So., 25.08.2019

Yannick Müller aus Lübbecke bietet mit seiner Firma »Meat on Fire« Steak-Tastings an Eine Leidenschaft für gutes Fleisch

Yannick Müller bietet mit »Meat on Fire« Steak-Tastings im Schloss Benkhausen an. Mit seinem Equipment, wie dem in die Outdoorküche integrierten Keramik-Grill und dem Beefer, ist er deutschlandweit auf Veranstaltungen unterwegs.

Yannick Müller bietet mit »Meat on Fire« Steak-Tastings im Schloss Benkhausen an. Mit seinem Equipment, wie dem in die Outdoorküche integrierten Keramik-Grill und dem Beefer, ist er deutschlandweit auf Veranstaltungen unterwegs. Foto: Viola Willmann

Von Viola Willmann

Lübbecke/Gestringen(WB). Hauptsache Fleisch. Egal ob haupt- oder nebenberuflich. Dabei unterscheiden sich Yannick Müllers Tätigkeiten als Notfallsanitäter und Steakmeister doch gewaltig. Seit drei Jahren ist der Lübbecker mit seiner Ich-AG »Meat on Fire« am Start. Er organisiert unter anderem Steak-Tastings auf Schloss Benkhausen.

Deshalb ist der Ort für ein Treffen schnell gefunden. Die Sonne scheint, perfektes Grillwetter. »Und das passende Fleisch habe ich auch mitgebracht«, sagt Yannick Müller und präsentiert ein Stück Roastbeef vom spanischen Morazzia-Rind sowie ein Steak vom Duroc-Schwein. Beides vor der Reifung versehen mit einem Edelschimmelpilz – eine schmackhafte Delikatesse.

Während der 27-Jährige den Keramik-Grill und den Beefer vorbereitet, erzählt er ein wenig. »Ich habe immer schon gerne gekocht. Dann bin ich über das Grillen zum Thema Fleisch gekommen.« Das Dry Aging – eine Reifemethode, die das Fleisch besonders zart macht – habe ihn besonders fasziniert. »Autodidaktisch habe ich mich immer tiefer mit der Materie befasst, bis ich irgendwann eigene Seminare gegeben habe.« Davon hat sich Yannick Müller inzwischen wieder verabschiedet. Nun bietet er Steak-Tastings in etwas edlerer Form an.

Qualitätsfleisch ist das A und O

Jetzt ist die Zeit reif für das Roastbeef. Müller legt es auf das Rost des Beefers und fährt die Ablage nach oben. Bei 800 Grad fängt das Fleisch sofort an zu bruzzeln und es entfaltet sich ein köstlicher Duft nach Röstaromen. »Ich bin ein Fan von einer ganzheitlichen Kruste. Denn da kommt der Geschmack her.« Ein kurzer, prüfender Blick und nach 60 Sekunden wird das Fleisch gewendet. Erst danach landet es zum auf den Punkt garen auf dem Grill.

Im Beefer bruzelt das Fleisch bei 800 Grad. Foto: Viola Willmann

Yannick Müller legt nicht nur Wert auf hochwertiges Equipment – er arbeitet mit mehreren namhaften Herstellern zusammen – sondern eben auch auf Qualitätsfleisch. »Man kann sich lieber etwas preiswerteres Equipment besorgen, sollte aber auf gutes Fleisch achten.« Und damit meint der Lübbecker nicht nur den Geschmack, sondern auch die Herkunft, Haltung und Fütterung. Er selbst bezieht sein Fleisch über die Firma Luma in der Schweiz, die das Edelpilz-Verfahren entwickelt hat, sowie über den deutschen Online-Fleischversand otto-gourmet.de.

»Es ist inzwischen bekannt, dass man nicht jeden Tag Fleisch essen sollte. Stattdessen sollte man sich bewusst machen, woher die Tiere kommen und wie sie gehalten werden«, sagt Müller, der die Deutschen in drei Gruppen einteilt. Die Veganer und Vegetarier. Die unbewussten Egal-Esser. Und die Besser-Esser, die sich bewusst mit Lebensmitteln und ihrer Herkunft auseinander setzen. »Mir ist die letzte Gruppe natürlich am liebsten, denn die weiß gute Qualität auch zu schätzen.«

»Ich probiere mich gerne durch das Tier«

Inzwischen ist das Steak auf dem Grill fertig. Auf dem Holzbrett noch ein bisschen Salz darüber – schlicht, aber perfekt. Gleich stehen die ersten zufälligen Besucher da und fragen, ob sie probieren dürfen. »Klar«, sagt der 27-Jährige. Und schon entwickeln sich Gespräche über Sous-vide, Beefer und Fleischqualität. Yannik Müller kann nicht sagen, was sein Lieblingsstück Fleisch ist. Rib-Eye von der Simmentaler Färse, aber auch marmoriertes Fleisch vom Angus oder Wagyu gehören zu seinen Favoriten.

»Ich probiere mich gerne durch das Tier«, sagt Müller, der seiner Leidenschaft nur nachgehen kann, weil er im 24-Stunden-Rettungsdienst arbeitet. »Danach habe ich immer zwei Tage frei, sonst ginge das gar nicht.« Noch verdient er mehr Geld in seinem Hauptberuf. »Aber so langsam haben sich die hohen Anschaffungskosten amortisiert«, sagt er grinsend. Weitere Informationen zu den Terminen für die Steak-Tastings gibt es im Internet unter meatonfire.de .

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