freitag und Samstag auf den Prüfstand? Über die Frage, ob und wie die Fußgängerzone ins Bierbrunnenfest eingebunden wird, lässt sich sicher trefflich streiten. Aber eins ist amtlich: Am Termin des Festes ist nicht zu rütteln.

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